Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner warnt in der neu aufgeflammten Debatte um einen Wiedereinstieg in die Atomenergie vor den wirtschaftlichen und energiepolitischen Folgen einer AKW-Renaissance.
„Die Milliarden, die das kosten würde, die kann man wirklich besser in neue Technologien investieren“, sagte sie dem Nachrichtensender „Welt“. Etwa in Erneuerbare, in die Speicher, in Elektrolyseure. „Es wäre wirklich jetzt an der Zeit, hier unseren eigenen Weg zu gehen, auch hier stärker, unabhängiger zu werden von Importen. Die sind übrigens für Atomkraftwerke ja genauso nötig, bis jetzt aus Russland.“
Deutschland solle sich nicht in eine neue Importabhängigkeit bei atomaren Brennstoffen begeben, mahnte Brantner. Außerdem würde eine Kontinuität in der Energiepolitik auch der deutschen Wirtschaft helfen: „Wir machen auch nicht den ganzen Kraftakt, um hier von dem Gas unabhängig zu werden, um dann für die Brennstoffe wiederum abhängig zu sein. Wir haben einen guten Weg. Den jetzt einfach mal auch beharrlich zu gehen und nicht alle paar Wochen eine Kehrtwende zu machen, das würde auch für unser Land und für unsere Wirtschaft gut sein.“
In einer Umfrage des Vergleichsportals Verivox hatte sich eine Mehrheit der Befragten für einen Wiedereinstieg in die Atomenergie ausgesprochen. Auch bei CDU und CSU gibt es entsprechende Gedankenspiele.
Foto: Atomkraftwerk (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
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