Donnerstag, Februar 5, 2026
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Chiphersteller Semikron Danfoss stellt Bedingungen für Investitionen

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Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Der Chipproduzent Semikron Danfoss will seine Kapazitäten in Nürnberg verdreifachen und dafür 250 Millionen Euro investieren – wenn der Staat die Investition fördert. „Klar sind die Fertigungskosten hierzulande hoch, aber in Nürnberg wird das durch das vorhandene Know-how und das Umfeld kompensiert“, sagte Strategiechef Thomas Grasshoff dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

Das Unternehmen produziert Module und Chips für Leistungselektronik. Dabei geht es um die möglichst effiziente Umwandlung von elektrischer Energie, etwa bei Solarpaneelen, Windkraftanlagen oder Elektroautos. Für die Investitionsentscheidung pocht Semikron Danfoss aber auf eine staatliche Förderung von 30 Prozent der Investitionssumme. „Komplett ohne staatliche Förderung ist dieser Kapazitätsausbau nicht denkbar“, erklärte Frank Pfeiffer, Leiter der Chipfabrik.

China hole stark in der Leistungselektronik auf und fördere den Bereich massiv. Das Vorhaben der Firma steht auf einer inoffiziellen Liste der Bundesregierung von etwa 20 Projekten, die ihr Interesse an einer Förderung nach dem „European Chips Act“ bekundet haben. Das Investitionsvolumen soll insgesamt sechs bis sieben Milliarden Euro betragen, schreibt das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise. Darauf zu finden sind demnach auch die Vorhaben von Vishay Electronics in Itzehoe und Globalfoundries in Dresden.

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse gelten weitere Subventionen für Chipfabriken aber als unwahrscheinlich. Die bisherige Unterstützung durch die Bundes- und Landesregierung schätze man sehr, sagte Semikron-Manager Grasshoff. „Wir wollen es unbedingt vermeiden, aber im Zweifel werden wir unsere Produktionserweiterung in einem anderen Land umsetzen müssen.“ Im Rahmen des „European Chips Act“ sollen bereits die Ansiedlungen von Intel und TSMC gefördert werden.

Diese Subventionen sind noch nicht rechtskräftig, können Regierungskreisen zufolge aber trotz des Urteils aus Karlsruhe voraussichtlich ausgeschüttet werden.


Foto: Euroscheine (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Mehrheit zweifelt an Scholz` Kanzler-Kompetenz

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – 66 Prozent der Bundesbürger glauben nicht, dass Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angesichts der Haushaltskrise seinen Aufgaben gewachsen ist. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hat für das Trendbarometer der TV-Sender RTL und ntv.

Demnach glauben 24 Prozent der Bürger an den Kanzler und seine Kompetenz in der Krise. Unter den SPD-Anhängern unterstützen Scholz 79 Prozent. Auch an der Kompetenz von Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) zweifeln 62 Prozent. Bei Finanzminister Christian Lindner (FDP) sind es ähnlich viele (61 Prozent).

Ihm stärken die FDP-Anhänger mit 91 Prozent den Rücken. Für mögliche Neuwahlen sprechen sich aktuell 46 Prozent der Bürger aus, 48 Prozent sind dagegen. Für die Erhebung wurden am 22. November 1.010 Menschen in Deutschland befragt.


Foto: Menschen in einer Fußgängerzone (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Dax legt zu – Ölpreis deutlich gesunken

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Mittwoch hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 15.958 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Nach einem Start im Plus konnte der Dax im Tagesverlauf weiter zulegen. „Zwei Punkte unterhalb der 16.000er Marke war heute Schluss für den Deutschen Aktienindex. Rein technisch betrachtet bedeutet dies wegen eines neuen Hochs innerhalb der laufenden Aufwärtsbewegung zunächst einmal weiterhin grünes Licht“, kommentierte Marktanalyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets das Börsengeschehen. „Kann der Index die Schallmauer zeitnah nicht durchbrechen, dürften trotz des intakten Trends verstärkte Gewinnmitnahmen einsetzen. Die schwere Aufgabe muss der Index allerdings in den kommenden beiden Handelstagen fast allein erledigen, auf Unterstützung aus New York können die Anleger in Frankfurt wegen des langen Thanksgiving-Wochenende nicht zählen.“

Dort werfe die leichte Enttäuschung über die Quartalsergebnisse von Nvidia Fragen auf, so Oldenburger. „Scheinbar reichen ein dreimal so hoher Umsatz und zwölffacher Gewinn im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr aus, um weitere Käufe zu generieren.“ In Frankfurt standen bis kurz vor Handelsschluss die Bayer-Aktien am Ende der Kursliste.

Hintergrund sind ein US-Urteil zum Tochterkonzern Monsanto sowie der Rückruf einer Charge eines Krebsmedikaments in den USA. An der Dax-Spitze standen derweil die Papiere von Symrise. Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Dezember kostete 45 Euro und damit zwei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank hingegen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 79,35 US-Dollar, das waren 310 Cent oder 3,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochnachmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,0868 US-Dollar (-0,39 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9201 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

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Dreyer will AfD-Wähler zurückgewinnen

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Mainz (dts Nachrichtenagentur) – Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, will Wähler der AfD wieder für die SPD begeistern. „Wir wollen auch AfD-Wähler zurückgewinnen“, sagte Dreyer der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

„Es spielt keine Rolle, was Menschen vorher vielleicht einmal gewählt haben. Die SPD steht für Solidarität und Gerechtigkeit.“ Bei der Landtagswahl in Hessen hatte die SPD stärker als jede andere Partei Stimmen an die AfD verloren. Es sei Auftrag aller demokratischen Parteien, den Zulauf zur AfD zu stoppen, so Dreyer.

„Sonst erkennen wir unser Land irgendwann nicht mehr wieder.“ Viele entschieden sich wegen der Flüchtlingspolitik für die AfD, glaubt die Regierungschefin. Es seien gerade Beschlüsse gefasst worden. „Aber wir dürfen nicht den Fehler machen, uns allein auf dieses Thema zu konzentrieren.“

Dreyer äußerte die Sorge vor einer Deindustrialisierung. „Wir sind auf dem Weg zur CO2-neutralen Produktion, die aus meiner Sicht grundlegend wichtig ist, damit wir überhaupt eine Zukunft haben“, sagte sie. „Wir müssen die Industrie bei Klimainvestitionen unterstützen, damit sie im globalen Wettbewerb bestehen kann. Sie ist die Grundlage, um unseren Wohlstand und sozialen Zusammenhalt zu sichern.“

Dreyer appellierte an die Bundesregierung, den Haushalt 2024 fertig zu stellen. Aus ihrer Sicht solle das geschehen, indem man abermals eine Notlage ausrufe. Den Vorschlag der FDP, Sozialkürzungen vorzunehmen, bezeichnete die SPD-Politikerin als zynisch. „Unsere Gesellschaft ist tief verunsichert.“

Es sei klar, dass sowohl die Bürger Unterstützung bräuchten als auch die Unternehmen, sagte sie. Dreyer verteidigte das Tempo der Fortschritte bei Reformen im Hochwasserschutz nach der Ahrtal-Katastrophe im Juli 2021. „Sie können als Land nicht alles allein beschließen. Das meiste sind Aufgaben, die per Gesetz bei den Kommunen liegen, die damit auch entscheiden können. Wir haben unseren Teil erfüllt, aber vieles ist und bleibt Sache der Kommunen und Landkreise.“

Im Ahrtal und im Umland sollen Wasserverbände entstehen, die es für den Hochwasserschutz braucht. Zu Angriffen, die es auch gegen sie persönlich gab, sagte Dreyer, natürlich treffe sie das. „Ich bin nicht nur Ministerpräsidentin, ich bin auch ein Mensch. Die politische Kultur im Lande hat sich schon sehr verändert.“

Die für Medien zuständige Staatssekretärin Heike Raab (SPD) hatte sich wegen einer überspitzten Formulierung eines Journalisten vom SWR beim Sender beschwert; CDU und Freie Wähler fordern ihren Rücktritt. Auf die Frage, ob Dreyer sich auch beschwert hätte, sagte Dreyer: „Ich habe mich nicht beschwert.“


Foto: Malu Dreyer (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Schuldenbremse: Lindner-Berater gegen Erklärung von Notlage

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Wirtschaftsweise und heutige Berater von Finanzminister Christian Lindner (FDP), Lars Feld, hält eine weitere Ausnahme von der Schuldenbremse im kommenden Jahr nicht für möglich. „Eine weitere Notlage, um die Schuldenbremse auch 2024 auszusetzen, halte ich für nur schwer begründbar“, sagte Feld dem Nachrichtenportal „T-Online“ am Mittwoch.

„Dafür bräuchte es als Erklärung entweder eine neuerliche Naturkatastrophe oder eine dramatisch verschlechterte Wirtschaftslage. All das ist aktuell nicht erkennbar.“ Auch mit einem Rückgang der Konjunktur durch den Wegfall möglicher Industriesubventionen aus dem Wirtschafts- und Stabilisierungsfonds lasse sich keine Notlage konstruieren. „Wenn der Staat weniger Geld ausgibt, sinkt zwar das Wirtschaftswachstum“, so der Ökonom.

„Allerdings würde die Konjunktur deshalb nicht einbrechen. Schlimmstenfalls landen wir in einer Stagnation; statt 0,8 Prozent sind es dann 0,4 Prozent Wachstum. Das aber rechtfertigt keine Notlage“, sagte Feld. „Nach dem heutigen Stand gibt es keinen Anlass, die Schuldenbremse noch einmal auszusetzen.“

Um einen verfassungskonformen Haushalt 2024 zu beschließen, rät er der Ampel-Koalition zum Abbau von Subventionen, Steuerprivilegien und Kürzungen bei den Sozialausgaben. „Ich würde stark bei den Subventionen streichen“, sagte Feld. „Die Mittel, die der Bund über die CO2-Bepreisung einnimmt, sollten zügig über das Klimageld an die Bürger wieder ausgezahlt werden. Das wäre ein echter und ein guter Sozialausgleich.“

Gleichzeitig ließen sich Steuervorteile wie jenes, Handwerksdienstleistungen von der Einkommenssteuer abzusetzen, abschaffen. „Dieser Vorteil wurde eingeführt, um die Schwarzarbeit zu bekämpfen. Mehrere Studien aber zeigen: Dieser Steuerbonus hat keinerlei Auswirkungen auf die Schwarzarbeit, das kann man sich also schenken“, so Feld. „Und damit einen nennenswerten Konsolidierungsbeitrag erzielen.“


Foto: Schuldenuhr (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Haseloff pocht auf Einhaltung von Förderzusagen an Intel

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) drängt die Bundesregierung zur Einhaltung von Förder-Zusagen an den Chip-Hersteller Intel. „Die Landesregierung geht davon aus, dass die bereits abgeschlossenen vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Bundesregierung und Intel natürlich weiterhin Gültigkeit haben“, sagte Haseloff dem „Tagesspiegel“ am Mittwoch.

In den kommenden Jahren soll in Magdeburg eine Fabrik zur Halbleiter-Produktion entstehen. Intel unterstützt schon jetzt Universitäten in Sachsen-Anhalt mit Geld und hat mit der Ausbildung erster Mitarbeiter vor Ort begonnen. Haseloff sagte, die deutsche Bundesregierung müsse jetzt Verlässlichkeit beweisen. „Intel ist auch ein europäisches Projekt, um die Abhängigkeit der europäischen Wirtschaft von der Halbleiterindustrie in Asien und Amerika zu verringern“, so der CDU-Politiker.

Das Investitionsvolumen der Ansiedlung beträgt mehr als 30 Milliarden Euro. Die Bundesregierung fördert das Projekt mit 9,9 Milliarden Euro. 6,8 Milliarden davon sind im Kernhaushalt der Bundesregierung. Die weiteren 3,1 Milliarden sind im Klima- und Transformationsfonds (KTF) eingeplant, dem nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Nachtragshaushalt 2021 nun 60 Milliarden Euro fehlen.


Foto: Reiner Haseloff (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Haushalt: Union unterstützt Absage von Bereinigungssitzung

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union unterstützt eine Absage der für Donnerstag geplanten Bereinigungssitzung für den Haushalt 2024 durch die Ampelkoalition. „Eine Streichung der Sitzung des Haushaltsausschusses ist ein erster richtiger Schritt auf dem Weg, sich ehrlich zu machen“, sagte Parlamentsgeschäftsführer Thorsten Frei (CDU) der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Die Union habe bereits in der vergangenen Woche darauf gedrungen, die Beschlussfassung über den Haushalt auszusetzen. Frei forderte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf, in der nächsten Woche eine Regierungserklärung abzugeben. „Der Bundeskanzler muss vor dem Deutschen Bundestag darlegen, welche Auswirkungen das Urteil nach seiner Auffassung auf die Haushalte der Jahre 2023/2024 hat und welche politischen Konsequenzen er daraus zieht.“ Die Ampel sei derzeit vollkommen kopflos.

Nachdem die Koalition zunächst den Eindruck zu erwecken versucht habe, „sie könne einfach in der Tagesordnung fortfahren, wird nun mit jedem Tag deutlicher, welches Desaster die Koalition angerichtet hat“, sagte Frei.


Foto: Friedrich Merz und Thorsten Frei (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Aumio wird ab sofort von allen Krankenkassen erstattet

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Aumio

Der Winter mit seinen kurzen Tagen, den tiefen Temperaturen und den begrenzten Gelegenheiten, im Freien aktiv zu sein, kann erhebliche Auswirkungen auf die Stimmung und das allgemeine Wohlbefinden von Kindern haben. Dies erhöht wiederum das Risiko für Winterdepressionen, Stress und eine gesteigerte Anfälligkeit für mentale Gesundheitsprobleme. Hier möchte Aumio, die führende Meditations- und Schlaf-App für Kinder, die bereits von über einer halben Millionen Familien genutzt wird, vorbeugend unterstützen.

Das Berliner Startup hat als erste Kinder-App das Siegel von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) erhalten, das von deutschen Krankenkassen anerkannt wird. Dadurch sind die Kosten der App von 85 Euro pro Jahr für Familien gesichert, und der Zugang zu qualitativ hochwertiger, kindgerechter mentaler Gesundheitsförderung gewährleistet.

„Psychische Erkrankungen sind bei Kindern oft schwer zu erkennen, da sie ihre Gefühlswelt gegenüber Eltern oft nicht so deutlich ausdrücken. Daher spielen präventive Maßnahmen eine entscheidende Rolle. Frühzeitig einen Fokus auf die mentale Gesundheit zu richten, trägt dazu bei, das Risiko von psychischen Problemen und Erkrankungen im späteren Leben erheblich zu reduzieren.“ – Jean Ochel, Psychologe & Gründer von Aumio

Präventive Maßnahmen zur Förderung der mentalen Gesundheit

Die Prävention von mentaler Gesundheit spielt in der heutigen gesellschaftlich herausfordernden Zeit eine große Rolle bei der kindlichen Entwicklung. Aus diesem Grund hat Aumio einen bedeutenden Schritt unternommen, um sicherzustellen, dass ihre Meditations- und Schlaf-App für Kinder kostenfrei zugänglich ist. Das Berliner Startup erhielt das Präventions-Siegel von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP), welches ab sofort von sämtlichen gesetzlichen Krankenkassen anerkannt wird. Dies ermöglicht es, die Kosten für die Nutzung von Aumio zu übernehmen und gewährleistet Familien einen Zugang zu hochwertigen, kindgerechten Mitteln zur Förderung der mentalen Gesundheit.

„Kürzere Tage, Tristesse und das häufig nass-kalte Wetter der Wintermonate stellen viele Familien vor eine große Herausforderung, da sie das Wohlbefinden der Kinder erheblich beeinflussen können. Daher ist von großer Bedeutung, bereits die junge Generation mit den richtigen, selbstwirksamen Werkzeugen auf spielerisch leichte Art auszustatten. Dadurch lernen sie frühzeitig, mit mentalen Schwankungen umzugehen, bevor sich diese auf ihre psychische Gesundheit auswirken.“ – Dipl.-Psych. Nicole Engel, Verhaltenstherapeutin & Gründerin des Mental Health Instituts PSYCHOLOGICUM Berlin

Digitale Gesundheits-Tools für Kinder

Eine aktuelle Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat gezeigt, dass die Praxis der Achtsamkeit, insbesondere durch Meditations-Apps wie Aumio, die psychische Gesundheit von Kindern fördern kann. Kinder, die in dieser Studie auf Mental-Health-Apps zurückgriffen, wiesen signifikant niedrigere Stressniveaus auf und neigten seltener zu Wut und Traurigkeit. Diese Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial digitaler Gesundheitsanwendungen zur Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern. Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit psychologischer Betreuung gewinnt die Nutzung dieser Tools zunehmend an Bedeutung. Daher ist es von großer Wichtigkeit, Kinder bereits frühzeitig mit mentalen Gesundheits-Tools vertraut zu machen und diese fest in ihren Alltag zu integrieren. Auf diese Weise können sie die notwendigen Kompetenzen und Ressourcen erlangen, um ihre psychische Gesundheit in einer zunehmend digital geprägten Welt gezielt zu fördern.

“Nach mehr als zwei Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit mit führenden Krankenkassen, darunter die TK, freuen wir uns, dass unser Präventionssiegel nun sämtliche gesetzliche Krankenkassen zur Kostenübernahme von Aumio verpflichtet. Diese Entwicklung ermöglicht es Familien, ihre Kinder bestmöglich auf dem Weg zu einer starken psychischen Gesundheit zu unterstützen, indem wir ihnen kostenlosen Zugang zu unseren hochwertigen mentalen Gesundheitsressourcen ermöglichen.”- Tilman Wiewinner, Gründer von Aumio

Kostenübernahme von Krankenkassen

Alle Versicherten einer gesetzlichen Krankenversicherung haben ab sofort die Möglichkeit, sich die Kosten für die Präventionsanwendung von Aumio bis zu 100 Prozent von ihrer Krankenkasse erstatten zu lassen. Das Angebot kann auf der Website (https://kids.aumio.com/) heruntergeladen werden. Neben dem App-Angebot enthalten Eltern einen E-Mail-Kurs, der sie mit Tipps und Ratschlägen bei der mentalen Prävention ihrer Kinder begleitet. In Zusammenarbeit mit ausgewählten Kooperationspartnern übernehmen Krankenkassen sogar die Kosten vollständig im Voraus, sodass die Versicherten keine eigenen Beiträge vorab leisten müssen.

Auf dem Weg zur weltweit führenden Mental Health Plattform für Familien

Aumio wird bereits von mehr als 500.000 Familien in der DACH-Region genutzt und hat sich seit der Gründung 2020 als wegweisendes Instrument zur Förderung der mentalen Gesundheit von Kindern und deren Eltern etabliert. Die App bietet spielerische Übungen und achtsame Geschichten, die Kindern dabei helfen, gesund, selbstbewusst und stressfrei aufzuwachsen. Das Siegel zur Prävention ist ein weiterer Meilenstein der Vision des Berliner Startups, um in den nächsten Jahren zur weltweit führende Mental Health Plattform für die ganze Familie zu werden. Neben Deutsch, Englisch und Französisch gibt es Inhalte auch auf Ukrainisch. Die App bietet nicht nur wertvolle Ressourcen für Familien, sondern hat auch in Schulen und Kitas Einzug gehalten und wird bereits von über Tausend LehrerInnen und ErzieherInnen eingesetzt.

Quelle Aumio GmbH

Studie: Fast jeder Dritte leidet an Rückenschmerzen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Fast jeder dritte Deutsche leidet an Rückenschmerzen. 26,2 Millionen Patienten waren im Jahr 2021 mit Rückenbeschwerden in ärztlicher Behandlung – und damit fast ein Drittel der Bevölkerung (31,4 Prozent), heißt es im neuen „Gesundheitsatlas“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Demnach gibt es auch große regionale Unterschiede: So war etwa die Prävalenz im thüringischen Kreis Suhl mit 45,8 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der Stadt Potsdam mit 21,3 Prozent.

Der Nordosten Bayerns sowie einige Regionen Thüringens und Sachsen-Anhalts sind besonders stark betroffen. Auch nach Bereinigung der Alters- und Geschlechtsstruktur bleiben die Unterschiede beim Vergleich der Kreise und kreisfreien Städte bestehen, so das Institut. Ärztlich dokumentierte Rückenschmerzen sind laut Gesundheitsatlas bereits bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen vorhanden, nehmen jedoch mit steigendem Alter zu. Bei Frauen über 65 Jahren ist immerhin jede Zweite betroffen, bei Männern wird dieser Wert erst ab einem Lebensalter von 80 Jahren erreicht.

Jedoch haben auch jüngere Erwachsene im erwerbstätigen Alter Rückenbeschwerden: Im Alter zwischen 30 und 35 Jahren leiden bereits 27 Prozent der Frauen und 22 Prozent der Männer darunter. Laut Krankheitskostenstatistik entfielen im Jahr 2022 11,6 Milliarden Euro und damit 2,8 Prozent der Krankheitskosten auf Rückenleiden. Außerdem gehen 14 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage auf Rückenschmerzen zurück. So ergaben sich für das Jahr 2022 auf die 34,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland umgerechnet 96,7 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von Rückenschmerzen.

Die Produktionsausfallkosten wegen der Fehltage durch Rückenschmerzen beliefen sich laut Institut im Jahr 2022 auf 12,4 Milliarden Euro.


Foto: Menschen in einer Fußgängerzone (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ifo-Institut gegen erweiterte Renten-Beitragspflicht

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Fürth/Dresden (dts Nachrichtenagentur) – Experten des Ifo-Instituts raten davon ab, die Einzahlungen in die Sozialversicherung durch eine Beitragspflicht für Zinsen, Dividenden und Mieten zu erhöhen. „Eine Erweiterung der Bemessungsgrundlage hätte je nach Annahmen nur eine mäßige Steigerung der beitragspflichtigen Einkommen zur Folge, zwischen 2,4 und 4,0 Prozent“, schreiben die Forscher Anne Steuernagel und Marcel Thum von den Ifo-Niederlassungen Fürth und Dresden in einer neuen Analyse.

„Anders sieht es aus, wenn gleichzeitig die Grenze für die Beitragsbemessung fallen würde. Dann lägen die Steigerungen bei 12,7 Prozent. Dann würden später aber auch die Auszahlungen steigen, vor allem bei der Rente.“ Bei den Berechnungen nur berücksichtigt wurden Pflichtversicherte, nicht aber freiwillig Versicherte, die oft ein höheres Einkommen haben.

Da die Ursachen des Kostenanstiegs in den einzelnen Sozialversicherungszweigen sehr unterschiedlich seien, seien auch jeweils andere Reformen nötig, heißt es in dem Beitrag weiter. In der Rentenversicherung könne dies eine Erhöhung des Rentenalters sein, je nach der Lebenserwartung. Denkbar sei auch ein Verzicht auf die von der Bundesregierung festgelegte Untergrenze von 48 Prozent des Durchschnittseinkommens für die Rentenhöhe. Alternativ sei eine geringere Gewichtung der Rentenpunkte ab einer bestimmten Beitragshöhe möglich.

Dies würde die Finanzierbarkeit des Systems erhöhen, zu niedrigeren Beitragssätzen führen und den Bundeszuschuss verringern. Zumindest einige Rentner erhielten dann allerdings eine etwas niedrigere Rente. Das würde allerdings zu einer Umverteilungsdiskussion bei der Rente führen, die eigentlich in das Gesamtsteuersystem gehöre, so die Experten.


Foto: Rentenversicherung (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts