Donnerstag, Januar 15, 2026
spot_img
Start Blog Seite 1832

SPD-Fraktionsvize fordert Krisenabgabe für Superreiche

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der angespannten Haushaltsverhandlungen und der Vorstöße aus der FDP zum Abbau von Sozialleistungen übt SPD-Fraktionsvizechefin Dagmar Schmidt deutliche Kritik am Koalitionspartner und fordert eine Krisenabgabe für Superreichen. „Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu instrumentalisieren, um die eigene Kampagne gegen den Sozialstaat zu befeuern, ist schon bemerkenswert, in der Regierung zu sein, bedeutet, für echte Probleme echte Lösungen zu finden und nicht bloß der eigenen Anhängerschaft zuzuzwinkern“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe).

„Wir brauchen einen starken Sozialstaat für alle. Wer verschiedene gesellschaftliche Gruppen oder Generationen gegeneinander ausspielt, die auf Unterstützung angewiesen sind, der macht das Gegenteil von verantwortungsvoller Politik.“ Einzig die Superreichen bräuchten kein Gemeinwesen, keine soziale Infrastruktur. „Gerade die Superreichen – wir reden hier über Multimillionäre und Milliardärinnen – und auch die wirklich großen Konzerne, die trotz oder sogar gerade wegen der Krise unvorstellbare Rekordgewinne eingefahren haben, sollten nun auch zur Bewältigung eben dieser Krisen herangezogen werden“, sagte Schmidt.


Foto: Dagmar Schmidt (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kemfert hält Aussetzen der Schuldenbremse für rechtlich möglich

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), hält ein Aussetzen der Schuldenbremse durch das 2021 gefällte Urteil des Bundesverfassungsgerichts für gerechtfertigt. „Drei Dinge sollte die Regierung nun tun: Erstens Ausgaben in Nicht-Zukunftsbereichen kürzen, zweitens: Unnötige Ausgaben des Klima- und Transformationsfonds auf den Prüfstand stellen, drittens Schuldenbremse aussetzen“, sagte sie den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

„Dafür hat das Bundesverfassungsgericht selbst im Urteil 2021 ausreichend Begründung geliefert, indem es Klimaschutz als die zentrale Aufgabe des Staates benannt hat“, fügte sie hinzu. Angesichts der Klimakrise und der wirtschaftlichen Transformation benötigte Deutschland dringend Zukunftsinvestitionen in Elektromobilität, Schienenverkehr, Digitalisierung, Speicher oder Gebäudeenergie, so Kemfert. „Das sind elementare Bausteine zur Erreichung der Klimaziele, zu denen Deutschland sich ja gesetzlich verpflichtet hat.“


Foto: Schuldenuhr (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Mützenich: Bundesverfassungsgericht stiftet Verwirrung

0

Berlin/Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Karlsruher Urteil zum Transformationsfonds wirft SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich dem Bundesverfassungsgericht vor, klimapolitische Verwirrung zu stiften. „Die Richter verpflichten uns einerseits zu langfristig hohen finanziellen Ausgaben, schränken unseren Gestaltungsspielraum dann aber kurz darauf stark ein“, sagte er dem „Stern“.

Kluge Richter seien „sicher auch zur Selbstreflexion in der Lage, wenn sie die Folgen ihrer unterschiedlichen Urteile bedenken“. Dann sähen sie sicherlich auch, dass manche ihrer weitreichenden Entscheidungen zur Bundespolitik zu Zeitpunkten getroffen würden, die „zumindest problematisch“ seien und zu „manchmal hektischen Beratungen“ führen müssten, so Mützenich weiter. Er glaube, das könne man auch besser machen. Mützenich ging allerdings auch mit der Ampel-Koalition ins Gericht.

„Ich erlebe zu oft eine Koalition, die nicht so agiert, wie ich mir das vorstelle. Ich bin in den vergangenen zwei Jahren mehrfach bis zur persönlichen Schmerzgrenze gegangen, um zu helfen, dieser Koalition Halt und Vernunft zu geben. Das erwarte ich auch von anderen“, sagte er. „Ich erlebe gerade zwei Koalitionspartner, die manchmal zu einem Verhalten neigen, die einem verantwortungsvollen Regieren eher abträglich sind.“

Mützenich bringt auch ein längerfristiges Aussetzen der Schuldenbremse ins Spiel. „Wir werden aus meiner Sicht nicht darum herumkommen, für 2024 die Ausnahmeregel zu ziehen – womöglich auch länger“, sagte er. „Die Aufgaben, die vor uns stehen, sind ja nicht nächstes Jahr erledigt. Vor uns liegen gewaltige Herausforderungen, bei der Klimawende, der neuen Industriepolitik, aber auch außenpolitisch.“

In den kommenden Jahren werde Hilfe aus Deutschland mit Blick auf den Ukraine-Krieg oder den Krieg im Nahen Osten für Wiederaufbaumaßnahmen gefragt sein. Mützenich rief die Koalitionspartner dazu auf, „mit der Kanzlermehrheit“ rasch die Notlage festzustellen. „Einige Dinge, die derzeit auf der Welt passieren, führen zu außergewöhnlichen Notsituationen, die sich der Kontrolle des Staates entziehen und die staatliche Finanzlage erheblich beeinträchtigen, wie es das Grundgesetz verlangt“, sagte er. Die FDP mahnt er zur Einsicht: „Ich hoffe darauf, dass die Koalition hier geschlossen handelt.“

Mützenich nannte mit der Sozialpolitik zudem eine rote Linie bei möglichen Sparmaßnahmen und warnt die FDP vor einem Spiel mit dem Feuer. „Eine Demokratie funktioniert ohne soziale Gerechtigkeit nicht“, sagte der Sozialdemokrat. „Deshalb haben die Mütter und Väter des Grundgesetzes auch das Sozialstaatspostulat ins Grundgesetz geschrieben. Die FDP will sicher nicht ein weiteres Mal gegen die Verfassung verstoßen.“

Mützenich sagte weiter: „Wir sollten alle sehr aufpassen, in dieser volatilen Lage nicht auch noch an den sozialen Grundfesten zu rütteln. Würden wir im Sozialbereich kürzen, brächte das die Demokratie zusätzlich in Gefahr. Das darf auf keinen Fall passieren.“


Foto: Bundesverfassungsgericht (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

US-Börsen zum Wochenstart freundlich – Microsoft gefragt

0

New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Montag zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 35.151 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 4.547 Punkten 0,7 Prozent stärker, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 16.027 Punkten 1,2 Prozent im Plus. Zuwächse konnten unter anderem die Aktien von Boeing und Microsoft verbuchen. Die Papiere des Flugzeugbauers waren zuletzt von einem Analysten hochgestuft worden. Für den Softwarekonzern Microsoft sorgte der Einstieg des ehemaligen OpenAI-Chefs für einen Kurssprung auf einen neuen Rekordwert. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagabend stärker. Ein Euro kostete 1,0944 US-Dollar (+0,32 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9137 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 82,05 US-Dollar, das waren 1,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. Hintergrund waren hier Spekulationen über Produktionskürzungen durch die Opec+.


Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Habeck hat noch keine Lösung für fehlende 60 Milliarden

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat eingeräumt, dass es noch keine Lösung für die Finanzierung der aus dem Nachtragshaushalt fehlenden Milliarden gibt. Zudem könnte eine größere Finanzierungslücke drohen, sagte er am Montag den ARD-Tagesthemen.

„Die 60 Milliarden stehen ja nicht nur für sich, sondern sie werden durch die zusätzlichen Investitionen, die getätigt werden, leicht verdoppelt, gegebenenfalls verdreifacht.“ Es gelte jetzt, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts sorgfältig zu lesen und auszuwerten. Habeck nannte die Auswirkungen der Entscheidung dramatisch. Mit Blick auf die Kritik aus der Union sagte Habeck, es sei die Frage, ob man mithelfe, aus dieser schwierigen Lage herauszukommen.

„Das ist die Frage, die im Moment finde ich zu leichtfertig, fast taktisch weggewischt wird“, sagte der Minister. „So sehr man sich freuen kann, wenn man Recht bekommen hat als Opposition. Die Lage ist doch so schwierig und für viele auch so bedrohlich, dass ich finde, jetzt sind wir auch gemeinsam gefordert, Lösungen zu finden.“ Habeck übte auch Kritik am Modell der Schuldenbremse.

„Ich persönlich mache keinen Hehl daraus, dass ich die Art, wie die deutsche Schuldenbremse konstruiert ist, für zu wenig intelligent halte. Sie ist sehr statisch.“ Sie unterscheide nicht zwischen Geldern, die aktuell ausgegeben werden und Investitionen, die sich erst in Jahrzehnten rechnen werden. Das erscheine ihm nicht klug.

Sie sei „in einer Zeit entstanden, als wir immer billiges Gas aus Russland hatten, als China immer unsere Werkbank war.“ Die Voraussetzungen schienen sich verändert zu haben, so Habeck. Trotzdem helfe die Debatte zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter, sondern sei eher etwas für die Zukunft. „Für die Gegenwart werden wir das Geld anders finden müssen.“


Foto: Robert Habeck (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Heil kritisiert öffentliche Debatte über Einsparmöglichkeiten

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hält nichts davon, die Diskussionen über mögliche Einsparungen nach dem Wegfall der 60 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds in der Öffentlichkeit zu führen. „Deswegen ist mein Prinzip, nicht alle Debatten auf dem öffentlichen Markt austragen“, sagte er den Sendern RTL und ntv.

Er sei zuversichtlich, dass die Ampel-Koalition diese Herausforderung bewältigen werde. „Wenn man vor großen Nüssen steht, die man knacken muss, dann setzt man sich miteinander hin, verhandelt eine Lösung und markiert nicht dauernd Positionen öffentlich, dazu kann ich nur jedem raten“, so Heil weiter. „Es geht ja nicht darum, dass man sich parteipolitisch profiliert.“ Darüber hinaus will der Minister mehr ukrainische Geflüchtete in Arbeit bringen.

„Erstens geht`s darum, mit den Geflüchteten engmaschiger in den Jobcentern zu reden, deutlich zu machen, dass es an der Zeit ist, jetzt in Arbeit zu kommen. Auch, dass es Mitwirkungspflichten gibt, dass die, die nicht mitwirken, auch mit Leistungsminderungen zu tun haben.“ Außerdem sei es wichtig, Hürden aus dem Weg zu räumen und den Menschen passgenaue Angeboten zu machen. Heil mahnt auch, „dass wir der deutschen Wirtschaft, die ja händeringend Fachkräfte suchen, vermitteln müssen, dass man Menschen einstellen kann, auch wenn sie noch keine perfekten Deutschkenntnisse haben“, so der Minister.

Knapp 19 Prozent der ukrainischen Geflüchteten sind hierzulande in Arbeit. In Dänemark oder Niederlande beispielsweise sind die Zahlen höher.


Foto: Hubertus Heil (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Verbraucherzentrale warnt vor Ende der Strom- und Gaspreisbremsen

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Ramona Pop, hat vor einem Ende der Strom- und Gaspreisbremsen infolge des Karlsruher Haushaltsurteils gewarnt. „Die Bundesregierung muss die Preisbremsen auch in diesem Winter wie versprochen fortführen“, sagte Pop dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe).

„Ein vorzeitiges Ende wäre für viele Menschen nicht zu schultern“, fügte sie hinzu. Verbraucher dürften nicht das Nachsehen haben. Pop erinnerte daran, dass die Bürger in den vergangenen Monaten bereits mit hohen Kosten für Gas, Fernwärme und Strom konfrontiert gewesen seien. Die Energiepreisbremsen seien daher „wichtig für eine spürbare Entlastung“, so die VZBV-Chefin.


Foto: Gaszähler (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

CDU erwägt Betriebsrentenpflicht

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die CDU will in ihrem neuen Grundsatzprogramm Anfang Januar größere Reformen im Sozialsystem vorschlagen. „Eine Idee ist, dass wir eine verbindliche betriebliche Altersvorsorge vorschlagen – um die zweite Säule der Alterssicherung zu stärken, im Land denken wir immer nur an die erste Säule, die gesetzliche Rente“, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe).

Über eine Betriebsrentenpflicht „debattieren wir in der Grundsatzkommission. Ich kann dem etwas abgewinnen, gerade für untere Einkommen, die bisher kaum Vorsorge treiben können, der Staat müsste die Arbeitgeber aber unterstützen“, ergänzte er. Verworfen habe die Union dagegen die Idee, die Pflegeversicherung künftig aus Steuern zu finanzieren. „Auch einen Wechsel von der derzeitigen Teilkasko- zu einer Pflegevollversicherung lehnen wir ab, aber es ist einfach nicht vermittelbar, dass derjenige, der lange gearbeitet hat, bis zu 4.000 Euro für einen Pflegeplatz aufbringen muss, während der, der nicht gearbeitet hat, vom Staat unterstützt wird. Auch das diskutieren wir in der Grundsatzkommission“, sagte Linnemann.

Der Generalsekretär bekannte sich zu einer Begrenzung der Sozialbeitragssätze auf höchstens 40 Prozent. „Daran halten wir fest, aber man muss sich schon ehrlich machen: Wir dürfen dann nicht einfach in eine stärkere Steuerfinanzierung der Sozialversicherungen ausweichen durch mehr Bundeszuschüsse. Reden müssen wir auch über die Pensionslasten.“

Korrekturen erwägt die CDU auch an der Festlegung des Mindestlohns. Der Vorschlag der Mindestlohnkommission, die Lohnuntergrenze von derzeit 12 Euro bis 2025 nur um 82 Cent anzuheben, stieß auch im Sozialflügel der Union auf Kritik. Linnemann stellt in Aussicht, den Anpassungsmechanismus zu ändern: „Wir wollen schauen, ob die Bedingungen, unter denen die Mindestlohnkommission gegründet wurde, noch richtig sind. Die Inflationsraten sind so hoch, dass man zumindest den zweijährigen Anpassungsrhythmus ändern sollte. Einen politischen Mindestlohn werden wir nicht mitmachen.“

Neue Vorschläge machte Linnemann auch für die Reform des Bürgergelds. Die Union will das geltende Gesetz ändern und sucht auch einen neuen Namen. Auf die Frage, ob die Union zurück zur Sozialhilfe will, sagte Linnemann: „Sozialhilfe, Sozialgeld oder anders, jedenfalls muss klar werden, dass das eine steuerfinanzierte Sozialleistung ist. Wir werden auch den intransparenten Anpassungsmechanismus überprüfen.“

Für jüngere Bürgergeldempfänger prüft die CDU stärkere Kürzungen der Leistung, um den Arbeitsanreiz zu erhöhen. Der Kooperationsplan zwischen Staat und Bürgergeldempfängern sei zu unverbindlich, kritisiert Linnemann. „Gerade bei den 18- bis 24-Jährigen könnten Sanktionen wohl stärker ausfallen. Gerade bei den Jüngeren müssen wir deutlich machen, dass die Solidargemeinschaft erwartet, dass sie arbeiten, wenn sie können. In dieser Altersklasse könnten Leistungskürzungen von mehr als 30 Prozent möglich sein oder Umwandlung in Sachleistungen, im März stellen wir ein Gutachten vor“, kündigte Linnemann an.


Foto: Älteres Paar (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Das Fondsvolumen des Plenum Insurance Capital Fonds übersteigt mit seinem innovativen Tail-to-Tier-Anlagekonzept USD 400 Mio.

0
Plenum Investments AG
Foto von Daniel Grieger (Quelle: Plenum Investments)

Plenum Investments AG freut sich bekannt zu geben, dass der vor dreieinhalb Jahren lancierte Plenum Insurance Capital Fund das Fondsvolumen von USD 400 Mio. überschritten hat.

«Dass der Plenum Insurance Capital Fund so gut vom Markt aufgenommen wurde, hat verschiedene Gründe», so Daniel Grieger, Lead Portfoliomanager des Fonds und CIO von Plenum Investments AG. «Unser Lösungsansatz bietet Investoren einen neuen Weg, um am CAT Bond-Markt mit reduziertem Tail-Risiko attraktive Renditen zu erzielen.

CAT Bonds Hurrikansaison Plenum Investments
Foto von Dirk Schmelzer (Quelle: Plenum Investments)

Wir nutzen die Bewertungsunterschiede von CAT Bonds und Versicherungsnachränge, um die Saisonalität von US-Hurrikan-Risiken im Portfolio aktiv zu steuern». Dirk Schmelzer, der für das Management der CAT-Bond-Allokation verantwortlich ist, ergänzt: «Das eingesetzte Kapital arbeitet härter, da nach der Hurrikan-Saison die Hurrikan-Positionen in der Regel aktiv reduziert werden, da sie während dieser Phase kein Risiko tragen und somit weniger rentieren. Dieser aktive Ansatz bedeutet auch, dass unser Tail-to-Tier-Anlageansatz derzeit über eine Kapazitätsgrenze von USD 1 Mrd. verfügt.»

Rötger Franz, Verantwortlicher für das Portfoliomanagement der nachrangigen Versicherungs­anleihen ergänzt: «Nachranganleihen Europäischer Versicherer sind in vielerlei Hinsicht komplementär zu CAT Bonds. Die Emittenten sind häufig kaum exponiert gegenüber Naturkatastrophen in den USA. Genau wie CAT Bonds helfen Nachranganleihen den Emittenten mehr Geschäft zu schreiben, aber im Unterschied zu CAT Bonds bleibt das Risiko des Neugeschäfts auf der Bilanz.»

Gold Insurance Bonds Plenum Investments
Fotos von Rötger Franz (Quelle: Plenum Investments)

Der Plenum Insurance Capital Fund ist ein UCITS-Fonds, der mehrheitlich in CAT Bonds investiert. Ziel des Fonds ist es, Versicherungs­risiken effizienter zu managen als herkömmliche CAT Bond Fonds.

In Zeiten steigender Ausfallrisiken von High Yield-Anleihen, grosser Zinsunsicherheit und wachsender geopolitischer Risiken ist für Anleger das Ausweichen auf das kapitalmarktbasierte Rückversicherungsgeschäft und attraktive Firmenanleihen mit den tiefsten Ausfallraten eine erstzunehmende Anlagealternative, ganz im Sinne von «High Yielding but not High Yield».

Plenum Investments AG ist ein unabhängiger, auf Versicherungsrisiken spezialisierter Investment Manager für institutionelle und professionelle Kunden. Die Kernkompetenz liegt im Management von Naturkatastrophen-, Langlebigkeitsrisiken und regulatorischem Versiche­rungskapital. Der Anlageschwerpunkt liegt auf transparenten und nachhaltigen Anlagelösungen. Im UCITS CAT Bond Fonds-Segment gehört Plenum Investments AG zu den etablierten Anbietern und ist führend in der Nachhaltigkeitsanalyse von CAT Bonds.

Das Fondsvolumen des Plenum Insurance Capital Fonds übersteigt mit seinem innovativen Tail-to-Tier-Anlagekonzept USD 400 Mio.

Kennen Sie schon das Wirtschaftsmagazin „Paul F„? Jetzt bei Readly lesen. Eine kostenlose Leseprobe von Paul F gibt es bei United Kiosk. Ebenfalls finden Sie die aktuelle Ausgabe im Lesezirkel von Sharemagazines.

Markt preist erste Zinssenkungen zu Beginn 3. Quartal 2024 ein – Niveau könnte allerdings länger anhalten

0
Rendite Nordic High Yield Zins
Foto von Svein Aage Aanes (Quelle: DNB Asset Management)

Ein aktueller Marktkommentar von Svein Aaage Aanes, Head of Fixed Income bei DNB Asset Management:

Wir gehen davon aus, dass die Zinsen in den USA und im Euroraum ihren Höhepunkt erreicht haben. Die Konjunktur verlangsamt sich, was darauf hindeutet, dass das Zinsniveau ausreicht, um die Wirtschaft zu straffen. Gleichzeitig haben sich die Volkswirtschaften als widerstandsfähig gegenüber höheren Zinsen erwiesen.

Die Arbeitsmärkte sind nach wie vor recht angespannt, so dass die Zinsen möglicherweise noch einige Zeit auf einem hohen Niveau gehalten werden müssen. Bislang steht dies im Einklang mit dem Narrativ der sanften Landung, das seit Mai und Juni dieses Jahres den Markt beherrscht. Eine erneute Beschleunigung der Inflation, die weitere Zinserhöhungen erforderlich machen würde, kann nicht völlig ausgeschlossen werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir den Höhepunkt sowohl in den USA als auch in Europa (EZB) erreicht haben.

In der zweiten Jahreshälfte 2024 könnten wir erste Zinssenkungen sehen, wobei es nicht unwahrscheinlich ist, dass wir das gesamte Jahr 2024 auf dem aktuellen Niveau bleiben. Betrachtet man die Terminzinsen, so preist der Markt erste Zinssenkungen sowohl der Fed als auch der EZB bereits zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2024 ein. Diese Einpreisung ist jedoch in der Regel das Ergebnis einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit, dass die Zinssätze unverändert bleiben, und einer etwas geringeren Wahrscheinlichkeit, dass die Wirtschaft eine harte Landung erlebt, was zu schnelleren Zinssenkungen führen würde.

Dieser Mechanismus konnte im März und April dieses Jahres beobachtet werden, als eine Reihe von US-Regionalbanken in Schwierigkeiten gerieten und der Zinssatz für zweijährige US-Staatsanleihen innerhalb kurzer Zeit um etwa 1,25 % fiel. Aus unserer Sicht ist also das wahrscheinlichste Szenario, dass die Zentralbankzinsen in den USA und Europa bis weit in den Herbst nächsten Jahres auf dem aktuellen Niveau bleiben.

In den nordischen Ländern ergibt sich insofern ein etwas anderes Bild, als sowohl in Schweden als auch in Norwegen eine weitere Zinserhöhung wahrscheinlicher ist (Dänemark und Finnland folgen der EZB). In Schweden ist die Wahrscheinlichkeit einer letzten Zinserhöhung eher offen, sie liegt bei 50:50. Die Konjunktur hat sich abgeschwächt, und auch die jüngsten Inflationszahlen deuten auf eine gewisse Verlangsamung hin.

Unter diesem Druck gehen wir davon aus, dass es in Schweden keine weiteren Zinserhöhungen geben wird. Anders in Norwegen: Hier ist ein letzter Zinsschritt im Dezember so gut wie sicher. Die Zentralbank hat sich diesbezüglich recht deutlich geäußert, und die Zahlen seit den letzten offiziellen Äußerungen haben die Zinserhöhung weitgehend untermauert.

Markt preist erste Zinssenkungen zu Beginn 3. Quartal 2024 ein – Niveau könnte allerdings länger anhalten

Foto von Svein Aage Aanes (Quelle: DNB Asset Management)

Kennen Sie schon das Wirtschaftsmagazin „Paul F„? Jetzt bei Readly lesen. Eine kostenlose Leseprobe von Paul F gibt es bei United Kiosk. Ebenfalls finden Sie die aktuelle Ausgabe im Lesezirkel von Sharemagazines.