Freitag, April 4, 2025
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DIHK sieht AKW-Aus als "Standortnachteil" für Deutschland

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht den endgültigen Atomausstieg am 15. April als „Standortnachteil“ für die Bundesrepublik. „Trotz gesunkener Gaspreise bleiben die Energiekosten für die meisten Betriebe in Deutschland hoch“, sagte DIHK-Präsident Peter Adrian der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe).

Zugleich sei man beim Thema Versorgungssicherheit noch nicht über den Berg. „Das gilt nicht nur mit Blick auf den Winter 2023/24, sondern auch langfristig. Wir müssen deshalb weiterhin alles dafür tun, das Angebot an Energie auszuweiten und es keinesfalls weiter einzuschränken“, warnte Adrian. „Denn Deutschland ist auf alle verfügbaren Energieträger angewiesen.“

Nur so könne man in den kommenden Monaten Versorgungsengpässe und eine erneute massive Steigerung der Energiepreise vermeiden oder zumindest abmildern, mahnte der DIHK-Chef. „Das in Deutschland bislang unbekannte Risiko von Ausfällen oder Einschränkungen der Energieversorgung ist ein Standortnachteil, der in einem Industrieland durch nichts ausglichen werden kann.“ Vor diesem Hintergrund setzten weite Teile der deutschen Wirtschaft darauf, einsetzbare Kernkraftwerke bis zum Ende der Krise weiterlaufen zu lassen. „Für diese Position gibt es auch in den Gremien der DIHK eine breite Unterstützung“, sagte der DIHK-Präsident.

Am 15. April sollen die letzten deutschen Atomkraftwerke vom Netz gehen.


Foto: Atomkraftwerk, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Unterhaltungsangebote an Bord für Fluggäste immer wichtiger

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Jeder zweite Fluggast würde die Fluggesellschaft wechseln, wenn ihm das Entertainment-Programm an Bord nicht gefällt. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Kearney hervor, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Dienstagausgabe berichtet.

Mehr als 80 Prozent der Befragten in Deutschland halten demnach das Unterhaltungsangebot an Bord für einen zentralen Faktor bei der Auswahl eines Langstreckenfluges. Für die Studie hat die Unternehmensberatung 3.000 Personen aus acht Ländern befragt, auch aus Deutschland. Knapp die Hälfte der Befragten würde der Umfrage zufolge sogar zu einer anderen Fluggesellschaft wechseln, wenn ihnen die Bordunterhaltung nicht gefallen hat. Eine besondere Rolle – vor allem für Jüngere – spielt dabei offenbar ein funktionsfähiges Internet. Mehr als 50 Prozent der 18-bis-35-Jährigen und mehr als 30 Prozent der Über-35-Jährigen würden für besseres Wi-Fi auf einem Flug von mehr als drei Stunden bezahlen. 87 Prozent haben nichts gegen relevante Produktwerbung. „Das klassische Modell der Bordunterhaltung ist überholt“, sagte Philipp Bensel, Partner und Luftfahrtexperte bei Kearney, der Zeitung. Kearney empfiehlt Filmstudios daher, Inhalte direkt an Fluggesellschaften zu lizenzieren. Streaming-Anbieter könnten den Fluggästen Zugang zu ihren Plattformen für die gesamte Dauer der Reise anbieten und so neue Abonnenten gewinnen.


Foto: Rothaarige Frau in einem Flugzeug, über dts Nachrichtenagentur

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Innenministerin sieht Haftbefehl gegen Putin nicht nur als Symbolik

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Innenministerin Nancy Faeser hat die Bedeutung des Internationalen Haftbefehls gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin betont. Der Haftbefehl sei „weit mehr als Symbolik“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben).

„Wenn Putin Russland verlässt und in ein demokratisches Land reist, kann ihm die Verhaftung und Überstellung nach Den Haag drohen“, glaubt sie. Sie wünsche sich, dass sich Putin einmal vor dem Internationalen Gerichtshof verantworten müsse für den Krieg, den er gegen die ukrainische Zivilbevölkerung führe, so Faeser. Der Tatvorwurf – die Verschleppung von Kindern aus besetzten Gebieten in der Ukraine – sei „ein furchtbares Kriegsverbrechen“.


Foto: Wladimir Putin, über dts Nachrichtenagentur

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Jeder Zehnte arbeitssüchtig – Hohes Krankheitsrisiko

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Wer arbeitssüchtig ist, ist deutlich kränker als andere Beschäftigte. Das geht aus einer Studie für die Hans-Böckler-Stiftung hervor, über die die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Demnach arbeiten zehn Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland suchthaft. Das heißt, sie arbeiten nicht nur exzessiv, sondern auch zwanghaft. 28 Prozent der Betroffenen bezeichnen ihre Gesundheit als weniger gut oder schlecht. Das ist ein doppelt so hoher Anteil wie bei Menschen, die normal arbeiten, so die Studienautoren des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der TU Braunschweig. 90 Prozent der Suchtarbeiter melden binnen eines Jahres Beschwerden, und zwar im Schnitt sieben Stück: von Rückenschmerzen über Probleme an Muskeln und Skelett bis zu Psychosomatischem wie Schlafstörungen und Niedergeschlagenheit. Die Arbeitssucht hat gravierende gesellschaftliche Folgen, warnen die Forscher. Suchthaft Arbeitende seien besonders von einem erhöhten Risiko für Burnout und depressiven Verstimmungen betroffen – und können dadurch länger ausfallen. Das halten die Forscher nicht nur aus der Perspektive der Betroffenen, sondern auch für Betriebe und die Gesellschaft problematisch. Arbeitsausfälle könnten zu Unterbrechungen der Produktion führen. Wegen des demografischen Wandels sind Arbeitskräfte schon jetzt in vielen Branchen knapp.


Foto: Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

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Grüne und SPD lehnen letzten Vorstoß für AKW-Reservebetrieb ab

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grüne und SPD im Bundestag lehnen den Vorschlag ihres Koalitionspartners FDP ab, die drei noch im Betrieb befindlichen Atomkraftwerke auch über die geplante Abschaltung der Reaktoren am 15. April hinaus in Reserve zu halten. „Es gibt ausreichend Kraftwerkskapazität in Deutschland ohne Atomenergie – und dieses Jahr werden noch viele Gigawatt günstige Erneuerbare Energien hinzugebaut. Eine dauernde Betriebsbereitschaft der AKWs ist absolut unnötig und wäre viel zu teuer“, sagte die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen Julia Verlinden der „Welt“.

Zuvor hatte der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Michael Kruse, die Bundesregierung aufgefordert, die Unumkehrbarkeit des Atomausstiegs zu überdenken und die Atomkraftwerke Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim noch mindestens ein Jahr in Reserve zu halten. „Wir sprechen uns stattdessen dafür aus, dass die Kernkraftwerke bis zur vollständigen Substitution des russischen Erdgases durch andere Quellen – voraussichtlich im Frühjahr 2024 – reaktivierbar bleiben“, so Kruse. Widerspruch erntete der Liberale auch aus der SPD-Bundestagsfraktion.

Deren energiepolitischer Berichterstatter Jakob Blankenburg sagte der „Welt“: „Unsere Energieversorgung in Deutschland ist sicher, selbstverständlich auch nach dem 15. April. Diejenigen, die etwas anderes erzählen, tun dies einzig und allein, um Stimmung zu machen und Ängste in der Bevölkerung zu schüren.“ Union und AfD im Bundestag kritisierten das bevorstehende Abschalten der drei Kernkraftwerke scharf. Andreas Jung (CDU), energiepolitischer Sprecher der Unionsfraktion, sagte: „Die Ampel kappt mitten in der Krise laufende Kernenergie, mobilisiert bei der Braunkohle aber weiter die letzte Reserve: Das ist klimaschädlich, schwächt Energiesicherheit und beschädigt europäische Solidarität.“

Dies sei „der nächste Klima-Tiefschlag der Ampel nach dem sang- und klanglosen Streichen des Klimaschutz-Sofortprogramms und dem Aufweichen des Klimaschutzgesetzes“. AfD-Fraktionschefin Alice Weidel nannte das Aus für die Atomkraft in Deutschland „eine ideologische Wahnsinnstat gegen jede ökonomische und politische Vernunft und gegen den Willen einer Mehrheit der deutschen Bürger“. Die drei noch im Betrieb befindlichen AKW müssten „dauerhaft am Netz bleiben, bereits stillgelegte Kraftwerke müssen reaktiviert werden, und perspektivisch muss auch der Bau neuer, moderner Kernkraftwerke ins Auge gefasst werden“.


Foto: Atomkraftwerk, über dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen uneinheitlich – Öl gibt etwas nach

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Montag nach einem durchweg schwachen Start uneinheitlich geschlossen. Bis zum Handelsende in New York kämpfte sich der Dow in den grünen Bereich und würde mit 33.587 Punkten berechnet, 0,3 Prozent höher als am Freitag.

Der breiter gefasste S&P 500 tat sich schwerer und schloss mit 4.109 Punkten nur 0,1 Prozent stärker, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 am Ende mit 13.051 Punkten gar 0,1 Prozent schwächer als am Freitag, wenngleich auch hier anfänglich größere Verluste reduziert wurden. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagabend schwächer. Ein Euro kostete 1,0862 US-Dollar (-0,35 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9206 Euro zu haben. Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Abend wurden für eine Feinunze 1.991 US-Dollar gezahlt (-0,8 Prozent).

Das entspricht einem Preis von 58,92 Euro pro Gramm. Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 84,27 US-Dollar, das waren 85 Cent oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

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Bundesnetzagentur hält Versorgung von Wärmepumpen für möglich

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Bonn (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesnetzagentur ist nach eigenen Angaben „zuversichtlich, dass die örtlichen Stromnetze schon bald überall in der Lage sind, die Wärmewende zu ermöglichen“. Der Regulierungsvorschlag der Behörde ermögliche es „jedem“, eine Wärmepumpe anzuschließen, schrieb Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller am Montag auf Twitter.

„Eingriffe dürften nur in Ausnahmefällen notwendig werden.“ In einem solchen Fall seien die Netzbetreiber zur Beseitigung von Engpässen verpflichtet, so Müller.


Foto: Bundesnetzagentur, über dts Nachrichtenagentur

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Deutscher Ex-Botschafter sieht Erdogan am Ende

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Berlin/Ankara (dts Nachrichtenagentur) – Nach Ansicht des ehemaligen deutschen Botschafters in der Türkei, Martin Erdmann, stößt die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unabhängig vom Ausgang der Wahlen im Mai an ihre Grenzen. „Das System Erdogan ist Geschichte“, sagte Erdmann der „Welt“ (Dienstagausgabe).

Es befinde sich seit einiger Zeit im Niedergang. Der Präsident stehe einer „dysfunktionalen Ein-Mann-Herrschaft“ vor. „Niemand traut sich mehr, Entscheidungen zu treffen, aus Angst, dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden“, so Erdmann. „Im Interesse des Landes kann man nur hoffen, dass die Menschen an der Wahlurne das Ruder umlegen und die Koalitionsparteien der Opposition mit ihrem gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten wählen.“

Im Falle einer Wahlniederlage des türkischen Präsidenten sei die Frage, „ob er zu illegalen Mitteln greift“. Ob er zum Beispiel die Armee einsetzen würde, in Form eines Militärputsches von oben, so Erdmann. „Ich persönlich glaube eher, dass er im Falle einer Niederlage ein Flugzeug mit unbekanntem Ziel besteigen würde.“ Ruhestand dagegen sei keine Option für Erdogan.

„Seine Regierungszeit ist von Korruption und Nepotismus geprägt“, sagte Erdmann. Das werde eines Tages juristische Konsequenzen haben. Die Politik der Ampel-Koalition beschreibt Erdmann als Fortführung des Kurses unter Angela Merkel. Die kritischen Worte von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock gegenüber ihrem Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu im vergangenen Juli seien „verhallt“.

„Danach habe ich kein gesteigertes Maß an kritischer Positionierung wahrgenommen“, so Erdmann. Das liege auch an der Migrationsthematik. „Ich glaube, das ist einer der Gründe, warum man das System Erdogan nicht verärgern will: auch weil er diesen Hebel in der Hand hält.“


Foto: Recep Tayyip Erdogan, über dts Nachrichtenagentur

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Zweitliga-Schlusslicht Sandhausen entlässt Cheftrainer Oral

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Sandhausen (dts Nachrichtenagentur) – Der SV Sandhausen hat Cheftrainer Tomas Oral nach nur sechs Spielen im Amt freigestellt. Die Entscheidung gelte mit sofortiger Wirkung, teilte das Zweitliga-Schlusslicht am Ostermontag mit.

Interimsweise sollen die Co-Trainer Gerhard Kleppinger und Oscar Corrochano das Training und die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg übernehmen. Oral hatte die Mannschaft erst am 20. Februar übernommen. SVS-Präsident Jürgen Machmeier begründete die Entscheidung mit dem ausbleibenden sportlichen Erfolg: Die Hoffnung, mit Oral den „entscheidenden Impuls für einen erfolgreichen Abstiegskampf“ zu setzen, habe sich nicht erfüllt. Nach nur zwei Punkten aus den zurückliegenden sechs Partien, darunter „indiskutable Heimauftritte“ gegen St. Pauli und Greuther Fürth, sehe man keine andere Möglichkeit, um die Saison doch noch mit dem Klassenerhalt zu beenden. Geschäftsführer Volker Piegsa fügte hinzu, dass die Freistellung „im Sinne des Vereins unvermeidbar“ gewesen sei. In der Tabelle hat Sandhausen bei sieben verbleibenden Spielen mittlerweile sechs Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16.


Foto: Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur

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CDU und FDP kritisieren Macrons Aussagen zu China scharf

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Forderung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dass Europa unabhängiger von den USA werden und sich nicht in den Taiwan-Konflikt hineinziehen dürfe, ruft in Berlin deutliche Kritik hervor. FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai sagte der „Bild“ (Dienstagausgabe): „Macrons Position wäre keine kluge Strategie für Europa. Wir leben in einer gefährlichen Welt. USA und Europa sollten daher eng zusammenarbeiten.“

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen kritisierte den französischen Präsidenten scharf: „Macron scheint von allen guten Geistern verlassen“, sagte Röttgen der „Bild“. „Während es Amerika ist und nicht Frankreich oder Deutschland, das die Ukraine maßgeblich unterstützt und damit Europa verteidigt, fordert Macron eine Abkehr von Amerika. Während China gerade den Angriff auf Taiwan übt, verlangt Macron eine Annäherung an China.“ Röttgen weiter: „Europa spaltet und schwächt er mit solch einer naiven und gefährlichen Rhetorik.“ Der CDU-Politiker wirft die Frage auf, ob hinter Macrons China-Aussagen womöglich wirtschaftliche Motive stecken: „Sind es die Interessen französischer Unternehmen, die Macron zu diesen außenpolitisch unverantwortlichen Positionen bringen? Oder hat der französische Präsident nicht nur im Land, sondern auch in der Außenpolitik die Beziehung zur Realität verloren?“ Röttgen widerspricht Macron, dass Taiwan Europa nichts angehe: „Taiwan steht für den globalen Machtanspruch Chinas. Eine Weltordnung nach chinesischen Vorstellungen ist sicher nicht das Interesse Europas.“


Foto: Emmanuel Macron, über dts Nachrichtenagentur

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