Sonntag, Februar 22, 2026
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Krankenhäuser wollen 50-Milliarden-Sondervermögen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts des Kliniksterbens und der alternden Bevölkerung fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) vom Bund, ein Sondervermögen zu schaffen. „Die Bundesregierung muss gemeinsam mit der Union die Voraussetzungen schaffen, um den Umbau des Gesundheitswesens durch ein zweckgebundenes Sondervermögen über die kommenden zehn Jahre zu ermöglichen“, sagte Gerald Gaß, Chef der DKG, der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

„Für diese Transformation werden wir in den kommenden zehn Jahren mindestens 50 Milliarden Euro benötigen.“ Er forderte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und die Gesundheitsminister der Länder auf, „sich mit diesem Anliegen in die politische Debatte zur Finanzierung der Transformation der Wirtschaft einzubringen“, sagte Gaß. Das Statistische Bundesamt rechne mit einem Anstieg der pflegebedürftigen Menschen um 37 Prozent in den nächsten zwei Jahrzehnten, gleichzeitig sinke das Erwerbspersonenpotenzial um 20 Prozent, warnt der DKG-Chef. „Wenn es uns nicht gelingt, unser Gesundheitswesen darauf einzustellen, werden wir schon in wenigen Jahren erhebliche Lücken in der Patientenversorgung akzeptieren müssen.“ Bislang haben in diesem Jahr bundesweit 33 Klinikstandorte Insolvenz angemeldet. Die DKG fürchtet, dass im nächsten Jahr 60 bis 80 Häuser in die Insolvenz gehen, so Gaß. Für die Wirtschaft bestehe die Herausforderung darin, auf CO2-neutrale Produktion umzuschalten, das Gesundheitswesen müsse sich für den demografischen Wandel neu aufstellen.


Foto: Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Forscher: Suez-Krise könnte Lieferzeiten um zwei Wochen verlängern

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Huthi-Attacken auf Frachtschiffe im Roten Meer können zu längeren Lieferzeiten führen. „Es kann durchaus sein, dass vereinzelte Waren aus Asien mit einer Verspätung von bis zu zwei Wochen bei uns ankommen“, sagte Vincent Stamer, Handelsexperte des Kiel Instituts für Weltwirtschaft der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

„Das Rote Meer und der Suezkanal sind für den Welthandel eine zentrale Handelsstraße. Dass Reedereien den Umweg von mehr als 6.000 Kilometer um Afrika in Kauf nehmen, zeugt von der außerordentlichen Gefahrenlage im Roten Meer.“ Auch die Frachtraten dürften aufgrund der längeren Fahrzeit leicht ansteigen. Dennoch erwartet Stamer nicht, dass es so schlimm wird wie während der Pandemie. „Mit Lieferengpässen wie vor zwei Jahren rechne ich dennoch nicht, da sich Lieferketten in der Zwischenzeit normalisiert haben und keine Lockdowns mehr die Produktion stören. Das, was wir jetzt vor Weihnachten noch einkaufen, ist bereits im Lager oder im Geschäft.“ Neun Prozent der deutschen Im- und Exporte passieren laut Stamer die Meerenge.


Foto: Container (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Regierung will Genehmigungen für Schwerlasttransporte beschleunigen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts einer starken Zunahme von Schwerlasttransporten in Deutschland will die Bundesregierung die Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigen. „643 Erlaubnis- und Genehmigungsbehörden sind einfach zu viel, wir brauchen nur 16“, sagte der Logistikkoordinator der Regierung, Oliver Luksic (FDP), der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Die Autobahn GmbH habe es durch gezielte Digitalisierung bereits geschafft, dass Anhörungen größtenteils tagesaktuell beantwortet würden. Gleichzeitig habe man per Verordnung verhältnismäßigere Anforderungen und mehr Flexibilität ermöglicht. Insgesamt müsse alles schneller und einfacher gehen. „Dafür könnten etwa zentrale Erlaubnis- und Genehmigungsbehörden in den Ländern sorgen“, sagte Luksic. Diese und weitere Verbesserungsvorschläge werde man im neuen Jahr in einer Arbeitsgruppe mit den Ländern voranbringen.


Foto: Schwertransport (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Klingbeil ruft Regierung zu mehr Verantwortungsgefühl auf

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Chef Lars Klingbeil hat Mitglieder der Bundesregierung zu mehr Verantwortungsgefühl ermahnt. „Wir müssen Deutschland durch herausfordernde Zeiten führen und international stark positionieren“, sagte er dem „Tagesspiegel“ am Mittwoch.

„Alle sollten sich über die Weihnachtsfeiertage Gedanken machen, wie sie dieser Verantwortung besser gerecht werden.“ Klingbeil verwies auf die schwierigen politischen Verhältnisse in den Niederlanden, in Spanien oder in Italien. „Jeder Regierungspolitiker muss sich bewusstmachen: Wir entscheiden hier in Deutschland, ob es in unserem Land auch so wird. Wir entscheiden mit, ob Deutschland ein Hort der Stabilität und der demokratischen Mitte bleibt.“

Die Ampel-Koalition trage die Verantwortung für die stärkste Volkswirtschaft Europas. „Ich will keine Horrorszenarien an die Wand malen, aber wir müssen uns dieser Verantwortung bewusstwerden“, sagte Klingbeil. „Ich bin genervt davon, wie spielerisch manche mit politischen Konflikten umgehen.“ Politik sei keine TV-Show.

„Autokraten, rechte Hetzer und Spalter warten nur darauf, Demokratien scheitern zu sehen. Den Gefallen dürfen wir denen nicht tun“, so der SPD-Chef. Hintergrund ist Streit in der Regierungskoalition um den Bundeshaushalt. So wurde ein über Wochen ausgehandelter Kompromiss schon nach kurzer Zeit infrage gestellt.

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) und FDP-Fraktionschef Christian Dürr lehnen Mehrbelastungen der Bauern ab. „Es trägt nicht zu einer besseren politischen Lage bei, wenn Minister den Haushalts-Kompromiss infrage stellen, fünf Minuten nachdem er gefunden wurden“, sagte Klingbeil mit Blick auf die öffentlichen Äußerungen der beiden Politiker. Der SPD-Chef verwies auch auf Erfolge der Koalition. Diese sei grundsätzlich die Richtige fürs Land.

„Trotzdem ist das Jahr 2023 von zu viel Streit geprägt gewesen, der die Erfolge der Koalition überlagert hat“, sagte er. Zur Einigung beim Asyl-Paket und beim Einbürgerungsrecht sagte Klingbeil, er verstehe nicht, warum es beim Staatsbürgerschaftsrecht oder den Rückführungen „wieder gehakt hat, obwohl eigentlich alles geeint war“. Man hätte schon im Dezember die Gesetzespakete durch den Bundestag bringen können.


Foto: Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Reservistenverband will Verdreifachung der aktiven Reserve

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Bedrohung durch Russland fordert der Präsident des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg (CDU), eine Verdreifachung der aktiven Reservisten der Bundeswehr. „In ein paar Jahren sollten wir etwa 100.000 Reservisten haben, die regelmäßig üben“, sagte Sensburg dem „Stern“.

Derzeit besteht die aktive Reserve aus etwa 30.000 Soldaten, die auf sogenannten Spiegelstellen fest eingeplant sind. Im Bündnisfall wären sie die erste Welle der Reserve. „Ich brauche eine ausreichende Zahl an Reservisten, also militärisch Vorgebildeten, um sie im Ernstfall wieder für den Einsatz fit zu machen“, so Sensburg weiter. Das Ziel von 100.000 sei natürlich ambitioniert. „Aber die werden im Ergebnis noch nicht einmal reichen.“ Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte vor wenigen Tagen erklärt, Deutschland blieben noch fünf bis acht Jahre, um militärisch aufzuholen. Sensburg verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Reserve. „Kriege werden mit der aktiven Truppe begonnen und mit der Reserve beendet.“ Es könne nicht sein, dass Reservisten immer die letzten seien, die das neue Funkgerät und die warme Winterausstattung oder Munition zum Üben bekämen. „Im Fall der Fälle wären wir genauso gefordert.“ Der CDU-Politiker fordert daher eine Milliarde Euro zusätzlich zum Sondervermögen nur für die Reserve.


Foto: Bundeswehr-Helme (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Bayern gewinnt gegen Wolfsburg

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Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Am 16. Spieltag der 1. Bundesliga hat der FC Bayern München gegen den VfL Wolfsburg 2:1 gewonnen. Bayern bleibt damit auf Tabellenplatz zwei, während Wolfsburg durch Heidenheim auf Platz zehn verdrängt wird.

Bayern dominierte die Partie klar. Jamal Musiala brachte die Mannschaft in der 33. Minute in Führung, Harry Kane erhöhte zehn Minuten später. Für Wolfsburg traf Maximilian Arnold (45.+1). Die weiteren Ergebnisse: Bayer Leverkusen – VfL Bochum 4:0; Eintracht Frankfurt – Borussia Mönchengladbach 2:1; VfB Stuttgart – FC Augsburg 3:0; 1. FC Heidenheim 1846 – SC Freiburg 3:2.


Foto: Jamal Musiala (FC Bayern) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Von der Leyen will Ausnahme für Schützenbrauchtum vom Bleiverbot

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hat Ausnahmen vom geplanten Verbot der Verwendung von Bleimunition im Freien angekündigt. „Alles deutet darauf hin, dass das Risiko einer Verstreuung wesentlicher Bleimengen in der jeweiligen Umgebung extrem gering ist“, erklärte die Kommissionschefin in einem Schreiben an den NRW-Europaabgeordneten Peter Liese (CDU), über das die „Rheinische Post“ (Donnerstagausgabe) berichtet.

Dieser hatte sich zusammen mit weiteren Politikern an die Kommission gewandt, um vor den Auswirkungen des Bleiverbotes auf Vogelschuss-Tradition des Schützenbrauchtums zu warnen. Ein finaler Standpunkt zu dem Vorstoß der europäischen Chemiebehörde sei zwar von der Kommission noch nicht bezogen worden, heißt es in dem Schreiben weiter. Doch sei die Kommission „in jedem Fall überzeugt“, dass es unverhältnismäßig wäre, die künftigen Beschränkungen auch auf „traditionelle Schießsportveranstaltungen in kontrollierter Umgebung oder auf das Schießen mit historischen Waffen anzuwenden“.


Foto: Ursula von der Leyen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hardt drängt auf Stopp von Finanzströmen zur Terrorfinanzierung

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), hat ein schärferes Vorgehen der Bundesregierung gegen die Finanzierung von Terror über das deutsche Finanzsystem gefordert. „Wir beklagen seit Langem, dass die Proxies, also die Stellvertreter-Terroristenorganisationen, die für den Iran in der Welt Unfrieden stiften – das ist also die Hisbollah im Libanon, das ist aber eben auch die Hamas im Gazastreifen, die Huthis im Jemen – dass die sich auch aus Geldquellen speisen, die hier im Westen gespeist werden“, sagte Hardt dem TV-Sender „Welt“ am Mittwoch.

Das seien „in erster Linie Mittel, die über Scheingeschäfte und Geschäftsaktivitäten hier entfaltet werden“, so der CDU-Politiker. „Wir sind der Meinung, die Bundesregierung muss gemeinsam mit der Europäischen Union dem einen Riegel vorschieben.“ Es gebe offensichtlich aber rechtliche Probleme. „Und da sage ich als Abgeordneter: Dann muss die Regierung sagen, welche Gesetze wir ändern müssen, denn es kann ja nicht sein, dass der Terrorismus, der internationale Terrorismus mit Geldern, die in Deutschland gesammelt werden, finanziert wird“, so Hardt.

In solchen Fällen müsse „die Finanzverwaltung, die Staatsanwalt strenger hinschauen und wir müssen gegebenenfalls auch zusätzliches Personal bereitstellen“. Auch bei der EU müsse die Bundesregierung das Thema forcieren. „Denn es nützt ja nichts, wenn wir gegebenenfalls in Deutschland strenge Regeln haben, wenn aber dann im europäischen Ausland, im Binnenmarkt die Aktivitäten entfaltet werden“, erklärte Hardt. „Da erwarte ich mehr Aktivität von der deutschen Bundesregierung und eine klare Positionierung am Rats-Tisch in Brüssel.“

Vor allem müsste sich die Bekämpfung der Terrorfinanzierung gegen den Iran richten. „Ich glaube, dass wir zu großzügig sind und zu lockere Regeln haben, was diese Frage angeht. Ich glaube, dass wir innerhalb der Europäischen Union insgesamt eine stärkere Gangart pflegen müssen. Vor allem müsste uns klar sein, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem, was die Hisbollah im Libanon tut, was die Hamas im Gaza tut, was die Huthis jetzt in Jemen tun und von Jemen aus gegen unsere Schiffe, gegen Schiffe, die den freien Welthandel nutzen“, so der Außenpolitiker.

„Das ist letztlich der Iran, der dahintersteckt, und wir müssen eine andere und härtere Gangart gegenüber dem Iran wählen.“ Die Bundesregierung müsse ausländischen Unterstützern in Deutschland auch klar machen, dass es sich bei der Finanzierung von Terror um Straftaten handele, die zur Ausweisung führen könnten. „Jeder Mensch hier in Deutschland, der Terrororganisationen unterstützt, muss wissen, dass er sich damit außerhalb der Rechtsordnung stellt und dass er damit auch möglicherweise sein Bleiberecht in Deutschland dadurch, dass das straffällig geworden ist, verwirkt“, so Hardt. „Und ich glaube, dass wir das auch viel deutlicher ansprechen müssen, um vielleicht auch den einen oder anderen, der sympathisiert, aber etwas tut was, von dem er gar nicht weiß, dass das möglicherweise rechtswidrig ist davon abzubringen, das zu tun.“


Foto: Jürgen Hardt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU-Finanzminister einigen sich auf neue Schuldenregeln

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Schuldenregeln der EU sollen künftig die Situation der einzelnen Länder stärker als bislang berücksichtigen. Darauf einigten sich die Finanzminister der EU-Staaten in einer Videoschalte am Mittwoch.

Ohne Details zu nennen, schrieb Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) auf dem Kurznachrichtendienst X, vormals Twitter, die neuen Fiskalregeln für die EU-Mitgliedsstaaten seien realistischer und wirksamer zugleich. „Sie verbinden klare Zahlen für niedrigere Defizite und sinkende Schuldenquoten mit Anreizen für Investitionen und Struktureformen“, so Lindner. „Die Stabilitätspolitik ist gestärkt.“ Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire nannte die Einigung „historisch“. Nach zwei Jahren intensiver Verhandlungen habe man neue europäische Haushaltsregeln. Erstmals würde die Bedeutung von Investitionen und Strukturreformen anerkennt werden, sagte Le Maire in einer Videobotschaft auf X. Investitionen in die Dekarbonisierung und die Verteidigung seien in den kommenden Jahrzehnten absolut unerlässlich, um den Platz Europas auf der internationalen Bühne zu wahren. Bereits am Vortag hatten sich Deutschland und Frankreich auf eine gemeinsame Linie verständigt. Die politische Einigung muss nun noch ausformuliert werden, bevor der Ministerrat in gemeinsame Beratungen mit dem Europäischen Parlament gehen kann.


Foto: EU-Fahnen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Urteil: Bundeswehr darf weiter am Flughafen Tegel landen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Eigentlich ist der Flughafen Berlin-Tegel schon seit Jahren stillgelegt, auf einem kleinen Teil dürfen aber weiter Starts und Landungen stattfinden – von Hubschraubern der Bundeswehr. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat nun die Klage einer Grundstückseigentümerin gegen eine entsprechende Sondererlaubnis abgewiesen.

Die Klägerin ist Eigentümerin mehrerer mit Mehrfamilienhäusern bebauter Grundstücke in Berlin-Reinickendorf, circa 200 Meter vom militärischen Teil des ehemaligen Flughafens Tegel entfernt. Von dort führt die Flugbereitschaft der Bundeswehr einen Teil des Transports von Personen des „politisch-parlamentarischen Bereichs“ seit dem Jahr 1998 durch – und zwar bis heute. Um dies trotz des Erlöschens der Betriebsgenehmigung für den Flughafen Tegel ab Mai 2021 weiter zu ermöglichen, erteilte das Luftfahrtamt der Bundeswehr (Kürzel: LufABw) der Flugbereitschaft der Bundeswehr (Kürzel: FlBschftBMVg) eine sogenannte „Außenstart- und -landeerlaubnis“, mit der auch außerhalb genehmigter Flugplätze ausnahmsweise Starts und Landungen durchgeführt werden können. Die Erlaubnis wurde bis maximal Ende 2029 erteilt und ermöglicht jährlich bis zu 1.200 Starts und Landungen der dafür eingesetzten Hubschrauber.

Mit der Klage machte die Klägerin eine Beeinträchtigung ihres Grundstückseigentums sowie der Gesundheit ihrer Mieter durch Immissionen und eine unzulässige Umgehung des regulären Genehmigungsverfahrens für einen Flugplatz geltend. Das Vorhaben war aber nun erfolglos: Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigte das erstinstanzliche Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin, wonach die Erteilung der Erlaubnis notwendig war, „weil die luftverkehrsrechtlichen Ausnahmevorschriften, die den Streitkräften zur Erfüllung ihrer besonderen Aufgaben eine Ausnahme von den gesetzlichen Erlaubnisvoraussetzungen ermöglichen, nicht einschlägig sind“, wie es vom Gericht hieß. Die Erlaubnis wahre den erforderlichen Ausnahmecharakter und umgehe auch nicht die gesetzliche Pflicht, grundsätzlich nur an richtigen Flugplätzen zu starten und zu landen. Mit Blick auf die nur übergangsweise Gestattung und den „geringen Umfang“ des erlaubten Flugbetriebs bedürfe es keines weitergehenden förmlichen Genehmigungsverfahrens.

Die Revision zum Bundesverwaltungsgericht wurde nicht zugelassen (Urteil vom 20. Dezember 2023 – OVG 6 B 13/22).


Foto: Flughafen Berlin-Tegel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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