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eaze erhält 1,7 Mio. € Pre-Seed Finanzierung

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eaze erhält 1,7 Mio. € Pre-Seed Finanzierung von Redstone und EnjoyVenture und weiteren Investoren, um persönliches Schlafcoaching für alle zugänglich zu machen

Das Berliner Healthtech Start-up eaze hat eine tech-enabled Coaching-App entwickelt, die auf Basis von kognitiver Verhaltenstherapie (engl. cognitive behavioural therapy – CBT) personalisiertes Schlafcoaching anbietet. Nach der Produktvalidierung im letzten Jahr konnte das Team bereits über 1.000 zahlende Nutzer für sich gewinnen und verkündet nun den Abschluss einer 1,7 Mio. € Pre-Seed-Runde.

Angeführt wird die Runde vom Social Impact Fonds von Redstone und EnjoyVenture. Auch Barmenia Next Strategies, der HealthTech-Investmentarm der Versicherungsgruppe und APX (Porsche und Axel Springer) beteiligten sich in dieser Runde. Dem schlossen sich neben weiteren Business Angels auch Philipp Man, Co-Founder von Chronext und Anton Rummel, Co-Founder von Moss an.

Jeder zweite Europäer leidet unter Schlafproblemen. Die aktuell verfügbaren Lösungsmethoden behandeln jedoch nicht die Ursachen, sondern bieten nur kurzfristige Linderung der Symptome, ohne langfristige Besserungen zu erzielen, und führen oft zu unerwünschten Nebenwirkungen. Branchenexperten sind sich einig, dass Verhaltenstherapie das vielversprechendste Mittel gegen Schlafprobleme ist. Allerdings gibt es kaum Psychologen, die sich auf dieses Feld spezialisiert haben. eaze hat mit seiner smarten Coaching-Technologie alle relevanten Lösungsansätze in einem Coachingsystem vereint, das datenbasierte Behandlungsempfehlungen mit personalisierten, skalierbaren Online-Coachings von ausgebildeten Schlafpsychologen vereint.

Das Gründerteam, bestehend aus CEO Tim Seifferth, COO Timur Nohut und CPO Noah Nawara, begleitet von Schlafexpertin Anne-Sophie Fluri, hat bereits wenige Monate nach Gründung bemerkenswerte Erfolge gefeiert: Über 1.000 zahlende Nutzer mit hoher Kundenbindungsrate und Zahlungsbereitschaft wurden akquiriert.

CEO Tim Seifferth sagt, “Leistungsfähigkeit, psychisches Wohlbefinden und langfristige Gesundheit werden bei von Schlafstörungen Betroffenen spürbar beeinträchtigt. Kombiniert mit verringerter Produktivität am Arbeitsplatz und Fehltagen, die von Schlafstörungen bedingt sind, kostet dies unser Gesundheitssystem und die deutsche Wirtschaft laut der US-Denkfabrik Rand Corporation rund 60 Milliarden Euro an Einbußen – ein Thema, das auch die Barmenia erkannt hat. Der mit Abstand effektivste und einzig langfristige Lösungsansatz für Schlafprobleme ist die gezielte Behandlung von psychischen und verhaltensbasierten Ursachen. Mit unserer smarten Lösung erhält jeder Nutzer per Chat-App hyperpersonalisierten Zugang zu seinem eigenen ausgebildeten Schlafpsychologen.”

Leadinvestor Lucas Paul von Redstone sieht in eaze das Potential, skalierbar ein immer wichtiger werdendes gesundheitliches Problem zu lösen, das Betroffene stark beeinträchtigt, da “die gesundheitlichen und ökonomischen Konsequenzen von Schlafstörungen kaum zu unterschätzen” sind. Er sagt, “das Gründerteam von eaze hat es geschafft, durch die Entwicklung einer smarten App die Kundennachfrage für personalisiertes Coaching zu bedienen, während der intelligente Tech-Stack im Hintergrund für beeindruckende Skalierbarkeit sorgt. Mit unserem Social Impact Fonds investieren wir in Lösungen, die das menschliche Wohlergehen verbessern können und damit unsere Gesellschaft voranbringen. Wir sind überzeugt, dass eaze das Potential hat, den Alltag und die psychische und körperliche Gesundheit von unzähligen Teilnehmern langfristig und nachhaltig zu verbessern.”

Das eingesammelte Kapital soll der Kundenakquise, Markenerkennung und Weiterentwicklung der Plattform dienen, sowie der Entwicklung von effizienzsteigernden KI-Anwendungen.

Quelle COHORT GmbH

Sendcloud erwirbt KI-Startup Tracey

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Sendcloud erwirbt KI-Startup Tracey und zündet nächste Stufe noch intelligenterer Versandprozesse

Sendcloud, die führende europäische Versandplattform, übernimmt Tracey, ein innovatives KI-Startup für den intelligenten Versand. Mit diesem strategischen Schritt stärkt Sendcloud seine Position als Marktführer und erweitert sein Angebot um ein neues professionelles Customer-Experience-Produkt. E-Commerce-Unternehmen jeder Größe können ihren Kunden damit jetzt auch nach dem Kauf die bestmögliche Customer Experience bieten.

In der wettbewerbsintensiven E-Commerce-Landschaft erwarten Kund*innen heute eine umfassende Echtzeit-Transparenz – sie möchten während des gesamten Versandprozesses genau wissen, wo sich ihr Paket gerade befindet. Allerdings zeigt eine aktuelle Studie von Sendcloud und Nielsen (2023) zeigt, dass elf Prozent der deutschen Verbraucher*innen ihre letzte Bestellung nicht zum geplanten Termin erhalten haben. 23 Prozent haben die Lieferzeit oder den Lieferort geändert, nachdem sie die erste Benachrichtigung zur Sendungsverfolgung erhalten hatten.

„Wo ist meine Bestellung?“ – die entscheidende Frage bei 36 Prozent aller Kundennachfragen
Onlineshops, die ihre Kund*innen nicht proaktiv und transparent informieren, müssen in der Regel eine Flut von Anfragen bewältigen, in denen Kunden nur wissen wollen, wo sich ihre Bestellung gerade befindet. Bis zu 36 Prozent aller Anrufe bei Supportteams von E-Commerce-Anbietern entfallen auf die Frage „Wo ist meine Bestellung?“ (vgl. DigitalGenius, 2023). Die langfristigen Kosten eines unterdurchschnittlichen Kundendienstes werden noch deutlicher, wenn man bedenkt, dass über 60 Prozent der Verbraucher*innen nach einer einmaligen schlechten Erfahrung mit dem Kundendienst nicht mehr bei dem betreffenden Unternehmen einkaufen (vgl. Zendesk, 2022).

Neue Daten-Tools ermöglichen genaueste KI-basierte Zustellprognosen
Das jetzt von Sendcloud übernommene Start-up Tracey stellt proprietäre Prognossemodelle zur Verfügung, die weit über die üblichen Branchenstandards zur Sendungsverfolgung hinausgehen: Tracey ermöglicht Onlineshops dadurch viel intelligentere Versandentscheidungen und vor allem au ch ein proaktives Management der Kundenerwartungen. Selbst unvermeidliche Lieferprobleme können so zu einem positiven Kundenerlebnis werden. Mit der Übernahme von Tracey erweitert Sendcloud seine End-to-End-Versandplattform um ein vielfältiges Portfolio an neuen Daten-Tools, darunter Paketverfolgung in nahezu Echtzeit, das Benchmarking von Paketdienst-Leistungen und KI-basierte Zustellprognosen.

Beide Unternehmen sind im Rahmen der Integration bestrebt, ihrer Kundschaft, Mitarbeitenden und Stakeholdern einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Übernahme wird keine laufenden Projekte oder vertraglichen Verpflichtungen unterbrechen. Kund*innen profitieren von der Flexibilität, Tracey als eigenständiges Produkt oder in Kombination mit dem erweiterten Angebot von Sendcloud nutzen zu können.

„Wir glauben, dass ein hervorragendes Versanderlebnis der Schlüssel zum Erfolg für E-Commerce-Unternehmen ist“, so Rob van den Heuvel, Gründer von Sendcloud. „Es wird jedoch immer komplexer, dies in großem Maßstab zu erreichen, wenn man mit mehreren Paketdiensten zusammenarbeitet, flexible Versandoptionen anbietet und Kunden und Kundinnen in verschiedenen Ländern bedient. Deshalb freuen wir uns, Tracey an board zu haben. So können wir Onlineshops die bestmögliche Paketüberwachungs- und Benchmarking-Lösung anbieten.“ Huib Adriaans, Gründer von Tracey, erklärt: „Die meisten Onlineshops konzentrieren sich voll und ganz auf die Abwicklung ihrer Bestellungen und vernachlässigen dabei die wertvollen Versanddaten. Unsere Versandintelligenz hilft dabei, diesen Wert zu ermitteln und mithilfe von Daten das beste Lieferergebnis zu erzielen. Mit dem enormen Versandvolumen, das Sendcloud verarbeitet, können wir die Produkt-Roadmap beschleunigen, genauere Benchmarks anbieten und unsere Vorhersagemodelle für die Zustellung verbessern. Wir freuen uns sehr, Teil des Sendcloud-Teams zu werden.“

Erste Kundenerfahrungen

Carel van Boetzelaer, CEO des Tracey-Kunden World Wide Lighting, der in 15 Ländern mit 24 Webshops aktiv ist, z. B. beleuchtungdirekt.de: „Im letzten Jahr konnten wir einen Rückgang von 35 Prozent bei ‚Wo ist meine Bestellung?‘-Anfragen feststellen. Und neun von zehn Kunden bestätigen, dass sie proaktive Kommunikation beim Versand schätzen.“ Er führt weiter aus: „Unser Ziel ist es, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Europa dabei zu unterstützen, sich mit LED-Beleuchtung nachhaltiger aufzustellen. Die Optimierung unseres eigenen Versandprozesses ist ein wichtiger Teil davon. Wir sind gespannt, wie sich Tracey mit der Unterstützung von Sendcloud weiterentwickeln wird.“

Quelle AxiCom GmbH

Irin Mary McKenna ist „Europe’s Female Angel Investor of the year 2023“

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Irin Mary McKenna ist „Europe’s Female Angel Investor of the year 2023

Die „Golden Aurora“, der Preis für Europas weibliche Angel Investorin des Jahres, geht 2023 auf die „grüne Insel“ an die Irin Mary McKenna. In der Endauswahl konnte sich McKenna gegen sechs europäische Finalistinnen durchsetzen. Die Auszeichnung wurde am Mittwoch, 05. Juli 2023, im Rahmen des DemoDays: „Women Angels Mission ‘25” in Berlin verliehen – überreicht von Dr. Anna Christmann MdB, Beauftragte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für die Deutsche Luft- und Raumfahrt sowie Beauftragte für Digitale Wirtschaft & Start-ups.

Bereits zum siebten Mal wurde die „Golden Aurora“ in diesem Jahr durch Business Angels Deutschland (BAND), Verband der Business Angels und ihres Ökosystems in Deutschland sowie Business Angels Europe (BAE), dem europäischen Verband der nationalen Business Angel Verbände, vergeben. Der Preis rückt den wichtigen Beitrag weiblicher Business Angels, die nach wie vor unterrepräsentiert sind, ins Scheinwerferlicht.

Mary McKenna hat Betriebswirtschaft an der Lancaster University (UK) studiert und ist heute Technologie-Unternehmerin, Serien-Angel und selbsternannte „Grenzgängerin“. Nach längerer Regierungskarriere und einer Zeit im Silicon Valley war sie 2006 Mitgründerin des erfolgreichen Online-Lernunternehmens Learning Pool in Derry. Im Mai 2014 verließ sie das Unternehmen, um mit Start-ups in der Frühphase zu arbeiten. Das tut sie noch heute. Dabei hat sie ihren Fokus auf Gründung und Wachstum irischer und britischer Technologieunternehmen und hier insbesondere auf der Arbeit mit jungen Unternehmerinnen. Zu ihren Portfolio-Unternehmen gehören unter anderem Aflo Analytics, ein Unternehmen, das die korrekte Inhalationstechnik bei Asthma und COPD automatisiert, MoveTru, das es Sportlern ermöglicht, ihre Leistungsverfolgung individuell zu gestalten, oder Right Revenue, eine Ratenverwaltungssoftware für Hotels – allesamt Start-ups, die von Frauen gegründet wurden.

Zudem ist McKenna Entrepreneurship-Expertin der Said Business School (Universität Oxford), Fachberaterin der EU sowie einer Anzahl von Technologieunternehmen und Mitbegründerin von AwakenHub, einer wachsenden Gemeinschaft von Gründerinnen auf der gesamten irischen Insel.

Über sich selbst sagt die aus Donegal im Nordwesten Irlands stammende Preisträgerin: „Nur daran interessiert zu sein, Geld zu verdienen, ist ziemlich traurig. Ich interessiere mich vor allem für Unternehmen in der Frühphase, da es mit zunehmender Größe immer langweiliger wird. Angel Investing ist eine Möglichkeit, das Ökosystem wachsen zu lassen, und das ist für mich viel interessanter als nur Geld zu verdienen.“

Gewählt wurde Mary McKenna von einer internationalen Jury unter dem Vorsitz von Dr. Anna Christmann MdB, Beauftragte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für die Deutsche Luft- und Raumfahrt sowie Beauftragte für Digitale Wirtschaft & Start-ups, Reginald Vossen, Präsident Business Angels Europe (BAE) und CEO Business Angels Network Flanders, sowie gleich mehreren Golden Aurora Preisträgerinnen aus den vergangenen Jahren.

Die feierliche Preisverleihung der „Golden Aurora” war krönender Abschluss des DemoDays der von BAND initiierten Awarenesskampagne „Women Angels Mission ‘25”, die die Vision hat, mehr weibliche Business Angels zu motivieren, in Start-ups zu investieren, um das Business Angels Ökosystem nachhaltig hin zu mehr Gender Diversity zu verändern.

Quelle Business Angels Netzwerk Deutschland e.V.

Lingoda und Kiron starten Match Talent

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Lingoda und Kiron starten Match Talent

Berliner Startups Lingoda und Kiron starten Match Talent – und wirken damit dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegen

Der offizielle Startschuss für Match Talent, das globale Karrierezentrum für internationale Talente in Deutschland, ist gefallen: Match Talent ist eine Initiative von Lingoda in Zusammenarbeit mit Kiron Open Higher Education, die im Sommer 2022 startete und seit Anfang 2023 stetig wächst. Das Projekt Match Talent wird von Markus Kreßler geleitet, der Kiron Open Higher Education 2015 in Berlin mitbegründete.

Ziel von Match Talent ist es, internationale Talente bei der Qualifizierung und Integration in die deutsche Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu fördern. Dazu werden Bildungsprogramme von erfahrenen Partnern in Deutschland mit Sprach-, Integrations- und Karrierecoaching verbunden. Basierend auf einem 360-Grad-Service verfolgt Match Talent dabei einen fairen als auch ganzheitlichen Beratungs- und Qualifizierungsansatz. Zudem möchte die Initiative die sektorenübergreifende Vernetzung bestehender Akteure sowie nachhaltige Migrationsprozesse vorantreiben.

Felix Wunderlich, Mitgründer von Lingoda und Match Talent: „In Deutschland haben wir, wie wir alle wissen, einen großen Fachkräftemangel. Um dem entgegenzuwirken, möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, internationalen Talenten in Deutschland die besten Berufs- und Integrationsmöglichkeiten an die Hand zu geben. Mit Match Pflege haben wir in den letzten Jahr bereits tausende Gesundheitsfachkräfte mit Kursen im Bereich sprachlicher und interkultureller Qualifizierung in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren können. Dies gelingt uns mit unseren Partnern wie Kiron Open Higher Education.”

Seit über sieben Jahren entwickelt die Berliner Non-Profit-Organisation Kiron innovative Lösungen für die Herausforderungen von Menschen mit Fluchthintergrund in den Bereichen Hochschulbildung, Beschäftigung und Integration. Geleitet von ihrer Mission, ein virtuelles Zuhause für Lernen, persönliches Wachstum und kollektive Wirkung zu sein, ist Kiron Lingoda zur Seite getreten, um ihr Fachwissen beim Aufbau kostenfreier, zugänglicher und integrativer Bildungsprogramme für eine der vielfältigsten Zielgruppen in Deutschland zu teilen.

Dr. Tobias Ernst, Mitgründer von Match Talent und Geschäftsführer von Kiron Open Higher Education: „Der Fachkräftemangel ist schon jetzt eine schwere Belastung für die deutsche und europäische Wirtschaft. Gleichzeitig gibt es außerhalb Europas viele motivierte und qualifizierte Menschen, die ihren Familien eine neue Existenz aufbauen wollen – darunter auch Geflüchtete. Match Talent bietet eine skalierbare Lösung für diese Herausforderung.“

Bild der Co-Founder: Manuela Verduci und Markus Kressler Fotograf/ Bildcredits: Hannes-Wiedemann

Quelle awesome

Grüne wollen Karlsruher GEG-Entscheidung "in Ruhe" auswerten

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Bundesverfassungsgericht, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, plädiert dafür, die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Gebäudeenergiegesetz in Ruhe auszuwerten. „Wir haben Respekt vor der Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts und werden mehr Zeit für die parlamentarischen Beratungen des Gebäudeenergiegesetzes vorsehen“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Mihalic fügte hinzu: „Die Entscheidung aus Karlsruhe bezieht sich auf das parlamentarische Verfahren, nicht auf das Gesetz in der Sache. Wir werden das jetzt in Ruhe auswerten und beraten, wann das Gesetz abgeschlossen werden kann.“ Dass die Grünen auf eine Sondersitzung des Bundestages in der Sommerpause drängen werden, ist nach Informationen des RND keineswegs sicher.


Foto: Bundesverfassungsgericht, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Linke legt Habeck Rücktritt nahe

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Robert Habeck, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Heizungsgesetz legt Linksfraktionschef Dietmar Bartsch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) den Rücktritt nahe. „Die Entscheidung ist ein Tiefpunkt für Robert Habeck“, sagte Bartsch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben).

„Effektiver Klimaschutz kann nur von einem Minister vorangetrieben werden, der das Vertrauen der Bürger genießt.“ Der Vizekanzler habe dieses „selbstverschuldet eingebüßt“. Das sollte zu einer „tiefen Nachdenklichkeit“ bei Habeck führen, so Bartsch. Die Bundesregierung brauche beim Gebäudeenergiegesetz einen Neustart.


Foto: Robert Habeck, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundesanwaltschaft gelingt Schlag gegen islamistische Terrorgruppe

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Generalbundesanwalt, über dts NachrichtenagenturKarlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesanwaltschaft ist am Donnerstag ein Schlag gegen eine mutmaßliche islamistische Terrorgruppe gelungen. Das Bundeskriminalamt nahm unter Beteiligung des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen sieben Personen fest, teilte die Karlsruher Behörde mit.

Die Festgenommenen haben demnach turkmenische, tadschikische und kirgisische Staatsangehörigkeiten. Die Festnahmen erfolgten an verschiedenen Orten in NRW. Der Einsatz ging laut Bundesanwaltschaft auf eine Zusammenarbeit mit dem Bundesverfassungsschutz zurück und war zudem mit Ermittlungsbehörden in den Niederlanden koordiniert. Dort kam es zeitgleich zur Festnahme von zwei weiteren Personen. Die Beschuldigten seien dringend verdächtig, eine terroristische Vereinigung im Inland gegründet und sich an dieser mitgliedschaftlich beteiligt zu haben, hieß es weiter.

Zudem wird ihnen die Unterstützung der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) vorgeworfen. In den Haftbefehlen wird ihnen im Wesentlichen folgender Sachverhalt zur Last gelegt: Die sieben vorgenannten Beschuldigten seien seit Längerem miteinander bekannt und teilten eine radikal-islamische Einstellung. Kurz nach Beginn des Krieges in der Ukraine im Frühjahr 2022 sollen sie von dort aus nahezu zeitgleich nach Deutschland eingereist seien. Ende Juni 2022 schlossen sie sich laut den Behörden zu einer terroristischen Vereinigung zusammen, mit dem Ziel, in Deutschland öffentlichkeitswirksame Anschläge im Sinne des IS zu verüben.

Der Vereinigung gehöre auch ein heute in den Niederlanden festgenommener Mann an. Die Gruppierung stehe in Kontakt mit im Ausland befindlichen Mitgliedern des regionalen IS-Ablegers „Islamischer Staat Provinz Khorasan“ (ISPK). Zur Umsetzung ihres Vorhabens sollen die Beschuldigten bereits Anschlagsobjekte in Deutschland ins Auge gefasst, mögliche Tatorte ausgekundschaftet und versucht haben, sich Waffen zu beschaffen. Ein konkreter Anschlagsplan habe allerdings zum Zeitpunkt der Festnahme noch nicht bestanden.

Mit Ausnahme eines Verdächtigen sammelten die in Deutschland festgenommenen Beschuldigten zudem seit April 2022 Geld für den IS und transferierten dieses wiederholt zu der Vereinigung ins Ausland, so die Behörden. Die Beschuldigten werden im Laufe des Donnerstags sowie am Freitag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihnen die Haftbefehle eröffnen und über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird.


Foto: Generalbundesanwalt, über dts Nachrichtenagentur

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Unmut in SPD über Ukraine-Vorstoß von Außenausschuss-Chef Roth

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Michael Roth, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorschlag des Außenausschuss-Vorsitzenden Michael Roth (SPD), Teile der Ukraine trotz des andauernden Krieges mit Russland in die Nato aufzunehmen, stößt in seiner Partei auf scharfe Kritik. „Wir brauchen keine Alleingänge von Abgeordneten, sondern eine gemeinsame Politik mit unseren Verbündeten“, sagte der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner dem „Spiegel“.

„Der Wettbewerb um die radikalsten Forderungen wird eher Eskalationsgefahren verstärken als eine tragfähige Friedenslösung herbeiführen“, mahnte er. Wolfgang Hellmich, verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, sagte: „Das ist kein praktikabler, kein zielführender Vorschlag.“ Der SPD-Verteidigungsexperte Joe Weingarten nannte Roths Vorschlag „ziemlichen Unsinn“: Zwar teile er die Einschätzung, dass die Ukraine nach einem Frieden Teil der Nato werden sollte, „aber das kann nur auf der Basis gesicherter Grenzen und klarer wechselseitiger Verpflichtungen erfolgen“, so Weingarten. Roth hatte sich in der „Zeit“ für eine teilweise Aufnahme der Ukraine in das westliche Militärbündnis ausgesprochen  – inklusive der Verpflichtung, dass die anderen derzeit 31 Nato-Staaten Kiew im Falle eines Angriffs zu Hilfe kommen.

„Diejenigen Teile der Ukraine, die unter zuverlässiger Kontrolle der demokratischen Kiewer Regierung stehen, sollten schnellstmöglich zum Nato-Gebiet gehören.“ Für die solle dann auch Artikel fünf gelten, für andere Gebiete der Ukraine würde die Beistandspflicht noch nicht gelten, so der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses. Roth sagte, er würde „einen perfekten Frieden nicht zur Bedingung einer Aufnahme machen“. Vielmehr könnte die „Okkupationslinie“ innerhalb der Ukraine die Außengrenze der Nato bilden.


Foto: Michael Roth, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Neue Raketenangriffe im Westen der Ukraine – mehrere Tote

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Lemberg und Kiew, über dts NachrichtenagenturLemberg (dts Nachrichtenagentur) – Aus der westukrainischen Stadt Lemberg sind am Donnerstag erneut russische Raketenangriffe gemeldet worden. Mindestens drei Menschen seien dabei getötet worden, teilte der Bürgermeister der Stadt, Andrij Sadowyj, über Telegram mit.

Zudem soll es mehrere Verletzte geben – zahlreiche Wohnungen sollen beschädigt worden sein. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach am Donnerstagmorgen von mehreren Verwundeten und Toten während eines „Nachtanschlags russischer Terroristen“. Es werde auf jeden Fall eine „starke Reaktion“ auf den Angriff geben. Offenbar hatte eine russische Rakete in der Nacht ein Wohngebäude getroffen, weitere Details waren zunächst unklar.

Obwohl Lemberg Hunderte Kilometer von der Front entfernt liegt, ist die Stadt in den vergangenen Monaten immer wieder Ziel von russischen Raketenangriffen geworden.


Foto: Lemberg und Kiew, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bitkom hält Debatte über KI-Kennzeichnungspflicht für verfrüht

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Junge Leute mit Smartphones, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der IT-Branchenverband Bitkom hält die von Bundesinnenministerin Faeser (SPD) angestoßene Debatte über eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte für verfrüht. Zunächst müsse die Gesellschaft darüber aufgeklärt werden, was unter Künstlicher Intelligenz zu verstehen ist und was sie leisten könne, sagte Lukas Klingholz, Leiter KI und Cloud bei Bitkom, der dts Nachrichtenagentur.

„Knapp die Hälfte der Deutschen weiß nicht, was Künstliche Intelligenz eigentlich ist.“ Daher müsse zunächst über KI aufgeklärt werden, was sie könne und was nicht und worin sich künstliche Intelligenzen voneinander unterscheiden. „Ohne dieses Basiswissen greift eine Kennzeichnungspflicht ins Leere“, so der Experte. Eine weitere Herausforderung liege zudem darin, dass viele Unternehmen den KI-Begriff nutzten, um ihre Angebote gegenüber Kunden aufzuwerten: „Noch gilt zu oft: Nicht überall, wo KI drauf steht, ist auch KI drin.“

Generell hält Klingholz eine Kennzeichnungspflicht für technisch umsetzbar, teilweise böten Unternehmen bereits Lösungen an: „Dabei kann es sich um digitale Wasserzeichen halten oder aber um eine Künstliche Intelligenz, die eine Wahrscheinlichkeit dafür angibt, ob ein Text von einer anderen KI geschrieben wurde.“ Die Qualität variiere dabei zwar noch, der Bitkom-Experte rechnet jedoch mit technischen Innovationen, die eine solche Kennzeichnung in den kommenden Jahren ermögliche. Viele Unternehmen verhielten sich diesbezüglich bereits proaktiv, da Transparenz und Vertrauenswürdigkeit sowohl für Plattformen und Medien als auch für KI-basierte Systeme unverzichtbar sei: „Daher sollte man diese Entwicklung beobachten und auswerten, bevor man den Weg von gesetzlichen Vorgaben beschreitet, deren konkrete Ausgestaltung große Herausforderungen mit sich bringen würden“, so Klingholz gegenüber der dts Nachrichtenagentur.


Foto: Junge Leute mit Smartphones, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts