Dienstag, Januar 6, 2026
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Züge rollen wieder planmäßig

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Wenige Stunden nach dem offiziellen Ende des GDL-Streiks bei der Bahn rollen die Züge wieder weitgehend nach Plan. Am Berliner Hauptbahnhof waren am späten Abend kaum noch Störungen zu merken.

Nach Angaben der Bahn soll der Fern-, Regional- und S-Bahn Verkehr am Freitag wieder nahezu überall nach dem regulären Fahrplan laufen. Da der Freitag ein sehr nachfragestarker Tag sei, empfehle man im Fernverkehr „dringend“ eine Sitzplatzreservierung, teilte der Staatskonzern mit. Alle Fahrgäste, die ihre für den Mittwochabend und Donnerstag geplante Reise aufgrund des Streiks der GDL verschoben haben, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen, hieß es, ein maximales Gültigkeitsdatum wurde anders als bei früheren Streiks diesmal nicht angegeben. Die Zugbindung ist aufgehoben, alle Tickets gelten dabei für die Fahrt zum ursprünglichen Zielort auch mit einer geänderten Streckenführung.

Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden.


Foto: ICE-Zug (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

US-Börsen uneinheitlich – Gold teurer

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben sich am Donnerstag uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 34.945 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 4.508 Punkten 0,1 Prozent schwächer, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 14.114 Punkten 0,1 Prozent fester. Die Rally der vergangenen Tage nach einem deutlichen Rückgang der US-Inflationsrate im Oktober hat sich am Donnerstag deutlich abgeschwächt. Insbesondere von Einzelhändlern waren Warnungen laut geworden, dass die Konsumausgaben zurückgehen könnten. Die Hoffnung von Anlegern auf eine sanfte Landung der US-Wirtschaft ist damit etwas eingetrübt. Unterdessen zeigte sich die europäische Gemeinschaftswährung kaum verändert. Ein Euro kostete am Abend 1,0848 US-Dollar (+0,01 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9218 Euro zu haben. Der Goldpreis tendierte deutlich stärker, am Abend wurden für eine Feinunze 1.981,23 US-Dollar gezahlt (+1,11 Prozent). Das entspricht einem Preis von 58,73 Euro pro Gramm. Der Ölpreis sank hingegen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 77,51 US-Dollar, das waren 367 Cent oder 4,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

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Juso-Vize gegen vorzeitige Festlegung auf Scholz als Kanzlerkandidat

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos, Philipp Türmer, hat sich gegen die vorzeitige Festlegung auf Olaf Scholz als SPD-Kanzlerkandidat gewandt. „Jeder Kanzlerkandidat wird auf dem Bundesparteitag gewählt. Ich gehe davon aus, dass wir uns weiterhin an dieses Verfahren halten“, sagte Türmer dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe).

Er reagierte damit auf den Bundesvorsitzenden der SPD, Lars Klingbeil. Dieser hatte am Montag öffentlich erklärt, dass die Sozialdemokraten auch 2025 mit Scholz als Kanzlerkandidat in den Bundestagswahlkampf ziehen würden. „Natürlich wird er unser Kandidat bei der Wahl. Das ist für uns gesetzt“, sagte Klingbeil.

Türmer kandidiert am Freitag auf dem Bundeskongress der Jungsozialisten für den Juso-Vorsitz. Der Jugendverband der SPD hat rund 70.000 Mitglieder. Er stellt mit 49 Abgeordneten auch fast ein Viertel der Bundestagsfraktion.


Foto: Olaf Scholz am 15.11.2023, über dts Nachrichtenagentur

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Mehr Geld im Bundeshaushalt für Cyberabwehr der Ukraine

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Bundeshaushalt ist im nächsten Jahr mehr Geld für den Aufbau der Cyberabwehr in der Ukraine vorgesehen. Die Summe soll um zwei Millionen Euro auf insgesamt 42 Millionen steigen, wie die „Mediengruppe Bayern“ (Freitagausgaben) nach dem Abschluss der Haushaltsberatungen zum Einzelplan 5 unter Berufung auf Grünen-Kreise berichtet.

Mit dem Haushaltsposten wird die Ukraine darin unterstützt, ihre Expertise im Bereich der Cyberabwehr nach europäischen IT-Standards weiter auszubauen. Laut ukrainischen Behörden fanden im Jahr 2023 mehr als 3.000 Cyberangriffe auf ukrainische Regierungsbehörden statt. Der Grünen-Abgeordnete Tobias Bacherle, Obmann im Digitalausschuss, begrüßte das deutsche Engagement. „Kriege werden heutzutage nicht mehr nur auf dem Schlachtfeld geführt, sondern von Cyberangriffen flankiert“, so Bacherle.

„Da sich Cyberangriffe in Gestalt von Propaganda, Desinformation, genauso wie in Attacken auf kritische und sensible Infrastruktur und auf die Kommunikation der Streitkräfte zeigen, ist es umso wichtiger, dass wir die Ukraine auch im Cyberraum bei ihrer Verteidigung unterstützen.“ Mit der besseren Unterstützung der Ukraine in der Cyberabwehr leiste Deutschland „einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit ukrainischer Systeme im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine“, sagte der Grünen-Politiker.


Foto: Computer-Nutzer (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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EU-Währungskommissar will neuen Finanzfonds für Europa

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte um die Finanzierung von künftigen klima- und industriepolitischen Vorhaben fordert Währungskommissar Paolo Gentiloni einen neuen Finanzfonds für Europa. „Derzeit haben wir ein gemeinsames Finanzierungsinstrument für die digitale und klimagerechte Transformation, den Corona-Wiederaufbaufonds“, sagte er dem „Spiegel“.

Doch wenn der Fonds in gut zwei Jahren auslaufe, benötige der Staatenbund ein Anschlussinstrument, um die Aufgaben weiterzuführen. „Wir müssen Wege finden, wie wir die europäische Wirtschaft mit europäischen Finanzierungsinstrumenten stärken können“, sagte er und schloss dabei auch die Aufnahme neuer gemeinsamer Schulden nicht aus. Darüber müsse die nächste EU-Kommission befinden, die nach den Europawahlen im Juni ans Amt komme. Gentiloni begründete seinen Vorstoß mit der veränderten Konkurrenzverhältnissen in der Welt.

„Unsere Wettbewerber, die USA oder China, machen aktuell nicht weniger Schulden als die Staaten Europas, sondern mehr“, sagte Gentiloni. „Und ein Grund dafür ist, dass unsere Konkurrenten ihre Industrie stark fördern.“ Diese Tatsache dürften die Brüsseler Politik nicht ausblenden. „Wenn es stimmt, dass wir in einem neuen Zeitalter der Geopolitik leben, kann Europa nicht der einzige Pflanzenfresser unter lauter Raubtieren sein“, sagte der EU-Kommissar.


Foto: EU-Kommission in Brüssel (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Ökonomin Kemfert will Schuldenbremse mit Klimanotstand aussetzen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Ökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin fordert von der Bundesregierung das Ausrufen des Klimanotstands. So könnte die Schuldenbremse ausgesetzt und die weitere Finanzierung des Klima- und Transformationsfonds gewährleistet werden.

„Wenn es nicht gelingt, die Schuldenbremse zu reformieren, müssen wir in Erwägung ziehen, den Klimanotstand auszurufen“, sagte Kemfert der „taz“ (Freitagsausgabe). Die Coronakrise sei ein Notstand gewesen, mit dem ein Aussetzen der Schuldenbremse gerechtfertigt war. „Der Klimanotstand ist da, und wir können ihn ausrufen“, sagte sie. Dann gäbe es Möglichkeiten, die geplanten Mittel bereitzustellen.

Einen weiteren Weg sieht sie in der Streichung klimaschädlicher Subventionen. Nach einer Liste des Umweltbundesamts würde die Abschaffung von 41 staatlichen Förderungen etwa für Dienstwagen, Diesel oder Flugreisen, mehr als 60 Milliarden Euro bringen. Allerdings ist aus rechtlichen Gründen nur die Hälfte kurzfristig streichbar. Das Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch entschieden, dass die Regierung Kreditermächtigungen in Höhe von 60 Milliarden Euro nicht in den Klima- und Transformationsfonds verschieben darf.

„Das war ein schwarzer Tag für den Klimaschutz“, sagte Kemfert. Der Fonds ist das zentrale Instrument der Regierung für Klimaschutzprojekte. Mit seinen Mitteln sollen etwa Maßnahmen für mehr Energieeffizienz oder den Ausbau der Ladeinfrastruktur finanziert werden. Bis 2027 wollte die Regierung dafür rund 216 Milliarden Euro ausgeben, davon fehlt nun mehr als ein Viertel.

Auch die Auszahlung eines Klimageldes an die Bürger war im Koalitionsvertrag vorgesehen.


Foto: Claudia Kemfert (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Bundestag stuft Georgien und Moldau als sichere Herkunftsländer ein

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundestag hat am Donnerstag Georgien und Moldau als sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“ eingestuft. Für die Änderung stimmten die Abgeordneten der Fraktionen der Ampelkoalition, der Union und der AfD. Gegen die Einstufung stimmte die Linksfraktion.

Damit müssen Asylsuchende aus diesen Ländern deutlicher nachweisen, dass ihnen in ihrem Land Verfolgung droht, Rechtsbehelfsfristen sind verkürzt. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) begrüßte den Beschluss. „Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Begrenzung irregulärer Migration“, sagte sie. „Mehr als jeder zehnte abgelehnte Asylantrag kommt aus Georgien und Moldau, die Anerkennungsquote liegt bei unter 0,3 Prozent.“

In beiden Staaten drohe ihrer Ansicht nach „in aller Regel“ keine politische Verfolgung. Durch die Bestimmung als sichere Herkunftsstaaten könnten die Asylverfahren stark beschleunigt und Kommunen und Gerichte entlastet werden, so Faeser. „Außerdem wollen wir mit Georgien und Moldau jetzt Migrationsvereinbarungen schließen, um qualifizierte Zuwanderung von Arbeitskräften zu ermöglichen und damit Anreize dafür zu schaffen, dass georgische und moldauische Staatsbürger künftig keine aussichtslosen Asylanträge in Deutschland stellen.“ Ihr Parteikollege Helge Lindh verwies in der Bundestagsdebatte darauf, dass man in anderen europäischen Staaten sehen könne, dass die Zahl der Schutzsuchenden nach der Anerkennung als „sicheres Herkunftsland“ zurückgehe.

Man müsse darüber hinaus jedoch die Situation von LGBTQI-Personen und Roma in Georgien und Moldau sehen. Es seien zudem noch weitere Schritte in allen Verfahren notwendig, um vulnerable Personen besser zu schützen. Der Unionsfraktion geht der Beschluss nicht weit genug. Detlef Seif (CDU) forderte, auch Algerien, Marokko und Tunesien zu sicheren Herkunftsstaaten zu erklären.

„Die Union verlangt seit Langem, dass alle Länder, die die Voraussetzung erfüllen, sichere Herkunftsstaaten zu werden, auch als solche eingestuft werden“, so Seif. Filiz Polat (Grüne) äußerte hingegen grundsätzliche Bedenken an dem rechtlichen Konstrukt. „Schon Ende 2018 warnte das Deutsche Institut für Menschenrechte zutreffend, das Konzept sicherer Herkunftsstaaten sei `grundsätzlich rechtsstaatlich problematisch`, da es einer individuellen und unvoreingenommenen Prüfung des Schutzgesuchs zuwiderlaufe“, so Polat. „Bekanntermaßen teilen Grüne diese Auffassung, das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten halten wir für grundsätzlich falsch.“

Sie verwies zudem auf die Bedenken in der Stellungnahme des Lesben- und Schwulenverbandes und der gemeinsame Stellungnahme der Kirchen. Darüber hinaus sei zu berücksichtigen, dass Regierungen von Georgien und Moldau keine Kontrolle über Teile ihrer ausüben. Die Grünenpolitikerin plädierte für eine regelmäßige Kontrolle der Einstufung. Stefan Keuter (AfD) stellte in seiner Rede das Recht auf Asyl für sexuelle Minderheiten in Frage, sprach sich für „konsequente Remigration“ aus und nannte Moldau „Drehscheibe des internationalen Waffenhandels“.

Stephan Thomae (FDP) sieht in der Ernennung weiterer sicherer Herkunftsstaaten einen „Baustein“ der Migrationspolitik der Ampelregierung. Man habe das Ziel, „irreguläre Migration zu beschränken, zu reduzieren, zu begrenzen, und die reguläre Einwanderung in den Arbeitsmarkt leichter zu machen“. Clara Bünger (Linke) kritisierte die Einstufung als „unverantwortlich“. „Die Wahrheit ist, dass in Moldau Romja systematisch diskriminiert, ausgegrenzt und angegriffen werden“, sagte Bünger.

„In Georgien hat sich die Situation vieler Menschen zuletzt deutlich verschlechtert. Ähnliches gilt für Journalisten und Kulturschaffende. Die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Sicherheit für alle Menschen im gesamten Land ist damit schlicht und einfach nicht garantiert.“


Foto: Bundestag (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Gysi will stärkeren Einsatz der Linkspartei in Ostdeutschland

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der langjährige Linkenabgeordnete Gregor Gysi fordert von seiner Partei einen stärkeren Einsatz in Ostdeutschland. „Wir haben den Osten vernachlässigt, nachdem wir uns mit der WASG vereinigt haben“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe).

„Wir dachten, jetzt ist unsere Stunde in Bayern und Nordrhein-Westfalen gekommen.“ Er habe das kritisch gesehen und auch gesagt, jedoch nicht laut genug. „Wir haben der AfD dort Freiräume gegeben, die wir ihr nie hätten geben dürfen. Das rückgängig zu machen, ist nicht so leicht.“

Mit Blick auf die Krise seiner Partei nach dem Dauerstreit mit Sahra Wagenknecht und deren jüngster Ankündigung, eine eigene Partei zu gründen, sagte Gysi, er denke „jetzt in erster Linie vorwärts“. Nach der Fraktionsauflösung gehe es darum, im Bundestag so schnell wie möglich eine Gruppe zu bekommen und die Rechte als Gruppe wahrzunehmen. „Wir müssen uns fokussieren, eine Partei in der Krise kann sich nicht um tausend kleine Dinge kümmern.“ Die Rettung könne gelingen, wenn sich die Partei auf fünf Fragen konzentriere – reale Friedenspolitik, mehr soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit in sozialer Verantwortung, die Gleichstellung von Frau und Mann sowie die Gleichstellung von Osten und Westen.

Auch Denunziation und Selbstbeschäftigung müssten aufhören, sagte Gysi. „Dann können wir die Krise 2025 überwinden, und ziehen mit fünf Prozent oder mehr in den Bundestag ein.“ Es gehe dabei nicht nur um die Partei, sondern um die Gesellschaft. „Wenn linke Denkanstöße in der Diskussion fehlen, dann verarmt sie.“

Es müsse eine Partei geben, die an die soziale Frage, die Flüchtlingsfrage und weitere anders herangehe als alle anderen. „Das ist das Wichtige an der Opposition, man kann den Zeitgeist verändern. Das ist unsere Aufgabe. Deshalb will ich die Partei retten. Klar ist aber auch: Das ist die letzte Krise der Linkspartei, um die auch ich mich kümmere.“

In der Migrationspolitik stellte sich Gysi gegen eine Beschränkung auf Kontingente. „Obergrenzen, wie sie jetzt wieder diskutiert werden, funktionieren nicht.“ Man müsse die Fluchtursachen beseitigen.

„Und wenn es – hoffentlich bald – einen Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland gibt, bin ich dafür, dass die meisten Ukrainer zurückkehren, um ihr Land wiederaufzubauen.“


Foto: Gregor Gysi am 16.11.2023, über dts Nachrichtenagentur

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Schätzl sieht nach Glyphosat-Zulassung Özdemir am Zug

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Glyphosat-Entscheidung der EU-Kommission sieht die SPD-Fraktion Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) am Zug. „Entscheidend ist nun, welchen Umsetzungsvorschlag das Landwirtschaftsministerium unter Berücksichtigung aus den Vorgaben der EU-Kommission und aus dem Koalitionsvertrag vorlegen wird“, sagte Johannes Schätzl (SPD), Abgeordneter im Landwirtschaftsausschuss des Bundestags, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitagausgaben).

„Klar ist, dass der Einsatz von Glyphosat zumindest im privaten Haus- und Gartenbereich sowie auf Allgemeinflächen wie Kinderspielplätzen und Parks verboten bleibt. Diese bisher in Deutschland geltenden Regeln werden durch die Entscheidung nicht beeinflusst. Ein schonender Einsatz in der Landwirtschaft ist darüber hinaus ohne Alternativen erforderlich.“ Die Ampel hat in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass das Totalherbizid Glyphosat nur noch bis Ende 2023 zum Einsatz kommen soll.

Die Entscheidung aus Brüssel dürfte dieses Vorhaben erschweren. „Ich begrüße die Entscheidung der EU-Kommission. Sie gibt deutschen Landwirten Rechtssicherheit auch über 2023 hinaus, um Glyphosat weiterhin für die minimale Bodenbearbeitung zu nutzen“, sagte Max Straubinger (CSU), ebenfalls Mitglied des Landwirtschaftsausschusses. „Ein Verbot auf nationaler Ebene lässt sich vor dem Hintergrund dieser Entscheidung nicht durchsetzen.“

Auf EU-Ebene habe sich Deutschland „mit der Enthaltung einmal mehr blamiert und die Bundesregierung ihre Uneinigkeit gezeigt“, so Straubinger.


Foto: Johannes Schätzl (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Investorenumfrage von Montana Capital Partners: Private Equity in Zeiten des Konjunkturrückgangs

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Montana Capital Partners
Foto von Marco Wulff (Bildquelle: Montana Capital Partners)
  • Ausschüttungen aus Private Equity-Investitionen sind gesunken, und der Bedarf an Liquidität wird zum Hauptgrund für Verkäufe auf dem Sekundärmarkt
  • Fundraising-Umfeld bleibt auch in 2024 herausfordernd
  • Secondaries-Allokation wird voraussichtlich steigen mit robuster Nachfrage für LP-geführte und Multi-Asset GP-geführte Transaktionen

Montana Capital Partners („mcp“) hat seine 11. jährliche Investorenumfrage mit dem Titel „Private Equity im Rampenlicht – wie führende Investoren durch den Konjunkturrückgang navigieren“ veröffentlicht. Diese untersucht aktuelle Anlagestrategien und Präferenzen globaler Private Equity-Investoren, darunter Family Offices, Stiftungen und große institutionelle Anleger.

Trotz des schwierigen Marktumfelds zeigt die Studie, dass das Interesse der Anleger an Private Equity weiterhin wächst. So investieren 84 % der Family Offices und 41 % der institutionellen Anleger mehr als 10 % ihres Portfolios in diese Anlageklasse. 2022 waren es 81 % bzw. 39 %, was vor allem auf die anhaltende Outperformance gegenüber anderen Anlageklassen zurückzuführen ist.

Gleichzeitig sind die Ausschüttungen in den Private Equity-Portfolios deutlich zurückgegangen: Zwei Drittel der Befragten erhielten 2023 geringere Ausschüttungen als erwartet, ein Drittel gab sogar an, dass die Einbußen signifikant waren. Diese Entwicklung dürfte sich auch 2024 fortsetzen, denn 44 % der Befragten erwarten geringere Ausschüttungen als ursprünglich angenommen. Erwartungsgemäß ist der Liquiditätsbedarf   nunmehr der wichtigste Beweggrund für einen Verkauf auf dem Sekundärmarkt.

Die Performance von Private Equity ist weitgehend stabil geblieben: 78 % der Investoren melden für 2023 bisher eine positive oder neutrale Performance, was die Attraktivität der Anlageklasse unterstreicht. Allerdings ist die Zahl der Investoren, die in den kommenden zwölf Monaten mit einem Rückgang ihrer gesamten Private Equity-Allokation rechnen, gestiegen, wenn auch von einem niedrigen Niveau aus (9 % der Investoren gegenüber 3 % im Vorjahr). Dies deutet darauf hin, dass die Rahmenbedingungen für das Fundraising auch im Jahr 2024 herausfordernd bleiben dürften.

Mid-Market Buyouts und Secondaries, die von 75 % bzw. 66 % der Investoren favorisiert wurden, bleiben die beiden wichtigsten Strategien. Entsprechend ist mit einem Anstieg der Secondaries-Allokation zu rechnen: 85 % der Befragten planen, die Allokation in Secondaries beizubehalten, zu erhöhen oder erstmals vorzunehmen. Die bevorzugten Transaktionsarten sind LP-geführte Transaktionen im kleinen und mittleren Marktsegment (37 %) und Multi-Asset GP-geführte Transaktionen (24 %).

„Investoren bevorzugen nach wie vor Anlagestrategien, die sich in Zeiten konjunktureller Abschwünge und hoher Zinsen als besonders stabil erwiesen haben“, so Marco Wulff, Managing Partner und CEO bei mcp. „Die Bedeutung von Sekundärmarkt-Strategien wird weiter zunehmen, da Investoren auf der Suche nach Stabilität, Performance und frühzeitiger Liquidität sind.“

Auf Sektorebene bevorzugen Investoren nach wie vor Software & Technologie, das Gesundheitswesen und Unternehmensdienstleistungen. 68 %, 64 % bzw. 45 % der Investoren stufen diese Sektoren mit den attraktivsten Risiko-Rendite-Profilen ein, verglichen mit 52 %, 64 % bzw. 44 % im Jahr 2022. Dies spiegelt eine vorsichtige Vorgehensweise in Bezug auf das derzeitige makroökonomische Umfeld wider und steht im Einklang mit den Befürchtungen hinsichtlich einer möglichen Konjunkturabschwächung in den nächsten 12 Monaten.

Eduard Lemle, Managing Partner und CIO bei mcp, kommentiert: „Private Equity hat im Jahr 2023 einen Rückgang der Deal- und Fundraising-Aktivitäten gesehen, ist aber in puncto Performance widerstandsfähig geblieben. Der Rückgang der Ausschüttungen stellt eine sehr attraktive Gelegenheit für Secondaries-Käufer dar, und wir beobachten derzeit einen robusten Transaktionsfluss sowohl von Seiten der LPs als auch der GPs.“

Investorenumfrage von Montana Capital Partners: Private Equity in Zeiten des Konjunkturrückgangs

Foto von Marco Wulff (Bildquelle: Montana Capital Partners)

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