Freitag, April 4, 2025
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Bochum-Torjäger Hofmann will Wolfsburg-Klatsche schnell abhaken

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Bochum (dts Nachrichtenagentur) – Der Top-Torjäger des VfL Bochum, Philipp Hofmann, will die 1:5-Klatsche gegen den VfL Wolfsburg vom vergangenen Samstag schnell abhaken. „Bei uns herrschte ja auch nach den Niederlagen gegen Schalke und Stuttgart so ein bisschen Weltuntergangsstimmung, danach haben wir uns dann jedes Mal wieder von unserer besseren Seite gezeigt, auch eine Niederlage wie gegen Wolfsburg wirft uns nicht um“, sagte er dem „Kicker“ (Donnerstagsausgabe).

„Nehmerqualitäten“ hätten die Bochumer schon des Öfteren bewiesen, und „ich gehe davon aus, dass wir am Freitag wieder ein ganz ekliger Gegner sind“, fügte er hinzu. Dann steht für den VfL das „kleine“ Revierderby gegen Tabellenführer Borussia Dortmund an. „Wir müssen wieder eklig sein, das haben wir ja auch schon gegen Frankfurt und Union zu Hause gezeigt, mit voller Leidenschaft, dann sind wir nicht einfach zu schlagen“, so Hofmann weiter. Mut für die entscheidenden Wochen im Abstiegskampf mache ihm die Reaktion der Fans nach dem letzten Heimspiel, sagte der Stürmer.

„Da kassierst du fünf Gegentore, lässt eine Riesenchance aus, und die Fans feiern uns trotzdem mächtig und bauen uns auf: Das war Wahnsinn, wieder mal.“ Außerdem stehe man fünf Spieltage vor dem Ende immer noch über dem Strich und habe alles in der eigenen Hand: „Das hatte uns nach unserem Fehlstart mit sechs Niederlagen keiner mehr zugetraut, und diesen Platz werden wir mit allem, was wir haben, verteidigen“, so Hofmann. Der VfL Bochum steht aktuell auf Tabellenplatz 15 mit zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Hofmann, der vor der Saison vom Karlsruher SC an die Castroper Straße gewechselt war, konnte dazu bisher acht Treffer beisteuern.


Foto: Philipp Hofmann (VfL Bochum), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Die Wiener Hotelikone überrascht ihre Gäste mit einladenden Jubiläums-Annehmlichkeiten

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Imperial Wien
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Imperial Wien feiert seinen 150. Geburtstag

Ursprünglich als Palais des Herzogs Philipp von Württemberg und seiner Gattin Erzherzogin Marie Therese erbaut, wurde die ehemalige Privatresidenz an der berühmten Ringstraße anlässlich der Wiener Weltausstellung am 28. April 1873 als Hotel Imperial feierlich eröffnet. Dieses Ereignis jährt sich heuer zum 150. Mal und gibt Anlass, den runden Geburtstag genussvoll mit allen Sinnen zu feiern.

Zum einzigartigen Jubiläum wurde mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail ein Jubiläumsmagazin kreiert. Auf einer Zeitreise durch 150 Jahre Hotel Imperial erwarten die Leser historische Highlights sowie interessante Geschichten und unnachahmliche Fotostrecken, die auf besondere Weise durch das glanzvolle Haus führen.

Auch Chef de Cuisine Werner Pichlmaier ließ sich von der imperialen Historie inspirieren und vom Archiv historische Speisekarten ausheben. Aus dieser wahren kulinarischen Fundgrube konnte er Ideen schöpfen und Inspirationen für ein delikates Jubiläumsmenü ziehen, das derzeit im Café Imperial Wien serviert wird. Er hat aus einem Potpourri von exquisiten Zutaten vier köstliche Gerichte mit historischen Wurzeln komponiert, die mit einem Twist in die Jetztzeit geholt werden. Da früher vorrangig französische Küche zubereitet wurde, ist es ein sehr frankophiles Menü mit erlesener Wiener Weinbegleitung geworden.

Neben Kulinarik vom Feinsten wird ebenso alles darangesetzt, den Gästen unvergessliche Wien-Aufenthalte in ausgezeichneter Lage vis-à-vis dem Musikverein zu bereiten und ihnen gleichzeitig die Gelegenheit zu bieten, sich vom Hotel – einem Juwel aus dem Portfolio der The Luxury Collection – verzaubern zu lassen. So sind attraktive Jubiläums-Zimmerpackages mit außergewöhnlichen Annehmlichkeiten buchbar, darunter auch zum speziellen Übernachtungspreis in Höhe des Geburtstagsalters zu ausgewählten Terminen.

Generaldirektor Mario Habicher freut sich ebenso über das besondere Ereignis und meint: „Es ist eine Ehre, dieses außergewöhnliche Jubiläumsjahr zelebrieren zu dürfen! Bei dieser Gelegenheit danke ich vielmals unseren Gästen, Medien- und Kooperationspartnern, Lieferanten und allen Mitarbeitern für ihre Treue und Loyalität sowie den Service, den sie Tag für Tag leisten. Dank ihnen gilt unser Hotel als Garant für höchste Qualität, wo sich unter anderem Gäste aus Politik, Kunst und Kultur seit jeher zuhause fühlen.“

Doch was wäre ein Geburtstag ohne Torte! Das Jubiläumsjahr wird selbstverständlich versüßt mit einer ganz speziellen Imperial Torte, die gemäß Legende anlässlich der Hoteleröffnung für Kaiser Franz Joseph I. kreiert wurde. Sie präsentiert sich vollendet mit einem anlassbedingt perfekten Schokoplättchen, und auf Wunsch begleitet von einer edlen Flasche Moët & Chandon Imperial im versandbereiten Geschenkset. Somit können auch Gourmets außerhalb Wiens jederzeit das besondere Jubiläumsjahr exquisit genießen.

In diesem Sinne: Santé auf den 150. Geburtstag!

Bild: Außenansicht Hotel Imperial (c) Matthew Shaw

Quelle : Marriott Hotel Holding GmbH

Künstliche Intelligenz im Elektrobetrieb

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Noocoon präsentiert Produktneuheit und revolutioniert Planungsprozesse im Handwerk

Noocoon präsentiert Produktneuheit und revolutioniert Planungsprozesse im Handwerk

Noocoon Expert, das mehrfach ausgezeichnete Softwareprodukt des in Rostock ansässigen Unternehmens Smart Home Team GmbH, präsentiert mit einer auf KI (Machine Learning) basierenden automatisierten Grundrisserkennung eine Produktneuheit im Handwerk. Fortan werden die Planung und die Umsetzung komplexer Elektroinstallationen drastisch verkürzt. Diese Lösung hat das Potential, Planungsprozesse im Handwerk zu revolutionieren.

Noocoon ist eine cloudbasierte, mobil einsetzbare und intuitiv zu bedienende Software, die bisherige Planungs- und Umsetzungsprozesse für zukunftsgerichtete Elektroinstallationen mit Gebäudeautomation und erneuerbaren Energietechnologien disruptiv verkürzt und vereinfacht.

Als erster Handwerksbetrieb, der selbst entwickelte KI-Software in der täglichen Praxis einsetzt, treibt Noocoon die Digitalisierung der Elektrobranche weiter voran. Über den deutschlandweiten Verkauf der Software (SaaS Modell) ermöglicht Noocoon Elektrobetrieben auf effiziente und unternehmerisch erfolgreiche Art innovative, klimaneutrale Elektroinstallationen umzusetzen. Die von einem eigenen IT-Team entwickelte Software ermöglicht es den Nutzern, komplexe Installationen in Gebäuden mit kürzestem Zeitaufwand digital zu planen.

Dr. Marten von Velsen-Zerweck, Geschäftsführer der Smart Home Team GmbH und Mitgründer von Noocoon: „Wir sind stolz, mit Noocoon Pionier im Einsatz von KI im Handwerk zu sein. Durch die Nutzung von künstlicher Intelligenz lässt sich bei Projekten extrem viel Zeit gewinnen. Kosten werden deutlich reduziert.

Die Planung eines Einfamilienhauses inklusive Smart Home System, Photovoltaikanlage, Energiespeicher und Wallbox dauert dank Noocoon nur noch eine halbe Stunde – anstatt zwei Tage. Im Hinblick auf den Fachkräftemangel und die Lieferengpässe ist die Zeitersparnis ein wichtiger Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg.“

Prof. Dr. David Linner (CTO): „Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz spielt in der Entwicklung der Noocoon Expert Software von Anfang an eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel bei der automatisierten Materialmengenplanung. Maschinelles Lernen ist elementarer Bestandteil unserer Software – ob bei der Extraktion von planungsrelevanten Informationen aus Bauzeichnungen und Grundrissen oder anderen Baudokumentationen.“

In einem Jahr soll der auf automatischer Gesichtserkennung basierende Prozess auf die wesentlichen Gewerke ausgerollt werden. In zwei Jahren sieht sich das Unternehmen mit seiner auf KI basierenden Softwarelösung als Marktführer für Projektplanung und Projekt-Durchführung aller Gewerke im Ausbau und Bauen im Bestand. Das nächste konkrete Ziel ist die Integration des Heizungsgewerkes mit dem Fokus auf Wärmepumpen.

Insgesamt wird das Handwerk und der Gebäude- bzw. Immobiliensektor durch das Ziel der Bundesregierung getrieben, bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Knapp 30 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland werden durch den Gebäudesektor verursacht. Bis 2030 sollen 40 Prozent dieser Emissionen von 120 Mio. t/CO2 auf 70 Mio. t/CO2 gesenkt werden. Um diese Ziele zu erreichen, benötigt es eine echte Revolution in den Planungs- und Umsetzungsprozessen des Handwerks. An dieser Stelle, der Digitalisierung des Handwerks mittels KI-basierter Softwaretools, positioniert sich Noocoon als wichtiger Player und relevanter Problemlöser:

„Ich bin mir sicher, dass moderne KI-gestützte Software die gesamte Handwerksbranche in den nächsten drei Jahren wesentlich verändern wird. Planungstätigkeiten und Administration nehmen heute noch einen Großteil der Zeit des Elektrikers ein. Digitalisierung bringt Effizienz: Der wesentliche Zeiteinsatz kann also wieder auf die handwerklichen Tätigkeiten konzentriert werden. Das macht das Handwerk insgesamt attraktiver. So werden wir trotz Fachkräftemangel die Umstellung auf eine dezentrale, weitgehend klimaneutrale Energieversorgung schaffen.“ so Dr. Marten von Velsen-Zerweck.

Fotocredits: Noocoon

Quelle WHY PR

KI REVOLUTIONIERT AUCH DAS VERKAUFSGESPRÄCH

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KI

Das 2017 in München gegründete Softwareunternehmen bao hat schon lange vor dem aktuellen ChatGPT-Hype einen Co-Piloten zur Echtzeitunterstützung von Verkaufsgesprächen entwickelt. Die Technologie ist bereits bei vielen renommierten Unternehmen im Einsatz und in der Lage, den Verkaufserfolg nachhaltig zu steigern. So konnte bao bereits nach kurzer Zeit die Erfolgsquote bei TeamViewer um bis zu 43% erhöhen.

Künstliche Intelligenz ist zweifellos das Trendthema des Jahres. Anwendungen wie ChatGPT werden kurz nach Markteinführung bereits von 100 Millionen Menschen genutzt. Dabei gibt uns die KI-Hinweise auf der Basis von identifizierten Mustern in einem enormen Datenbestand. Die Güte der Hinweise basiert freilich auf der Qualität der genutzten Daten.

Vertriebsgespräche mit KI in Echtzeit unterstützen

Auch bei Vertriebsgesprächen liegt ein großes Potenzial. Mit KI können in Echtzeit sämtliche Informationen zur Verfügung gestellt, die einen guten Gesprächsausgang beeinflussen. Insbesondere wiederkehrende Gesprächssituation eignen sich dafür: Die Einflussfaktoren lassen sich besser kontrollieren, und die KI identifiziert valide Erfolgsmuster. So können Gespräche auf einem konstant hohen Niveau geführt werden. Und bao hat in den letzten Jahren gezeigt, dass intelligente technologische Ansätze auch datenschutzkonform genutzt werden können – gerade in Deutschland ein sehr wichtiger Faktor.

Die Software-Lösung von bao hilft dabei, Vertriebsgespräche in Echtzeit zu unterstützen. Gesprächsdaten werden strukturiert und mithilfe von Analysefunktionen in wertvolle Insights umgewandelt. In Zeiten von disruptiven Märkten der wesentliche Schatz der Unternehmen. Unternehmen wie TeamViewer, Personio oder Conrad Electronics nutzen bao bereits und konnten als Früheinsteiger bereits die Vorteile realisieren.

Dazu Dr. Patrick Strunkmann-Meister, CEO und Gründer von bao: „Bei aller Sensibilität insbesondere für den Datenschutz freut uns die stark gewachsene Aufmerksamkeit für Ansätze wie ChatGPT sehr. Die neuen Entwicklungen sind ein wichtiger Hebel bei der Weiterentwicklung unserer Software-Lösung. Da wir uns bereits lange mit dem Einsatz von Technologie direkt im Vertriebsgespräch beschäftigen, können wir jetzt sehr schnell zusätzliche Mehrwerte für unsere Kunden erzielen.“

Der KI-basierte Co-Pilot von bao als Ergänzung und nicht als Ersatz

Gute Gespräche basieren immer auf der richtigen Verbindung zwischen den Gesprächspartnern. bao trägt dies im Namen („be as one“). Es geht nicht darum, Menschen zu ersetzen, sondern vielmehr um die Ergänzung: Verkäufer:innen bleiben als Pilot am Steuer. bao fungiert als Co-Pilot, der Verkäufer in Echtzeit mit relevanten Informationen unterstützt.

Über bao

Das 2017 in München gegründete Software-Unternehmen bao (= „be as one“) hat einen Co-Piloten für Verkaufsgespräche entwickelt. bao hilft Unternehmen dabei, ihre Verkaufsgespräche systematisch und messbar zu verbessern. Die Conversation Intelligence-Software identifiziert Erfolgsfaktoren im Vertriebsprozess und unterstützt Vertriebsteams bei der Umsetzung von Best Practices. Kunden wie TeamViewer oder Conrad Electronics nutzen bao, um strukturierte, analysierbare Daten aus Gesprächen zu generieren und ihre Vertriebsteams kontinuierlich zu verbessern.

Titelfoto: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Quelle bao Solutions

Ampelkoalition uneins über Afghanistan-Politik

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Ampelkoalition ist angesichts der humanitären Krise in Afghanistan uneins über die künftige Art und den Umfang von Hilfe für das von Taliban regierte Land. Auch eine Wiedereröffnung der deutschen Botschaft auf Arbeitsebene ist innerhalb der Koalition umstritten, berichtet „NDR Info“ nach einer Abfrage der Bundestagsfraktionen und der beteiligten Ministerien.

Demnach fordert die SPD neben Nothilfe auch eine Wiederaufnahme der Entwicklungshilfe – FDP, Grüne und das Auswärtige Amt lehnen dies derzeit ab. Sie verweisen dabei unter anderem auf das Dekret der Talibanführung, welches Frauen die Arbeit für Hilfsorganisationen verbietet. 22 deutsche Nichtregierungsorganisationen hatten im Februar in einem Brief an Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) appelliert, die humanitäre Arbeit „wieder in vollem Umfang zu ermöglichen – politisch wie finanziell“ und dem Versprechen der Bundesregierung, „die Menschen in Afghanistan nicht im Stich zu lassen“, nachzukommen. Welthungerhilfe-Geschäftsführer Mathias Mogge sagte dem NDR, die humanitäre Nothilfe gehe zwar weiter, aber mit mehr Geld der internationalen und deutschen Geber auch für Entwicklungshilfeprojekte könnte man „wesentlich mehr umsetzen“.

Aus dem Auswärtigen Amt heißt es, man habe für 2023 bislang 39 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Afghanistan zugesagt, 2022 waren es noch 330 Millionen Euro. Das Entwicklungsministerium (BMZ) finanziert derzeit nur Projekte für die Sicherung der menschlichen Grundbedürfnisse, umfassende Entwicklungsprojekte wie vor der Machtübernahme der Taliban liegen auf Eis. Der Umfang des Engagements hängt nach Angaben eines Ministeriumssprechers davon ab, „ob und inwieweit es möglich sein wird, mit Frauen für Frauen in Afghanistan tätig zu sein“. Von Hilfsorganisationen hieß es, dass in vielen Regionen Hilfe in Absprache mit den dortigen Verantwortlichen der Taliban auch mit Beteiligung von Frauen möglich sei.

„Wir haben nach wie vor den Eindruck, dass wir sicherstellen können, dass die Hilfe bei den Bedürftigsten ankommt“, sagte Mathias Mogge von der Welthungerhilfe, auch bei Frauen und Kindern, „das können wir nach wie vor garantieren“. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Gabriela Heinrich sagte dem Radiosender „NDR Info“ ausdrücklich auch mit Bezug auf Entwicklungshilfe: „Überall da, wo man mit Organisationen direkt an die Menschen kommen kann, muss man es weiter machen, muss man es weiter probieren, solange und soweit es eben geht.“ Dagegen sagte der entwicklungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Till Mansmann, auf Anfrage: „Unter den aktuellen Voraussetzungen ist Entwicklungszusammenarbeit schlicht nicht möglich und sollte ausgesetzt bleiben – auch um nicht die Politik eines menschenfeindlichen Regimes zu stützen“. Die Grünen-Abgeordnete Schahina Gambir befürwortete lediglich humanitäre Hilfe und forderte von den Taliban, das Beschäftigungsverbot für Frauen zurückzunehmen.

„Die Taliban benachteiligen so gezielt Frauen als Ziel von humanitärer Hilfe, denn allein durch männliche Mitarbeiter in den NGOs werden sie nicht erreicht. Sie verhindern so die lebensrettende Hilfe für ihre eigene Bevölkerung. Sie nehmen sie in Geiselhaft.“ Gabriela Heinrich sprach von einem Dissens in der Koalition – sie sei aber optimistisch, dass die Koalition in dieser Frage weiterkommen werde, unter anderem weil andere Länder ihre Aktivitäten in Afghanistan derzeit verstärkten.

Die Welthungerhilfe schlägt unterdessen die Wiedereröffnung der Deutschen Botschaft in Kabul auf Arbeitsebene vor, um Hilfsorganisationen bei ihrer Arbeit vor Ort zu unterstützen. Das befürwortet auch SPD-Politikerin Heinrich. FDP und Grüne lehnen es dagegen strikt ab und sähen darin ein falsches Signal an die Taliban-Regierung. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es dazu, angesichts der jüngsten politischen Entwicklungen gebe es derzeit keine Pläne für eine Wiedereröffnung der Botschaft in Kabul.

Klar sei, „dass wir uns mit der internationalen Hilfe nicht zum Handlanger der Taliban machen können, die mit ihrem Vorgehen grundlegenden humanitären Prinzipien widersprechen“. In der Bundestagsopposition gehen die Meinungen stark auseinander. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen sprach sich für umfassende Entwicklungshilfe und die Eröffnung der Botschaft aus. Sie sei dagegen, die Afghanistanhilfe als Druckmittel einsetzen zu wollen.

„Es ist eine wohlfeile Illusion, dadurch die reaktionäre Politik der Machthaber ändern zu können. Wir brauchen dringend eine humanitäre Wende der deutschen Afghanistanpolitik.“ Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt fordert dagegen Zugeständnisse der Taliban. „Wenn wir Entwicklungshilfeprojekte oder auch Hilfsprojekte organisieren, dann gilt natürlich dann immer, dass wir auch auf die Einhaltung von Menschenrechten und von Grundrechten achten. Das ist nicht gewährleistet.“ Der entwicklungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, sieht „derzeit keine Grundlage für weitere Hilfsleistungen“. Afghanistans Probleme könnten nicht von außen gelöst werden, Deutschland solle sich zurückziehen. „Afghanistan ist entwicklungspolitisch ein Fass ohne Boden.“


Foto: Afghanistan, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Umfrage: Mehrheit will weitere Verhütungsmöglichkeiten für Männer

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine deutliche Mehrheit der Deutschen will mehr Verhütungsmöglichkeiten für Männer. Wie aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv hervorgeht, denken 72 Prozent der Bevölkerung so.

Demnach sprechen sich 61 Prozent der Männer und 83 Prozent der Frauen für zusätzliche Optionen bei der männlichen Empfängnisverhütung aus. Hintergrund der Erhebung sind aktuelle Berichte von US-Wissenschaftlern, die mit einer baldigen Marktreife der „Pille“ für den Mann rechnen. Eine deutliche Mehrheit würde laut Umfrage eine solche Pille auch selbst nutzen. Danach gefragt, ob es für sie „grundsätzlich infrage“ komme, die Pille als „nicht hormonelles Verhütungsmittel“ einzunehmen, antworteten 57 Prozent der Männer mit „Ja“.

Bei den Frauen liegt die Zustimmung hierfür bei 74 Prozent. Deutliche Unterschiede gibt es beim Alter: Während sich 71 Prozent der 18- bis 29-jährigen Männer die Einnahme einer Antibabypille vorstellen können, kommt dies in der Gruppe der 45- bis 55-Jährigen nur für 45 Prozent der Männer infrage (Frauen: 91 bzw. 66 Prozent).


Foto: Kondom, über dts Nachrichtenagentur

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ZEW gegen Verbot von Viessmann-Übernahme

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Mannheim (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Achim Wambach, warnt vor einem Verbot der Viessmann-Übernahme. „Es wird häufig unterschätzt, wie wichtig Marktaustritte und -eintritte sowie Übernahmen für den Produktivitätsfortschritt sind. Eine Investitionsbremse für internationale Unternehmen würde den Standort weiter schwächen“, sagte Wambach der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Stattdessen müsse die Politik anders ansetzen: „Deutschland hat ein Standortproblem. So befindet sich Deutschland nur noch auf Platz 18 unter den 21 betrachteten Industriestaaten im Länderindex Familienunternehmen, den das ZEW im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen berechnet hat“, so Wambach weiter. „Insbesondere in den Bereichen Regulierung, Steuerbelastung und Energie wird Deutschland ungünstig bewertet. Da gilt es anzusetzen.“

Bundeswirtschaftsminister Habeck hat eine Prüfung der Viessmann-Übernahme angekündigt.


Foto: ZEW, über dts Nachrichtenagentur

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Union drängt auf Stärkung der Heizungsindustrie in Deutschland

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion, Andreas Jung (CDU), hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) dazu aufgefordert, mehr für die Heizungsindustrie in Deutschland zu tun. „Große Sorge muss uns machen, wenn deutsche Heizungsbauer nun neue Werke in Osteuropa bauen“, sagte Jung der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

„Darauf müssen wir reagieren und unseren Standort stärken.“ Die Auswirkungen des Verkaufs der Viessmann-Klimasparte an den US-Konkurrenten Carrier Global müssten nun aufmerksam beobachtet werden, ergänzte Jung. „Entscheidend ist, dass die Wertschöpfung in Deutschland erhalten wird. Schlüssel sind schnellere Genehmigungen, eine geringere Abgabenlast und qualifizierte Fachkräfte.“ Die Bundesregierung müsse daher alles dafür tun, „dass Investitionsentscheidungen zugunsten des Standorts Deutschland getroffen werden – für die Heizungsindustrie und für alle anderen Branchen“, sagte Jung.


Foto: Gasheizung, über dts Nachrichtenagentur

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Union für Kirchenvertreter in Kommission zu Paragraf 218

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Unionsfraktion hat die Besetzung der Kommission scharf kritisiert, die eine Streichung des Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch und die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen prüfen soll. „Die Kommission ist von Grund auf falsch aufgestellt. Viele gesellschaftliche Gruppen werden beteiligt, aber keine einzige kirchliche Organisation“, sagte Mechthild Heil (CDU), Vorsitzende der Gruppe der Frauen der Unionsfraktion, der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

Dabei seien kirchliche Organisationen ihrer Meinung nach seit Jahrzehnten zuverlässige Partner in den Frauenberatungsstellen und der Schwangerschaftskonfliktberatung. Gleichzeitig verwies Heil auf Artikel 2 im Grundgesetz, wonach jeder das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit habe. Heil fragte, wer dieses Lebensrecht schütze und wie es geschützt werde, wenn Paragraf 218 StGB gestrichen werde. Die Kommission ist ein interdisziplinär zusammengesetztes Gremium, bestehend aus 18 Experten aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Soziologie, Gesundheitswissenschaften, Ethik und Rechtswissenschaften. Der Abschlussbericht der Kommission soll im Frühjahr 2024 vorgelegt werden, zwölf Monate nach Konstituierung des Gremiums.


Foto: Kreuz in einem Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

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Monopolkommission erwartet grünes Licht für Viessmann-Übernahme

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Allendorf (Eder) (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Monopolkommission, Jürgen Kühling, erwartet grünes Licht für die Übernahme der Klimatechniksparte von Heizungshersteller Viessmann durch einen US-Konzern. „Die Prüfung dieser Fusion durch die Kartellbehörden wird zeigen, ob damit Wettbewerbsprobleme verbunden sind. Es spricht nicht viel dafür“, sagte Kühling der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

„Mit dem sprunghaften Anstieg der Wärmepumpen-Nachfrage in Deutschland aufgrund des geplanten Verbots von Gas- und Ölheizungen kommen auf die Hersteller offensichtlich rosige Zeiten zu.“ Das rufe auch ausländische Anbieter auf den Plan, was für die Verbraucher nur gut sein könne, so Kühlig. Der Regensburger Universitätsprofessor begründete dies so: „Die deutschen Hersteller sind im internationalen Vergleich eher klein und bisher vergleichsweise abgeschottet, weil die deutschen Handwerker über Fachschulungen und Kundendienstbeziehungen eng an Hersteller wie Viessmann oder Bosch gebunden sind.“ Perspektivisch werde sich das ändern, wenn die großen Hersteller aus Japan, Korea oder China ihr Angebot in Europa ausweiten. „Größere Produktionszahlen ermöglichen die Nutzung von Skalenerträgen, was wiederum die Herstellerpreise senken dürfte.“ Die Viessmann-Eigentümer dürften die Veränderungen im Wettbewerbsumfeld antizipieren, so Kühling. „Ein starker internationaler Partner an der Seite dürfte dabei eher vorteilhaft sein, auch für die Verbraucher.“

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat eine Prüfung der Übernahme angekündigt.


Foto: Grüne Fußgängerampel, Ampelmännchen, Ampel, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts