Donnerstag, April 3, 2025
spot_img
Start Blog Seite 1864

US-Inflationsrate im März auf 5,0 Prozent gesunken

0

Washington (dts Nachrichtenagentur) – In den USA ist die Inflationsrate im März auf 5,0 Prozent gesunken, nach 6,0 Prozent im Februar. Das teilte die US-Statistikbehörde am Mittwoch mit.

Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Details.

Foto/Quelle: dts

EnBW plant derzeit keine Preissenkungen

0

Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Der Energieversorger EnBW plant derzeit keine Preissenkungen. „Unsere langfristig ausgerichteten Beschaffungspreise liegen derzeit höher als die tagesaktuellen Spotmarktpreise“, sagte EnBW-Chef Andreas Schell der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Über die Preisentwicklung beim Strom zu spekulieren sei derzeit „nicht seriös“. In den nächsten Jahren will EnBW nach Angaben von Schell zudem „besser zugeschnittene Stromtarife“ anbieten. „Wenn ein Kunde sein E-Auto zu jeder Zeit sofort vollladen will, wäre es doch nur fair, dass sein Tarif dann etwas höher ist als bei jemandem, der flexibler ist“, fügte er hinzu. Und wenn ein Kunde einen Batteriespeicher im Keller habe und einen Teil der Kapazität bereitstelle, um Nachfragespitzen im Stromnetz abzufangen, indem sein Speicher dann Strom ins Netz abgebe, könne er einen billigeren Stromtarif bekommen, so Schell.


Foto: Moderne Stromzähler, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Gesetzentwurf zur Cannabis-Legalisierung soll noch im April stehen

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der erste Gesetzentwurf für die teilweise Legalisierung von Cannabis in Deutschland soll noch im April vorgelegt werden. Das kündigte Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) am Mittwoch bei der Vorstellung neuer Eckpunkte in der Bundespressekonferenz an.

Demnach geht es dabei um den privaten Konsum sowie den gemeinschaftlichen, nicht-gewinnorientierten Eigenanbau. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte unterdessen zur Begründung, dass die bisherige Cannabis-Kontrollpolitik „gescheitert“ sei. „Das Ziel ist ganz klar, dass wir beim Cannabiskonsum mehr Sicherheit bieten wollen.“ Dafür wolle man die Qualität kontrollieren, die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindern, den Jugendschutz sowie den Gesundheitsschutz für Konsumenten bestmöglich gewährleisten sowie den Schwarzmarkt eindämmen.

Die neuen Cannabis-Gesetzespläne waren bereits am Dienstag bekannt geworden: Demnach soll der Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis sowie der Anbau von drei Pflanzen zum Eigenkonsum erlaubt werden. Zudem soll es ermöglicht werden, Verurteilungen, die ausschließlich wegen Handlungen im Zusammenhang mit Cannabis eingetragen sind, für die das Gesetz künftig keine Strafe mehr vorsieht, auf Antrag aus dem Bundeszentralregister löschen zu lassen. Auch der Verkauf soll teilweise legalisiert werden, allerdings nur über sogenannte „Cannabis Social Clubs“. Diese nicht-gewinnorientierten Vereinigungen sollen unter „engen, klar definierten gesetzlichen Rahmenbedingungen“ gemeinschaftlich Cannabis zu Genusszwecken anbauen und an Mitglieder für den Eigenkonsum abgeben dürfen.

Die Abgabe des geernteten Cannabis ist dabei ausschließlich an Mitglieder erlaubt. Maximal sollen 25 Gramm Cannabis pro Tag und maximal 50 Gramm pro Monat sowie maximal sieben Samen oder fünf Stecklinge pro Monat abgegeben werden dürfen. Die Abgabe an Heranwachsende unter 21 Jahren wird den Plänen zufolge begrenzt auf eine Menge von 30 Gramm pro Monat, zusätzlich mit einer Begrenzung des zulässigen THC-Gehalts, wobei die genaue Grenze „noch zu klären“ sei. Der ursprünglich vorgesehene Verkauf in lizenzierten Geschäften soll den Regierungsplänen zufolge nur in regionalen Modellprojekten erlaubt werden.

Diese sind zunächst auf fünf Jahre befristet, in denen die Folgen der Legalisierung wissenschaftlich aufgearbeitet werden sollen. Der Gesetzentwurf zu diesem Aspekt soll zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt werden. Ein genereller freier Verkauf würde dem Vernehmen nach gegen EU-Recht verstoßen.


Foto: Cannabis, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Neuer Investor greift nach den Perlen der Startup-Szene

0
Loonshot Ventures

Ein neuer heimischer Startup Investor öffnete kürzlich seine Tore, pardon Büroräumlichkeiten. Die Loonshot Ventures GmbH mit Sitz in Tirol und Wien ist der neue Stern am Investorenhimmel. Die Gesichter dahinter sind jedoch erfahren und alt bekannt. Bernhard-Stefan Müller (Tantum – The Company Builder) und Hermann Schmidt (ebenfalls Tantum) haben den Schritt gewagt und gemeinsam mit Sebastian Scholda (Weilburg) Loonshot Ventures ins Leben gerufen.

„Bereits in den vergangenen Monaten waren wir immer öfters bei Investments mit der Frage konfrontiert, wie man den Captable besser strukturieren könnte. Dabei viel uns auf, dass wir durch unseren Hintergrund als Company Builder das Können besitzen, die Ressourcen und gleichzeitig eine Affinität dazu haben, den von anderen Investoren oftmals gefürchteten Lead zu übernehmen. Aus dieser Erkenntnis entstand die Idee zur Loonshot Ventures“ so Geschäftsführer Bernhard-Stefan Müller.

Der Trend geht in Richtung Risikostreuung – mehrere Investoren investieren in kleinere Tickets. Der Captable gerät in Gefahr, wie ein Schweizer Käse und damit unattraktiv für Folgerunden zu wirken. Außerdem scheuen viele Business Angels aufgrund von Ressourcen in den Lead zu gehen. Dies geht auch aus dem soeben veröffentlichten Austrian Investing Report 2022 hervor.

„Wir investieren in ein Startup und laden andere Co-Investoren ein, ihr bereits geplantes Investment über unser Unternehmen zu bündeln. So können auch kleinere Tickets ab 20.000 Euro sinnvoll umgesetzt werden. Dennoch bleibt für die Investoren eine Bündelung der Kräfte und für das Startup ein Ansprechpartner sowie ein sauberer Captable“ so Müller weiter.

Das Geschäftsmodell sei denkbar einfach: Wird ein spannendes Startup gescoutet, in das man investieren möchte, beginnt Loonshot Ventures die Verhandlungen. Weitere Investoren, welche sich ebenfalls für das Startup interessieren, können ihr Kapital hinter Loonshot Ventures bündeln. Diese übernimmt in weiterer Folge im Regelfall auch das operative Management der Beteiligung.

„Wir (Weilburg Ventures) haben dieses Konzept bereits erprobt und sowohl wir als auch unsere Investoren schätzen den starken und ständigen Deal Flow, die einfache und unkomplizierte Abwicklung sowie die Chance Teil von Club Deals zu werden oder diese sogar zu iniziieren.

Die Möglichkeit trotz kleinerer Tickets „direkt“ an den StartUps beteiligt zu sein und jeden Deal isoliert zu betrachten und zu entscheiden eröffnet den Investoren einen einmaligen Zugang als StartUp Investor. Wie Weilburg Ventures wird sich auch Loonshot Ventures sehr aktiv um die Beteilgungen kümmern und den Lead übernehmen, was die operative Arbeit bei den Investoren selbst bei Bedarf auf ein Minimum reduziert.“ so Sebastian Scholda

Der Fokus der neuen Venture liegt auf dem Bereich Fast Moving Comsumer Goods (FMCG), Agrar- und Agrartech sowie digitale Geschäftsmodelle, wodurch sich auch die Differenzierung zu Weilburg Ventures (Fokus auf B2B-Lösungen, vorzugsweise im Prop- und HealthTech-Bereich) zeigt.

„Wir haben einen klaren Fokus. Wir investieren mit unseren Investoren in Startups mit Bewertungen bis zu 5 Millionen Euro, bei Ticketgrößen bis zu 500.000 Euro. Dies sichert uns eine Phase, in der wir auch durch unser Netzwerk und Know how viel beitragen können und dem Startup einen echten Mehrwert mit direktem Impact bringen“ weiß Hermann Schmidt.

Für das Jahr 2023 plant Loonshot Ventures noch 5-6 Beteiligungen (eine davon sei schon unterschriftsreif, eine weitere gerade in Verhandlung).

„Wir freuen uns sehr darauf die Startup Szene noch aktiver als bislang mitgestalten zu können und mit frischem Kapital und Erfahrung Gründerteam zu fördern und zu Höchstleistungen anzuspornen. #bettertogether bleibt, wie bisher unser Motto für Startup-Investments so Bernhard-Stefan Müller abschließend.

Quelle Bild und Text: Tantum GmbH

Spread Group investiert in Fashion-KI-Startup SAIZ

0
Spread Group investiert in Fashion-KI-Startup SAIZ

Spread Group investiert mit neu gegründetem VC-Fonds „Spread Ventures“ in Fashion-KI-Startup „SAIZ“

Das Fashion-KI-Startup „SAIZ“ sichert sich in seiner ersten Finanzierungsrunde ein Pre-Seed Investment von Spread Ventures. Der neu gegründete VC-Fonds „Spread Ventures“ der Spread Group beteiligt sich als Leadinvestor mit einer sechsstelligen Summe an dem Berliner Unternehmen. Die Geschäftsidee von SAIZ und den beiden Gründerinnen Svenja Tegtmeier und Marita Sanchez de la Cerda: eine KI-basierte Lösung, um Retouren in der Fashion zu reduzieren.

Das Fashion-KI-Startup „SAIZ“
Retouren sind ein zentrales Problem für die Fashionindustrie, insbesondere für Online-Händler. Mehr als die Hälfte der Online-Käufe wird wegen Problemen mit der Größe und Passform zurückgeschickt. Dies verursacht nicht nur erhebliche Kosten für die Marken und Retailer, sondern sorgt für einen Großteil der CO2-Emissionen der Branche. SAIZ geht dieses Problem an, indem es Künstliche Intelligenz und NLP einsetzt, um Größen und Passformen für Fashionmarken zu optimieren – und so den Kunden auf Basis ihrer Körpermaße und Vorlieben die richtige Größe zu empfehlen.

Die B2B-SaaS-Plattform bietet außerdem Echtzeit-Datenanalysen und Einblicke, die Unternehmen dabei helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen und der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Als erste Lösung erstellt SAIZ produkt-spezifische 3D-Maße für jedes Kleidungsstück und gleicht diese mit den Körpermaßen des jeweiligen Kunden ab.

Die beiden Gründerinnen haben zuvor selbst ein Fashionlabel gegründet und ihre Erfahrungen aus der Fashionbranche mit Hilfe von KI und Datenanalyse in eine innovative Size- und Fitting-Lösung für die E-Commerce- und Fashion-Branche übersetzt und gemeinsam mit bekannten Marken und Onlinehändlern weiterentwickelt.

Das Investment Spread Ventures x SAIZ
Die Finanzierung bei SAIZ ist die erste Investition von Spread Ventures und ein Meilenstein für das Unternehmen und die Branche. Dem Lead-Investment haben sich weitere Angel-Investoren aus der Fashion- und E-Commerce-Branche angeschlossen – ein Ausdruck für das Potenzial der Lösung und die Stärke des dahinterstehenden Teams. Das frische Kapital wird dazu verwendet, die Produktentwicklung zu beschleunigen, das Team zu erweitern und das Wachstum voranzutreiben.

SAIZ ist damit auf dem besten Weg, die Fashionindustrie zu verändern und Marken dabei zu helfen, Retouren zu reduzieren, die Kundenzufriedenheit zu verbessern und nachhaltiger zu werden.

Marita Sanchez de la Cerda, Co-Gründerin von SAIZ über das Investment von Leadinvestor Spread Ventures:
„SAIZ und Spread Ventures sind ein perfektes Match. Wir freuen uns riesig darauf, gemeinsam mit einem Leadinvestor mit den gleichen Ambitionen, eine nachhaltige Fashion-Tech-Zukunft aufzubauen.“

Robin Nitsch, Head of Ventures and Innovations bei Spread Group über das Investment in SAIZ:
“SAIZ ist die erste Lösung, die tatsächlich funktioniert und Retouren nachweislich reduziert. Dadurch können Fashionbrands und Retailer nicht nur Logistikkosten sparen, sondern gleichzeitig ihren CO2-Abdruck verringern. Damit passt SAIZ perfekt zu unserer Mission, nachhaltige Lösungen in der Fashionbranche zu etablieren und Spread Group bei der Transformation zu einem Fashion-Tech-Unternehmen zu unterstützen. Mit unserem Investment und der engen Partnerschaft können wir personalisierte Produkte mit perfektem Fit verbinden, was bisher am Markt so nicht zu finden ist.“

Neuer VC-Fonds „Spread Ventures“
Der neu gegründete Investmentfonds Spread Ventures ist Europas erster VC der sich auf Fashion-Tech-Startups in der Pre-Seed- und Seed-Phase spezialisiert. Zur Investitionsstrategie sagt Robin Nitsch, Head of Ventures and Innovations: „Wir suchen die besten Teams in Europa (und darüber hinaus), um in technologiebasierte Startups mit innovativen Lösungen für eine nachhaltigere Fashion- und E-Commerce-Industrie zu investieren.

Die Fashionindustrie befindet sich an einem Wendepunkt – forciert durch neue Web3-Technologien und ESG-Anforderungen, das Nachhaltigkeitsbewusstsein der Verbrauchergeneration Z und des Gesetzgebers. Diese Trends und Technologien werden die Fashionbranche in den nächsten Jahren maßgeblich ändern, von 3D Produkt-Design über umweltfreundlichere Materialen und Produktionsprozesse bis hin zu virtuellen Kollektionen, Social Commerce und Circularity Lösungen. Mit unseren Startup-Partnern wollen wir Antworten auf diese Markttrends entwickeln, unser Branchenwissen weitergeben und neue Konzepte in großem Maßstab testen.“

Bild: SAIZ Gründerinnen Svenja Tegtmeier und Marita Sanchez de la Cerda mit Robin Nitsch, Head of Ventures und Innovation  Copyright Spread Group

Quelle: BETTERTRUST GmbH

Forscher bekräftigt Forderung nach KI-Moratorium

0

Montreal (dts Nachrichtenagentur) – Der kanadische KI-Forscher Yoshua Bengio bekräftigt Forderungen nach einem sechsmonatigen Stopp für die Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz. „Niemand weiß, wie sich KI entwickelt und welche schädlichen Anwendungen die Menschen noch entdecken werden“, sagte er der „Zeit“.

„Ich vergleiche das gern mit den Kipppunkten des Klimawandels, weil wir die noch nicht genug verstehen, sollten wir umso vorsichtiger sein.“ Es könnte noch viel schlimmer werden, als wir erwarten, so der Wissenschaftler. Bengio ist Turing-Preisträger und gilt als Pionier des maschinellen Lernens. Er gehört zu den Unterzeichnern eines offenen Briefs, in dem ein Moratorium für die Weiterentwicklung von KI gefordert wird.

„Es würde die Dynamik der Debatte ändern“, so Bengio. „Momentan erleben wir ein Wettrüsten zwischen einigen wenigen Unternehmen um die KI-Vorherrschaft, ein Moratorium würde ihnen Zeit geben, darüber nachzudenken, welche Sicherheitsmechanismen sie in ihre Produkte einbauen wollen.“ Die Gefahr, dass China ein Moratorium nutzen könnte, um in der KI-Entwicklung am Westen vorbeizuziehen, sieht Bengio nicht. „Dafür bräuchte es mehr als sechs Monate.“


Foto: Computer-Nutzer, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Athen verteidigt Mauer gegen Flüchtlinge an Grenze zur Türkei

0

Athen (dts Nachrichtenagentur) – Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hält Mauern und Schutzzäune an den Außengrenzen seines Landes und der Europäischen Union insgesamt für eine erfolgreiche Kontrolle der Flüchtlingsströme für unerlässlich. „Wir haben die Flüchtlingsströme erheblich reduziert“, sagte Mitsotakis der „Bild“.

Aufgrund der Mauer und der allgemeinen Migrationspolitik kämen weniger illegale Migranten nach Griechenland und damit nach Europa. 2015 seien noch 75 Prozent der illegalen Flüchtlinge über Griechenland nach Europa gekommen, jetzt seien es weniger als zehn Prozent. Mitsotakis weiter: „Eine Mauer ist meiner Meinung nach ein notwendiges Instrument für eine Landesgrenze und ein integraler Bestandteil einer umfassenden Migrationspolitik.“ Für ungerecht hält es der griechische Regierungschef, dass die EU es nach wie vor ablehnt, die Sperranlagen am Grenzfluss Evros zur Türkei zu finanzieren: „Natürlich ist das nicht fair.“

Griechenland sei ein Frontstaat und einem erheblichen Migrationsdruck ausgesetzt. „Ich werde mich bei der EU für eine maximale Unterstützung einsetzen“, so Mitsotakis. „Wenn das nicht möglich ist, werden wir den Zaun mit nationalen Mitteln bauen. Das ist zwar teuer, aber für ein Land wie Griechenland durchaus machbar.“

Denn er sei den Bürgern seines Landes verpflichtet, das Territorium zu schützen und dafür zu sorgen, dass man nie wieder in eine Situation gerate, in der irgendjemand ohne Rücksicht auf die Regeln seines Landes einreisen könne. Im Übrigen sei Griechenland nicht das einzige Land, welches einen Zaun oder eine Mauer baue: „Einige unserer baltischen Freunde tun genau das Gleiche.“ Sie würden dafür aber nicht kritisiert. Mitsotakis bestritt in der „Bild“ Vorwürfe, dass es vor der Küste Griechenlands zu sogenannten „Pushbacks“ von Flüchtlingen durch Sicherheitskräfte seines Landes komme: „Wir machen keine Pushbacks.“

Aber Griechenland fange im Rahmen der EU-Vorschriften Menschen auf See ab. Und weiter: „Gleichzeitig haben wir Tausende von Menschen auf See gerettet, die zu ertrinken drohten.“


Foto: Griechisches Parlament, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Verdi ruft Galeria-Beschäftigte zu Warnstreiks auf

0

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten bei Galeria Karstadt Kaufhof am Mittwoch erneut in mehreren Bundesländern zum Warnstreik auf. Hintergrund seien die seit Februar des Jahres laufenden Tarifverhandlungen, teilte Verdi mit.

Betroffen davon sind Filialen in Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Beschäftigten wollten mit den Aktionen den Druck in den festgefahrenen Tarifverhandlungen erhöhen, so die Gewerkschaft. In den seit Februar andauernden Verhandlungen fordert Verdi unter anderem die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels sowie den Insolvenzschutz für Zeitgutschriften und Zahlungsansprüche, die nicht mit der monatlichen Vergütung fällig sind. „Die Belegschaften stecken seit vielen Jahren Geld in die Sanierung des Unternehmens und verzichten auf bis zu 5.500 Euro jedes Jahr“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Marcel Schäuble.

„Dass die Arbeitgeber jetzt erneut Lohnverzicht fordern, bringt Menschen bei Galeria auf die Straße.“ Dass Belegschaften sowohl in von Schließung betroffenen Häusern als auch in den sogenannten Fortführungsfilialen sich am Streik für die Rückkehr in die Tarifbindung des Einzelhandels beteiligt hatten, zeige, wie groß die Wut der Beschäftigten sei, so Schäuble weiter. Verdi-Vorstandsmitglied Steffi Nutzenberger fügte hinzu, dass es um „die Zukunft der Menschen bei Galeria“ gehe. Zukunft heiße, dass sie sichere Arbeitsplätze zu guten tariflich abgesicherten Bedingungen hätten.

„Deshalb herrscht neben der Wut große Enttäuschung über das Verhalten des Arbeitgebers, der bislang nicht zu den Flächentarifverträgen des Einzelhandels zurückkehren will“, so Nutzenberger. „Darüber hinaus kämpfen wir weiter mit den aktiven Belegschaften um die von Schließung bedrohten Filialen.“ Die Tarifverhandlungen sollen Ende April fortgesetzt werden.


Foto: Galeria Kaufhof, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Zahl neuer Ausbildungsverträge leicht gestiegen

0

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2022 haben erneut etwas mehr Menschen in Deutschland eine Ausbildung begonnen. Nach vorläufigen Ergebnissen stieg die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung um 0,6 Prozent auf 468.900, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit.

Im Jahr 2021 waren es noch 466.200 Neuverträge gewesen. Damit stieg die Zahl nach dem starken Einbruch im Corona-Jahr 2020 (463.300 Neuverträge) im zweiten Jahr in Folge leicht an. Allerdings war sie um 8,0 Prozent geringer als im Jahr 2019 und lag damit weiterhin deutlich niedriger als vor der Corona-Pandemie (2019: 510.900 Neuverträge). Insgesamt war 2022 der Anstieg gegenüber dem Vorjahr bei Frauen mit +1,1 Prozent deutlich stärker als bei Männern mit +0,3 Prozent.

Der Geschlechterunterschied machte sich besonders im Handwerk (insgesamt -2,3 Prozent auf 127.400 Neuverträge) bemerkbar, wo bei Männern ein starker Rückgang von 3,0 Prozent zu verzeichnen war, während bei Frauen 2,0 Prozent mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden. Handwerksberufe werden jedoch weiter vorrangig von Männern erlernt. So wurden 81 Prozent der Neuverträge im Handwerk von Männern abgeschlossen. Den allgemein stärksten Zuwachs hatten Neuabschlüsse im Ausbildungsbereich „Industrie und Handel“ (+2,9 Prozent auf 269.800), während in der Landwirtschaft ein sehr starker Rückgang zu verzeichnen war (-5 Prozent auf 13.000), so die Behörde.

Die Gesamtzahl der Auszubildenden war 2022 weiter rückläufig. So befanden sich zum Jahresende 1.216.000 Personen in Deutschland in einer dualen Berufsausbildung, das waren 3,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dieser Rückgang fällt stärker als 2021 (-2,6 Prozent) aus, was sich mit der geringen Zahl an Neuabschlüssen der beiden letzten Jahre und insbesondere durch den Einbruch bei den Neuabschlüssen im Jahr 2020 erklären lässt. Ein Rückgang der Zahl Auszubildender war im Jahr 2022 in allen Ausbildungsbereichen zu beobachten.

Insgesamt absolvierten 39.500 Personen weniger eine Ausbildung als im Vorjahr, wobei der prozentuale Rückgang sowohl bei Männern als auch Frauen bei jeweils rund 3,0 Prozent lag. Mit 37.000 weniger Auszubildenden verzeichneten die beiden am stärksten besetzten Ausbildungsbereiche (Industrie und Handel: -26.300 beziehungsweise -4,0 Prozent, Handwerk -10.700 beziehungsweise -3,0 Prozent) über 90 Prozent des gesamten Rückgangs, so die Statistiker.


Foto: Arbeitsamt in Aschersleben, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kassenärzte verlangen Klarheit über Krankenhausreform

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Kassenärzte-Chef Andreas Gassen hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vorgeworfen, die Bevölkerung über die wahren Ziele der geplanten Krankenhausreform im Unklaren zu lassen. „Man muss den Menschen reinen Wein einschenken“, sagte Gassen den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ mit Blick auf Äußerungen von Lauterbach, bei der Reform gehe es nicht um die Schließung von Kliniken.

„Es ist nicht zielführend, so zu tun, als ändere sich für die Bevölkerung nichts und alles bliebe letztlich so wie jetzt“, fügte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hinzu. Deutschland habe gar nicht mehr das Personal, die heute vorhandenen fast 2.000 Kliniken komplett weiterzubetreiben. „Die Kliniklandschaft, wie wir sie heute kennen, ist in dieser Form offenkundig nicht mehr haltbar und nicht mehr notwendig“, so Gassen weiter. Die Krankenhausreform müsse dazu führen, dass es am Ende erkennbar weniger Kliniken gebe, die dann aber personell und technisch gut ausgestattet seien.

Nach der Reform werde es einen gewissen Teil der Kliniken nicht mehr als Krankenhaus geben. Das sei sicherlich schmerzhaft für Politiker vor Ort, weil Krankenhäuser als heilige Kühe gälten, die man nicht schlachten wolle, „doch wenn am Ende die heilige Kuh verhungert, ist auch keinem gedient“, so Gassen. Es müsse aber nicht immer um eine Schließung gehen. Vorstellbar sei auch eine Umwandlung in ein Versorgungszentrum, wo zum Beispiel ambulante Operationen angeboten würden, so der KBV-Chef.


Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts