Mittwoch, Februar 18, 2026
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Habeck: "Klare Einigung" auf Schulden-Aufnahme für Fluthilfe

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) hat deutlich gemacht, dass die Aussetzung der Schuldenbremse im kommenden Jahr zur Finanzierung der Fluthilfen im Ahrtal aus seiner Sicht feststeht. „Es ist die klare Einigung, dass wir die 2,7 Milliarden Euro für das Ahrtal durch Kredite bereitstellen“, sagte Habeck dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe).

Der Beschluss ist Teil der Haushaltseinigung zwischen Kanzler Olaf Scholz (SPD), Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Habeck. Lindner allerdings hatte betont, es handle sich bloß um einen Prüfauftrag, ob für die Fluthilfen überhaupt eine Notlage im Sinne der Schuldenbremse erklärt werden darf. Habeck sagte nun, natürlich müsse man das sauber begründen und in diesem Sinne prüfen. Auf die Frage aber, ob diese Prüfung auch negativ ausfallen könnte und dann erneute Haushaltsverhandlungen anstünden, machte er klar: „Das wird nicht nötig sein.“

Aus Sicht von Habeck gibt es auch eine klare Absprache, wann die Ampelregierung im kommenden Jahr eine weitere Notlage für die Finanzierung der Ukraine-Hilfen erklären würde. „Sollten wir die Hilfen in einer Milliarden-Größenordnung ausweiten müssen, müssen wir auch diese Notlage beschließen.“ Denn noch mehr aus dem Haushalt sei für die Finanzierung nicht möglich. Scholz, Habeck und Lindner hatten vereinbart, eine Ukraine-Notlage im Laufe des kommenden Jahres zu prüfen, was dem Bund deutlich mehr Schulden ermöglichen würde.

Der Bundeswirtschaftsminister erklärte: „Ich verstehe es nicht nur als Frage der Sicherheit, sondern auch der Ehre, dass wir nach all den pathetischen Worten der Ukraine verlässlich helfen.“ Die Situation sei extrem ernst. Putin verheize seine Soldaten in einer fürchterlichen Brutalität – zigtausende seien gefallen: „Der `Fleischwolf` ist da wörtlich zu verstehen.“


Foto: Robert Habeck am 14.12.2023, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Buschmann will Anlegerklagen straffen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das 2005 geschaffene Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) läuft Mitte kommenden Jahres aus und soll nun vereinfacht werden. Das zuständige Bundesjustizministerium von Marco Buschmann (FDP) hat am Montag den Referentenentwurf für die Reform und die Entfristung des Gesetzes in die Ressortabstimmung gegeben, berichtet das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe).

Im Entwurf heißt es, das KapMuG könne die ihm zugedachte Funktion „bisher nicht ausreichend erfüllen“. Grund dafür sei, dass sich das mehrstufige Verfahren in der Praxis als „deutlich zu kompliziert und langwierig“ erwiesen habe. Künftig soll das Prozedere gestrafft und vereinfacht werden. Die Gerichtsakten für solche Musterverfahren sollen nicht erst 2026, sondern schon Anfang 2025 digitalisiert werden.

Wenn viele Investoren wegen vermeintlich falscher, irreführender oder unterlassener öffentlicher Kapitalmarktinformationen, etwa in Jahresabschlüssen oder Börsenprospekten vor Gericht ziehen, dann kann ein Musterverfahren eingeleitet werden. Doch es gab zunehmend Kritik an den umständlichen Massenklagen. Im Referentenentwurf heißt es: „Bis zum Beginn des eigentlichen Musterverfahrens vor dem Oberlandesgericht vergeht unter anderem wegen gesetzlich vorgesehener Mindestfristen und der Vielzahl der Beteiligten regelmäßig mehr als ein Jahr.“ Künftig soll sich das Landgericht sofort an das OLG wenden, wenn in mindestens zehn individuellen Schadensersatzprozessen Musterverfahrensanträge gestellt werden.

Dieses formuliert dann selbstständig die zu klärenden rechtlichen Fragen – die „Feststellungsziele“ – und nimmt dann die inhaltliche Entscheidung vor, was den Ablauf effektiver und schneller machen soll. Auch die Zahl der Verfahrensbeteiligten soll reduziert werden. Künftig soll es ein „Opt-in-Modell“ geben: Es ist nur Beteiligter, der vom Oberlandesgericht in seinen Eröffnungsbeschluss einbezogen wird.


Foto: Marco Buschmann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Debatte um Wehrpflicht: Militärexperte lobt Pistorius-Vorschlag

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Militärexperte Carlo Masala hat das von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ins Gespräch gebrachte „schwedische Modell“ für eine Wiedereinsetzung der Wehrpflicht gelobt. „Das schwedische Modell ist meines Erachtens der einzig gangbare Weg, wenn man über die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht redet“, sagte Masala ntv.

„Alle Männer und Frauen erhalten ein Schreiben der Bundeswehr“, beschreibt Masala, wie Deutschland künftig vorgehen könnte. Mit einer Pflicht zur Musterung würden „bei allen Denkprozesse angestoßen, auch bei jenen, die sich derzeit überhaupt nicht mit der Bundeswehr beschäftigen müssen“. Denkbar wäre, die 25.000 „Besten und Willigsten“ zur Bundeswehr einzuziehen. „Von diesen 25.000 Wehrdienstleistenden entscheidet sich vielleicht ein Drittel, länger in der Bundeswehr zu bleiben. Damit wären die Personalprobleme der Truppe durchaus gelöst.“

Den Einwand, es handele sich um ein Zwangsmodell, wies der Politikwissenschaftler der Universität der Bundeswehr zurück. „Dieses Argument geht am schwedischen Modell vorbei. Denn es basiert ja auf Freiwilligkeit. Der Zwang bezieht sich nur auf die Musterung. Von den Gemusterten wird dann abgefragt, wer will und wer nicht will. Wer nicht will, ist automatisch draußen.“

Eine Rückkehr zur klassischen Wehrpflicht, die jeweils einen kompletten Jahrgang erfassen würde, lehnte Masala ab: Die dazu notwendigen Strukturen seien nicht mehr vorhanden.

„Diese Strukturen wieder aufzubauen, würde so viel Geld kosten, dass ich den dafür nötigen gesellschaftlichen Konsens nicht sehe. Auch nicht die Zustimmung des Bundestages.“


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Mützenich sieht Belastungsprobe für Ampel-Koalition

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich sieht angesichts des FDP-Vetos gegen die zuvor von den Koalitionsspitzen vereinbarte Streichung von Subventionen für die Landwirte eine schwere Belastungsprobe für die Ampelkoalition. Die SPD habe in schwieriger Zeit Regierungsverantwortung übernommen, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagsausgaben).

„Wir erwarten, dass auch andere bereit sind, ihren Teil zu einer guten Regierungsführung beizutragen. In diesen Tagen vermisse ich eine solche Haltung“, warnte er vor einem Infragestellen der Regierungsfähigkeit. Laut FDP-Fraktionschef Christian Dürr sind die Sparbeschlüsse für die Landwirte, die Kanzler Olaf Scholz (SPD) mit Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ausgehandelt hatte, so nicht zustimmungsfähig. Auch Agrarminister Cem Özdemir (Grüne) stemmt sich gegen die Pläne, die die Landwirte in Deutschland mit knapp einer Milliarde Euro zusätzlich belasten könnte – am Montag demonstrierten sie in großer Zahl mit Traktoren vor dem Brandenburger Tor.

Man werde sich mit den Koalitionspartnern in den kommenden Wochen zusammensetzen und prüfen, „ob die Vorschläge der Regierung zur Konsolidierung des Haushalts nachvollziehbar, gerecht und effektiv sind“, sagte Mützenich. „Wenn bereits heute einzelne Vorschläge gänzlich infrage gestellt werden, dann verlange ich konkrete Alternativen aus dem jeweiligen Verantwortungsbereich, um für das kommende Jahr einen soliden Haushalt auf den Weg zu bringen.“ Er sagte zudem, dass für die umfänglichen und notwendigen Hilfen zugunsten der Ukraine auch andere Instrumente in der Verfassung zur Verfügung gestanden hätten. Damit spielte er auf eine Notlage auch im kommenden Jahr und eine erneute Aussetzung der Schuldenbremse an, was die FDP aber bisher abblockt.

„Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat uns in einem Übermaß Entscheidungen abverlangt, die sonst nicht hätten getroffen werden müssen.“ Die SPD habe auf ihren Bundesparteitag aufgezeigt, „wie die Kraft unseres Landes durch eine bessere Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums gestärkt werden könnte. Dafür haben wir derzeit aber weder in der Koalition noch im Parlament eine Mehrheit.“ Das sei bedauerlich.

„In dieser Situation bleibt uns keine andere Möglichkeit, als im Rahmen des gegenwärtigen Haushalts nach Lösungen zu suchen.“ Deutschland befinde sich, wie andere Länder auch, in einem epochalen Umbruch. Dass hieraus Probleme und Verteilungskämpfe erwüchsen, könne niemanden verwundern. Zudem stehe mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine die Ordnung in Europa vor ihrer schwersten Bewährungsprobe seit dem Ende des Kalten Krieges.


Foto: Rolf Mützenich am 14.12.2023, via dts Nachrichtenagentur

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Nordrhein-Westfalen erlässt Abschiebestopp für Jesiden

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Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat einen sofortigen Abschiebestopp für Angehörige der jesidischen Minderheit im Irak erlassen. Auslöser sei die schwierige menschenrechtliche Situation für Angehörige dieser Gruppe in dem Land, berichtet die „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ (Dienstagsausgabe).

Grundlage ist ein Erlass des zuständigen Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration. Das Land Nordrhein-Westfalen stehe damit weiter zu seiner humanitären Verantwortung, Menschen, denen in ihrer Heimat Tod und Verfolgung droht, Schutz zu gewähren, teilte das Ministerium auf NRZ-Anfrage mit. Der Abschiebestopp gilt ab sofort für drei Monate mit der Option, ihn einmal landesseitig um drei Monate zu verlängern. Der Bundestag hat im Januar 2023 einen einstimmigen Beschluss gefasst, der den Genozid an den Jesiden und die schweren Verbrechen des IS anerkennt.

Bislang hat das Bundesinnenministerium daraus aber keinen besonderen Schutzstatus für diese Gruppe abgeleitet. Das kritisiert Fluchtministerin Josefine Paul (Grüne): „Ich habe mich mehrfach und über einen längeren Zeitraum beim zuständigen Bundesinnenministerium für einen bundesweiten Abschiebestopp eingesetzt. Leider bisher erfolglos. Aus der verheerenden menschenrechtlichen Situation, insbesondere für Frauen und Kinder, zieht Ministerin Faeser aber leider keine Schlüsse und zeigt sich untätig.“


Foto: Jesiden-Protest (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Conference-League-Auslosung: Frankfurt spielt gegen Saint-Gilloise

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Nyon (dts Nachrichtenagentur) – In den Play-offs der Conference League trifft Eintracht Frankfurt auf Union Saint-Gilloise aus Belgien. Das ergab die Auslosung am Montag in Nyon.

In den Play-offs spielen die Gruppenzweiten der Conference League gegen die jeweiligen Drittplatzierten der Europa-League-Gruppenphase um den Einzug ins Achtelfinale. Dort sind die Gruppensieger bereits gesetzt. Die weiteren Ergebnisse der Auslosung von Montag: Sturm Graz – Slovan Bratislava, Servette Genf – Ludogorez Rasgrad, Real Betis Sevilla – Dinamo Zagreb, Olympiakos Piräus – Ferencvaros Budapest, Ajax Amsterdam – FK Bodö/Glimt, Molde FK – Legia Warschau und Maccabi Haifa – KAA Gent. Die Hinspiele finden am 15. Februar 2024 statt, die Rückspiele werden am 22. Februar ausgetragen.

Das Finale wird am 29. Mai in der Athener AEK-Arena gespielt.


Foto: Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Galeristin und Fotokünstlerin Livia Lisboa stellt Künstlerin Afsaneh Nagy in ihrer Galerie vor

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Livia Lisboa

Ein letztes künstlerisches Zusammenkommen 2023
Galeris(n und Fotokünstlerin Livia Lisboa stellt Künstlerin Afsaneh Nagy in ihrer Galerie vor

Kurz vor Weihnachten ändern sich noch einmal die Kunstwerke in der Livia Lisboa Fotokunst Galerie. Am Donnerstagabend lud die Galeristin und Fotokünstlerin Livia Lisboa zur letzten Vernissage des Jahres ein. In einer weiteren Sonderausstellung präsentiert Künstlerin Afsaneh Nagy ihre aussagekräftigen und imposanten Werke in „SELECTION“ vor rund 100 Gästen, darunter der ehemalige Fußballprofi Bruno Labbadia und Sohn Luca Labbadia, Musiker Dú Maroc, Star-Visagistin Alicja Lisiak, Innenausstaterin Susanne Korden, Charity-Lady Cornelia von Wülfing.

In ihrer Fotokunstgalerie in den Hamburger Stadthöfen veranschaulicht die gebürtige Brasilianerin Livia Lisboa nicht nur ihre eigene Fotokunst, in der sie sich ihrer Heimat, der Natur und der Architektur widmet, sondern unterstützt auch junge Künstler:innen, neue Talente und begabte Fotograf:innen. Dabei wählt sie die Fotokünstler:innen sorgfältig unter einer Vielzahl von Bewerber:innen aus und gibt diesen die Möglichkeit, ihre Werke für einen bestimmten Zeitraum der Öffentlichkeit zu zeigen. In die Liste bisheriger Künstler:innen reiht sich unter anderem Uli Lion, zuletzt Luca Labbadia und Frank Linke, aber auch Schauspielerin Jenny Jürgens mit ein.

Mit einer letzten Vernissage verabschiedet sich die Galeristin und Fotokünstlerin Livia Lisboa von einem erfolgreichen Jahr. 2023 war die Livia Lisboa Fotokunst Galerie vor allem ein Ort, an dem die verschiedensten Kunstformen, talentierte Künstler:innen und prominente Gäste aufeinander trafen. Sieben Vernissagen veranstaltete Livia Lisboa in diesem Jahr, zwei davon mit ihren eigenen Werken aus den Serien „Wishful Minds“ und „Hamburg im Blick“. Aber auch eine Pop-Up-Sonderausstellung auf einer zweiten Fläche im Bleichenhof der Stadthöfe, bei der acht verschiedene Künstler:innen ihre Kunst vorstellten und fünf Sonderausstellungen mit der Kunst neuer Talente, ließen die Galerie in einem einzigartigen und farbenfrohen Glanz erstrahlen.

Zur letzten Sonderausstellung präsentiert Livia Lisboa ihrem kunstinteressierten Publikum die Künstlerin Afsaneh Nagy. Nach ihrer internationalen Modelkarriere tauschte die deutsch-persische Künstlerin ihren Platz vor der Kamera mit dem hinter der Linse ein und widmete sich seither ihrer Passion zur Fotografie. In ihrer modernen Auffassung klassischer Fotografie vereint sie ihre Liebe zu Form, Farbe und dreidimensionaler Bewegung mit dem schnelllebigen urbanen Lebensstil, von dem sie sich inspirieren lässt. Durch die Gegenüberstellung von fotografischen Techniken und verschiedenen anderen Kunstmedien komponiert sie Werke, die vor Leben und emotionaler Tiefe strotzen und den Betrachter dazu verleiten, eine neue Welt voller Lebendigkeit, Leidenschaft und Anmut zu entdecken. „Das Erfolgsrezept für die Entstehung schöner Bilder ist die Kombination

Zur Vernissage der Ausstellung „SELECTION“ am Donnerstagabend kamen rund 100 Gäste in der Livia Lisboa Fotokunst Galerie zusammen, um das Jahr bei eindrucksvoller Kunst und tiefgründigen Gesprächen ausklingen zu lassen und dem Weihnachtsstress in der Großstadt zu en8liehen. Die Werke der Künstlerin reichten dabei von ausdrucksstarken farbgewaltigen Werken hin zu intensiven Schwarz-Weiß Fotografien mit viel Interpretationsspielraum. Die Gäste, unter anderem der ehemalige Fußballprofi Bruno Labbadia und Sohn Luca Labbadia, Musiker Dú Maroc, Star-Visagistin Alicja Lisiak waren begeistert von Afsaneh Nagys Fotografien und freuen sich über neue Kunstwerke, die nun ihre privaten Wände schmücken.

„2023 war ein intensives Jahr. Wenn ich zurückblicke, bin ich erstaunt, wie viel wir in diesem Jahr geschah haben – und wie erfolgreich wir waren. Denn nicht nur die Marke Livia Lisboa Fotokunst Galerie wächst mit neuen Künstler:innen, sondern auch ich entwickle mich als Galerist und bin umso mo&vierter für das neue Jahr. Denn 2024 starten wir auch international durch – nicht nur mit Künstler:innen aus anderen Ländern, auch meine Werke werden neue Kontinente erobern“, sagt die Galeristin Livia Lisboa am Abend.

Die Kunstinteressierten wurden mit kühlen Drinks und Köstlichkeiten von KM-Catering versorgt. „SELECTION“ von Afsaneh Nagy ist noch bis zum 03. Februar 2024 in der Livia Lisboa Fotokunst Galerie im Palaishof der Stadthöfe zu sehen.

Weitere Informationen unter www.lisboa-fotokunst.de.
Livia Lisboa Fotokunst Galerie
Neuer Wall 86 20354 Hamburg
Mo – Sa, 11 – 18 Uhr

Bild: Afsaneh Nagy, Livia Lisboa und Dú Maroc Copyright: Livia Lisboa Fotokunst Galerie / Wallocha

Quelle PETERSEN RELATIONS

Smart4Diagnostics strebt Investorenlösung an

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Das Münchner HealthTech Smart4Diagnostics (S4DX) hat einen Insolvenzantrag gestellt.

Das 2018 gegründete Unternehmen ist nun auf der Suche nach einem Investor, mit dem das Start-up seine Kernkompetenz im Bereich der digitalen Nachverfolgung von Laborproben, der sogenannten Präanalytik, ausbauen und die Geschäftstätigkeiten auf die nächste Stufe heben kann. Um die Fortführungs- und Sanierungsmöglichkeiten zu prüfen, hat das Amtsgericht München Dr. Elske Fehl-Weileder von Schultze & Braun zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt.

Die Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht, die unter anderem am Münchner Standort der bundesweit vertretenen Kanzlei tätig ist, wird auch die Gespräche mit möglichen Investoren im Zuge des Verfahrens begleiten und steuern. „Bereits jetzt ist klar, dass eine wirtschaftliche Fortführung des Unternehmens auf lange Sicht nur mit dem Einstieg eines Investors möglich ist“, sagt die vorläufige Insolvenzverwalterin.

Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter

„Smart4Diagnostics arbeitet bereits mit rund 15 Laboren zusammen. Mit weiteren potentiellen Nutzern steht das Unternehmen bereits in Kontakt. Die große Nachfrage nach den digitalen Lösungen für die Präanalytik zeigt das immense Marktpotential, das es für Smart4Diagnostics gibt“, sagt Fehl-Weileder. Der Geschäftsbetrieb und damit der (technische) Kundenservice von Smart4Diagnostics, aber auch die Weiterentwicklung und Implementierung der Lösungen laufen im vorläufigen Verfahren unverändert weiter.

Neuer Qualitätsstandard für die medizinische Diagnostik

Mit dem digitalen System Smart.Safe.SamplesTM, welches das Team von Smart4Diagnostics entwickelt hat, können (menschliche) Blutproben von der Entnahme beim Patienten in der Arztpraxis oder einer Klinik bis zur Untersuchung im Labor digital und automatisiert nachverfolgt werden. Die Integration in die Arbeitsabläufe aller Beteiligten ermöglicht für die medizinische Diagnostik einen neuen Qualitätsstandard und eine vollständige Datenkette für jede menschliche Blutprobe.

Gemeinsam mit namhaften Partnern aus dem medizinischen Bereich ist das Unternehmen an mehreren internationalen Ausschreibungen mit einem Volumen von mehreren Millionen Euro beteiligt, bei denen jedoch erst 2024 mit den Entscheidungen zu rechnen ist. Die laufenden Kosten und die Investitionen in die Weiterentwicklung der Software kann das junge Unternehmen bis dahin nicht aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaften, weshalb nun ein Investor gesucht wird.

Gehälter des Teams bis mindestens Ende Februar gesichert

Fehl-Weileder und die Geschäftsführer haben die Mitarbeitenden von Smart4Diagnostics bereits über die aktuelle Entwicklung und die nächsten Schritte informiert. „Natürlich ist ein Insolvenzantrag per se keine gute Nachricht, er stellt für Smart4Diagnostics aber auch eine Chance dar, den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu machen.

Das Team, das aus hochqualifizierten und -motivierten Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Bereichen und Ländern besteht, hat signalisiert, dass es dazu beitragen will. Gemeinsam wollen wir an einer Lösung arbeiten und dafür sorgen, dass die finanzielle Durststrecke überwunden werden kann“, sagt Fehl-Weileder. Die Löhne und Gehälter der 25 Mitarbeitenden sind bis Ende Februar 2024 über das sogenannte Insolvenzgeld gesichert.

„Die Geschäftsleitung hat das Verfahren frühzeitig beantragt. Dadurch bleibt uns bis Ende Februar 2024 Zeit, die bereits begonnen Gespräche mit potentiellen Investoren zum angestrebten erfolgreichen Abschluss zu führen“, sagt Fehl-Weileder. Grundsätzlich gilt: Wer Interesse hat, bei Smart4Diagnostics einzusteigen, kann sich gerne bei Frau Fehl-Weileder melden.

Bild: Dr. Elske Fehl-Weileder von Schultze & Braun, die vorläufige Insolvenzverwalterin des Münchner HealthTech-Start Ups Smart4Diagnostics – Bildquelle: Schultze & Braun

Quelle Schultze & Braun GmbH & Co. KG

Mondu blickt auf die Trends von Technik und Markt in 2024

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mondu

Malte Huffmann, CEO und Co-Gründer des jungen Berliner FinTechs Mondu, blickt auf das kommende Jahr:

“Wir erwarten, dass im Jahr 2024 mehr Unternehmen in die Verbesserung des B2B-Zahlungsverkehrs für ihre Kunden investieren werden. 2024 wird ein großes Jahr für Buy Now, Pay Later für B2B – es hat in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen, und wir werden sehen, dass mehr Unternehmen BNPL in einem geschäftlichen Kontext nutzen und anbieten wollen. Angesichts der hohen Inflation und des schwierigen Marktes kann BNPL im B2B-Bereich enorme Vorteile für Unternehmen bieten – von einem verbesserten Cashflow bis hin zu einer erfolgreicheren Kundenakquise.

Wir gehen auch davon aus, dass Embedded Finance im Jahr 2024 weiter an Popularität gewinnen wird. Laut Bain & Company wird sich der Markt für eingebettete Finanztransaktionen bis 2026 auf 7 Billionen US-Dollar mehr als verdoppeln, und die Finanzinstitute müssen sich beeilen, um mitzuhalten. Immer mehr Unternehmen werden Zahlungen in die Software oder Plattform einbetten, die sie zur Abwicklung ihrer Geschäfte nutzen – das bedeutet: keine Weiterleitung zu verschiedenen Anbietern. Da immer mehr Geschäftskunden die gleiche Benutzerführung wie Verbraucher erwarten, werden nahtlose Erlebnisse für den weiteren Erfolg entscheidend sein.

Künstliche Intelligenz (KI) ist das Thema des Jahres 2023, und wir werden sehen, dass sich dies auch 2024 und darüber hinaus fortsetzen wird. Da KI-Tools immer wirksamer und ausgefeilter werden, gehen wir davon aus, dass Unternehmen aller Größenordnungen nicht nur mehr in KI investieren, sondern auch prüfen werden, wie KI in die Customer Journey eingebettet werden kann.

Da alle Customer Journeys zum gewünschten Verkaufsergebnis führen, wird die Verbindung zwischen KI und Zahlungen für Unternehmen von zentraler Bedeutung sein. Es wird erwartet, dass 2024 mehr Unternehmen untersuchen werden, wie sie diese neuen Technologien nutzen können, um ihre B2B-Zahlungsprozesse zu verbessern, und wie KI zur Automatisierung der Zahlungsabwicklung und Betrugserkennung eingesetzt werden kann.

KI wird aber auch ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung von Echtzeit-Zahlungen (Real-Time Payments, RTP) im nächsten Jahr sein. In der heutigen Geschäftswelt erwarten Kunden ein B2C-ähnliches Kauferlebnis – eine nahtlose Transaktion ohne Verzögerungen. Diese sofortige Transaktionsmöglichkeit ist notwendig, damit die Kunden weiter einkaufen und nicht zur Konkurrenz wechseln. Daher werden Echtzeitzahlungen für B2B-Händler immer dringlicher.”

Bild Malte Huffmann Mondu

Quelle Spartapr

Effizient und nachhaltig

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myflexbox Effizient und nachhaltig myflexbox erleichtert Retouren in Deutschland und Österreich myflexbox / Marco Riebler

myflexbox erleichtert Retouren in Deutschland und Österreich

Die diesjährige Weihnachtssaison bringt nicht nur festliche Stimmung, sondern auch ein erhebliches Ansteigen des Paketvolumens mit sich. In diesem Zusammenhang präsentiert myflexbox sein innovatives Paketstationen-Netzwerk in Deutschland und Österreich als Lösung, um die Retourenflut zu Weihnachten zu bewältigen und dabei Zeit, Stress und Ressourcen zu sparen.

Der Onlinehandel boomt, und damit einhergehend steigt auch die Anzahl der zurückgesandten Pakete. Laut einer aktuellen Marktanalyse werden in Deutschland dieses Jahr zur Weihnachtszeit rund 400 Millionen Pakete verschickt. Ähnlich das Bild in Österreich: Im Dezember 2022 erwartete allein die Österreichische Post rund 19,6 Millionen Pakete. Dies schlägt sich auch in den Retouren nieder. 2021 gab es im deutschen und österreichischen Onlinehandel insgesamt fast 530 Millionen Rücksendungen mit rund 1,3 Milliarden Artikeln¹. Oder anders ausgedrückt: Fast jedes vierte Paket wird zurückgeschickt. Kund:innen stehen oft vor der Herausforderung, unerwünschte Artikel zurückzugeben, sei es aufgrund von Größenproblemen, Fehllieferungen oder anderen Gründen. myflexbox vereinfacht diesen Prozess und setzt dabei auf die Vorteile seiner vernetzten Paketstationen.

Zeitersparnis und Convenience

Die einfache und schnelle 24/7-Retourenabwicklung über die smarten Locker bietet ein hohes Maß an Flexibilität. So vermeiden Kund:innen z.B. Extra-Fahrten zu oft weiter entfernten Paketshops oder Filialen, die zudem nur an bestimmten Zeiten geöffnet haben. Auch lange Warteschlangen entfallen bei der smarten Rückgabe, die in nur wenigen Schritten an der Paketstation durchführbar und dadurch sehr benutzerfreundlich gestaltet ist. Dies trägt dazu bei, den Weihnachtsstress zu minimieren und Zeit für die wirklich wichtigen Dinge zu gewinnen.

Umweltschutz im Fokus

Neben der Bereitstellung intelligenter Infrastruktur engagiert sich myflexbox auch für die Umwelt. Durch die Nutzung der Paketstationen werden unnötige Wege vermieden, da die meisten Retouren auf den ohnehin getätigten Wegen erfolgen. Dieses Konzept, auch als
„Trip Chaining“ bekannt, führt zu einer Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks und unterstützt aktiv die Nachhaltigkeitsziele aller beteiligten Partner, wie z.B. (Online-)Handel, Paketdienste, Städte, Kommunen usw. Dass dies beim Thema Retouren wichtig ist, zeigt ein Blick auf die dadurch entstehenden Emissionen: Die in der genannten Studie¹ der Universität Bamberg befragten Handelsunternehmen gaben ihren CO₂-Fußabdruck pro retourniertem Artikel bekannt: In CO₂-Äquivalenten (CO₂e) gemessen beträgt dieser ca. 1.500 Gramm. Hochgerechnet mit der Retourenmenge in Deutschland wären dadurch im Jahr 2021 geschätzt 795.000 Tonnen CO₂e entstanden. Diese Menge entspricht 5,3 Milliarden PKW-Kilometern.

Effizientes Netzwerk erreicht weitere Meilensteine

Je höher die Netzwerkdichte, desto effizienter wird die ganze Plattform. Darum fokussiert sich myflexbox auf Wachstum: Erst kürzlich wurden weitere Meilensteine erreicht: Ein Jahr nach der Errichtung der ersten myflexbox in Deutschland sind es jetzt schon über 120, viele davon in den vier größten Städten Berlin, Hamburg, München und Köln. In Österreich wiederum ist myflexbox mit aktuell 500+ Paketstationen mittlerweile zum alleinigen Marktführer und größten Smart-Locker-Netzwerk avanciert.

Retouren-Welle: Herausforderung für den E-Commerce

Retouren sind bei vielen Onlinehändlern Teil des Geschäftsmodells. Vor allem bei Mode werden viel mehr Waren bestellt als nötig… der Rest wird einfach wieder zurückgeschickt. Zu Weihnachten intensiviert sich das Geschäft mit den Rücksendungen: Das Geschenk passt oder gefällt nicht, hat die falsche Farbe oder man hat es schon. Für viele Händler ist diese Sachlage ein zweischneidiges Schwert. Einerseits entsteht ihnen durch die hohe Retourenquote ein erheblicher Aufwand und hohe (Versand-)Kosten. So müssen die Produkte gesichtet, geprüft und wieder für den Verkauf aufbereitet werden. Andererseits wollen sie im umkämpften Markt keine Kunden durch zusätzliche Kosten verschrecken. Denn das Retourenmanagement spielt bei der Customer Journey eine entscheidende Rolle. An diesem Touchpoint wünschen sich Kund:innen eine einfache, kostenlose Handhabung mit wenig Aufwand. Wer den Retouren-Prozess dementsprechend gestaltet, kann sich über eine stärkere Kundenbindung und Wiederkehrrate freuen.

Nachhaltiger online shoppen

Vor diesem Hintergrund erscheint es aus Kundensicht überaus sinnvoll, nachhaltiger online zu shoppen und aus Händlersicht, die Retourenquote zu minimieren. Manche E-Commerce-Unternehmen gestalten z.B. ihren Check-out so, dass ihre Kund:innen dort auswählen können, einen zusätzlichen Geldbeitrag für die Umwelt zu spenden. Weitere Möglichkeiten wären z.B. exaktere Produktbeschreibungen, Optimierung von Größen-Empfehlungen, Bündeln von Bestellungen etc. Einige Unternehmen haben ihre Rückgabebedingungen verschärft, um den Missbrauch von Retouren zu verhindern. Zudem kann das Retourenmanagement nachhaltiger gestaltet werden, indem beispielsweise die Verpackung wiederverwendet wird oder die Produkte an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet werden. Dies alles kann helfen, die Anzahl der täglichen Retouren zu vermindern.

Quelle: ¹ Schätzwert der Universität Bamberg, Forschungsgruppe Retourenmanagement: European Return-o-Meter / EUROM, die erste europäische Händlerbefragung zum Retourenmanagement im E-Commerce, n=411

Bild Effizient und nachhaltig myflexbox erleichtert Retouren in Deutschland und Österreich
myflexbox / Marco Riebler

Quelle MYFLEXBOX Austria GmbH