Freitag, Januar 16, 2026
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Diskriminierungsmonitor: Schwarze häufig von Polizei diskriminiert

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Schwarze Menschen in Deutschland sind besonders von Diskriminierung durch Behörden und die Polizei betroffen. Das zeigt der am Dienstag veröffentlichte Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung.

„Die Intensität sowie die Konsequenzen erlebter Diskriminierung sind in Deutschland ungleich verteilt“, sagte die Direktorin des Forschungsinstituts, Naika Foroutan. „Am häufigsten trifft es Bevölkerungsgruppen, die rassistisch markiert sind und deren Zugehörigkeit zu Deutschland immer wieder Gegenstand der öffentlichen Debatten ist: Schwarze, asiatische und muslimische Menschen.“ Mehr als jede zweite Schwarze Person (54 Prozent) habe von Rassismuserfahrungen in der Öffentlichkeit berichtet. „41 Prozent der Schwarzen Männer und auch 39 Prozent der muslimischen Männer erleben rassistische Diskriminierung bei der Polizei – im Vergleich zu neun Prozent der weißen Männer. Aber auch ein Drittel der Schwarzen Frauen (34 Prozent) erlebt Rassismus bei der Polizei – im Vergleich zu fünf Prozent der weißen Frauen.“

Auch Ämter und Behörden würden schlecht abschneiden. „Etwa jede zweite muslimische Person beschreibt hier rassistische Diskriminierung, aber auch knapp 40 Prozent der asiatischen Menschen – im Vergleich zu 13 Prozent der nicht rassistisch markierten (weißen) Menschen. Das darf in Demokratien nicht passieren, dass gerade deren Ämter und Institutionen nicht alle Menschen gleichbehandeln.“

Rassistisch markierte Personen erhielten zum Beispiel schlechter Termine und fänden weniger Gehör mit ihren Leiden, sagte Frank Kalter, Direktor des Instituts. „Schwarze, muslimische oder asiatische Frauen und Männer geben jeweils mehr als doppelt so häufig wie der Rest der Bevölkerung an, im letzten Jahr medizinische Behandlungen aus Angst vor Schlechterbehandlung verzögert oder vermieden zu haben. Unsere Daten zeigen, dass Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen auch sehr deutlich mit Angststörungen oder depressiven Symptomen zusammenhängen.“ Für den Monitoringbericht haben die Wissenschaftler von Juni bis November 2022 eine Befragung durchgeführt, an der mehr als 21.000 Personen in Deutschland teilgenommen haben.

Für den Schwerpunkt Gesundheit wurden weitere qualitative Studien durchgeführt und weitere Daten erhoben oder neu ausgewertet. Der Deutsche Bundestag hat im Juli 2020 erstmals Mittel bereitgestellt, um den Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor aufzubauen. Die aktuelle Bundesregierung hat die Verstetigung des Monitors im Koalitionsvertrag bekräftigt.


Foto: Polizei in Berlin-Neukölln (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kubicki für Deckelung des Migrantenanteils in Stadtteilen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Vize Wolfgang Kubicki will den Anteil von Migranten pro Stadtteil bei 25 Prozent deckeln. „Wir müssen dazu beitragen, dass wir auch Viertel entflechten, dass wir die Residenzpflicht wieder einführen“, sagte Kubicki dem TV-Sender „Welt“ am Dienstag.

„Wir können nicht – wie in Frankreich – Banlieues sich entwickeln lassen, sondern müssen sagen: Ein Viertel einer Stadt darf nicht mehr als 25 Prozent Migrantenanteil haben, damit keine Parallelgesellschaften entstehen. Das, was wir heute auf deutschen Straßen sehen, ist das Ergebnis von Parallelgesellschaften, die sich entwickelt haben, weil Menschen verständlicherweise sich zusammengefunden haben in bestimmten Vierteln.“ Kubicki plädierte auch für Abschiebeabkommen mit Drittstaaten. „Wir können auch schon heute einfach gesetzlich in Drittstaaten abschieben, die aufnahmebereit sind. Und ich würde empfehlen, dass die Bundesregierung nicht nur mit Herkunftsländern redet, sondern mit afrikanischen Ländern beispielsweise, von denen wir wissen, sie wären gegen Zahlung eines kleinen Obolus bereit, Menschen aufzunehmen. Und das könnten wir heute schon tun.“ Diese Zentren müssten nicht zwangsläufig in Afrika liegen, so Kubicki. „Ruanda beispielsweise wäre bereit, und man kann auch in anderen Ländern verhandeln. Wir müssen zunächst einmal den politischen Willen haben, aus Deutschland so was zu tun, und dann kann Joachim Stamp auch in afrikanische Länder reisen oder in andere Länder reisen auf der Welt und fragen, ob diese bereit wären, die Ausreisepflichtigen, die bei uns rechtskräftig nicht mehr in Deutschland bleiben können, aufzunehmen.“ Das sogenannte „Ruanda-Modell“ stammt aus Großbritannien. Dort hatte die Regierung Anfang 2022 angekündigt, eine unbegrenzte Anzahl an Flüchtlingen in das 6.500 Kilometer entfernte Land zu schicken. Bislang wurden allerdings noch keine Flüchtlinge über das Abkommen nach Ruanda geschickt: Ein Berufungsgericht hatte geurteilt, dass der Plan nicht rechtmäßig ist. Das Land sei kein sicheres Drittland, weil Asylsuchende dort in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden könnten, wo ihnen Verfolgung drohen könnte. Zudem verstoße das „Ruanda-Modell“ gegen Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention, nach der Folter und unmenschliche Behandlung verboten ist.


Foto: Wolfgang Kubicki (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax legt geringfügig zu – Daimler Truck hinten

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax geringfügig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 15.153 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Nach einem schwachen Tagesstart drehte der Dax erst am Nachmittag ins Plus. „Anleger greifen in diesen Tagen bei Aktien zu, weil die sich abschwächende Konjunktur eine lockerere Geldpolitik und am Ende auch Zinssenkungen erfordert“, erläuterte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst von CMC Markets. „Aber nur darauf zu setzen, kann sich am Ende als Fehler herausstellen. Nach den jüngsten Zahlen spricht vieles dafür, dass der außergewöhnliche Beschäftigungsboom in den USA zu Ende geht.“

Hier lohne sich der Blick auf die Kehrseite der Medaille. „Wenn Menschen keine Arbeit finden, werden sie weniger konsumieren. Konsumieren sie weniger, fällt das Einkommen eines anderen weg. Und das bedeutet theoretisch weitere Jobverluste“, so Oldenburger.

„Die Arbeitslosenquote hat deshalb historisch gesehen die Tendenz, in die Höhe zu schnellen. Das macht bereits scheinbar marginale Veränderungen der Arbeitslosenquote zu einem großen Warnzeichen.“ Zinssenkungen wären ein Instrument, das dagegen durchaus helfen und mit einem richtigen Timing einen tieferen Abschwung verhindern könne, so Oldenburger. „Da die Inflation aber immer noch hoch ist, dürfte es schwierig für die Notenbanken werden, diesen richtigen Zeitpunkt zu finden.“

Bis kurz vor Handelsschluss bildeten die Aktien von Daimler Truck in Frankfurt das Schlusslicht der Kursliste. Neu veröffentlichte Quartalszahlen zeigten zwar einen gestiegenen Umsatz, jedoch bereitet eine weiterhin geringe Auftragslage Anlegern Sorgen. Überzeugen konnten dagegen die Quartalszahlen der Deutschen Börse sowie die Ankündigung des Unternehmens, Aktien rückkaufen zu wollen. Die Papiere der Deutschen Börse standen an der Spitze der Dax-Titel.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Dezember kostete 46 Euro und damit drei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Der Ölpreis sank stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 82,77 US-Dollar, das waren 241 Cent oder 2,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagnachmittag schwächer.

Ein Euro kostete 1,0686 US-Dollar (-0,33 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9358 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

António Costa als Premierminister Portugals zurückgetreten

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Lissabon (dts Nachrichtenagentur) – António Costa hat seinen Rücktritt vom Amt als Premierminister Portugals eingereicht. Das teilte er am Dienstag in einer Fernsehansprache mit.

Die Polizei hatte am Vormittag den Amtssitz des Sozialdemokraten durchsucht. Laut Staatsanwaltschaft wird gegen Costa wegen Verdachts auf Korruption bei Lithium- und Wasserstoffprojekten ermittelt. Insgesamt fünf Menschen aus dem Umfeld Costas wurden festgenommen. Wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa berichtet, nahm der Präsident der Republik, Marcelo de Sousa, den Rücktritt an.

Er hat die im Parlament vertretenen Parteien für Mittwoch und den Staatsrat für Donnerstag einberufen. Costa hatte das Amt des Premierministers seit 2015 inne. 2019 bildete er eine Minderheitsregierung, die vom Linksblock und der „Demokratschen Einheitskoalition“ aus Kommunisten, Grünen und dem Verein der demokratischen Intervention, gestützt wird.


Foto: Portugiesische Fahne (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

NRW-Flüchtlingsministerin lobt MPK-Beschlüsse zur Asylpolitik

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Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Nordrhein-Westfalens Flüchtlingsministerin Josefine Paul (Grüne) hat die Beschlüsse von Bund und Ländern in der Flüchtlingspolitik begrüßt. Man habe „wichtige Weichen gestellt, um endlich zu einem Gesamtkonzept für Migration zu kommen“, sagte Paul der „Rheinischen Post“ am Dienstag.

Der Beschluss der Ministerpräsidenten sehe eine Pauschale pro Geflüchteten vor. „Das heißt: Wenn mehr Menschen untergebracht und versorgt werden müssen, stellt der Bund mehr Geld zur Verfügung.“ Auf diese bessere, wenn auch unter dem Bedarf gebliebene Finanzierung und ein Gesamtkonzept habe man lange gedrungen. „Doch dies kann nur ein erster Schritt sein“, sagte die Grünen-Politikerin.

Schnellere Verfahren seien zentral für die Steuerung von Migration und Integration. „Es ist wichtig, schnell Klarheit über eine Bleibeperspektive und damit auch schnellen Zugang zu Integration und Teilhabe zu schaffen, und gleichzeitig auch denjenigen, die nicht bleiben können, hier schnell Klarheit zu verschaffen.“ Paul forderte, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge personell so aufzustellen, dass Verfahren schnell durchgeführt werden könnten. Zugleich verwies sie auf die Notwendigkeit weiterer Migrationsabkommen.

Diese müssten einerseits legale Wege der Arbeits- oder Ausbildungsmigration eröffnen und gleichzeitig die Rücknahmebereitschaft ausreisepflichtiger Staatsangehöriger erhöhen, so Paul. „So reduzieren wir irreguläre Migration entscheidend und tragen dafür Sorge, dass Menschen ohne Bleiberecht auch zurückkehren.“


Foto: Asylbewerberunterkunft (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Klimaaktivistisches Investieren als notwendiger Hebel

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Klima
Foto von Andreas von Angerer (Quelle: Inyova)

Ein aktueller Marktkommentar von Andreas von Angerer, Head of Impact bei Inyova Impact Investing:

Wirkung auf der Nachfrageseite erzielen – Klimaaktivistisches Investieren als notwendiger Hebel

Kommentar Andreas von Angerer, Head of Impact bei Inyova Impact Investing

Die Ausübung von Aktionärsrechten ist ein zentraler Wirkhebel, um mit Investments Impact zu erzielen, also eine Veränderung in der realen Welt. Die Klimakrise bedroht nicht nur den Planeten, sondern bietet auch klare Argumente, mehr Nachhaltigkeit bei den Unternehmen zu fordern. Um die globale Wirtschaft klimakompatibel für die Zukunft aufzustellen, braucht es das Engagement der Investierenden mit den Unternehmen, insbesondere auch der vielen Kleinanlegenden.

Der Haupttreiber der Klimakrise sind fossile Energien – Kohle, Öl und Gas – die für fast 90 % der weltweiten Emissionen verantwortlich sind. Viele der großen Energiekonzerne wissen das bereits seit den 1980er Jahren. Dennoch hat sich in den letzten 40 Jahren kaum ein Unternehmen dazu entschieden, sein Geschäftsmodell grundlegend zu verändern. Das macht diese Unternehmen angesichts des nahenden Endes der fossilen Ära zu keinem guten Investment – weder für die langfristige Rendite noch um bei ihnen Wirkung durch Engagement zu erzielen.

Deutlich mehr kann man auf der Nachfrageseite erreichen. Also in den Branchen, die derzeit fossile Brennstoffe nutzen, dies aber ändern können: Versorgungsunternehmen zur Stromerzeugung, der Verkehrssektor zum Antrieb ihrer Transportmittel und die Immobilienbranche zur Heizung und Kühlung von Gebäuden. Eine wichtige Rolle spielen auch jene Unternehmen, die die Förderung fossiler Energie ermöglichen, z. B. durch direkte Finanzierung neuer Ölprojekte oder durch Dienstleistungen, die das Geschäftsmodell von Energiekonzernen durch Greenwashing und Lobbying schützen. Klimabewusste Anlegende sollten sich hier entsprechend für einen anderen Kurs einsetzen und dies auf die Tagesordnungen der Hauptversammlungen bringen.

Druck erhöhen für Veränderungen in der Strategie und Strukturen der Unternehmen

Statt wie bislang auf inkrementelle Verbesserungen beim Fußabdruck hinzuarbeiten, stehen beim klimaaktivistischen Investieren der Handabdruck (also die Produkte und Dienstleistungen) im Mittelpunkt. Das kann auch die Strategie und Strukturen des Unternehmens betreffen.

Hauptversammlungen bieten sich als Plattform an, um Diskussionen voranzutreiben und neue Ideen zur Abstimmung zu stellen. Dafür braucht es eine starke, aktive Gemeinschaft von Investierenden, die solchen Anliegen ihr Gehör schenken und für Mehrheitsentscheidungen sorgen. Erste Schritte für klimaaktivistisches Investieren sind am Beispiel BMW zu erkennen.

Letztes Jahr gelang es auf der Hauptversammlung, deren fehlendes Tempo bei der Mobilitätswende anhand der mangelnden Diversität und Expertise im Aufsichtsrat zu thematisieren. Mittlerweile hat BMW mehrfach betont, dass die Zukunft ausschließlich elektrisch sei und zwei Frauen in den Prüfungsausschuss aufgenommen. Auch wenn die Ziele zur Erhöhung des rein elektrischen Anteils der Flotte wohl früher erreicht werden als bislang angenommen, besteht ohne weiteren Druck seitens der Investierenden, sich voll der E-Mobilität zu widmen, für BMW weiterhin das Risiko, abgehängt zu werden.

Engagement beim Handabdruck für mehr Wirkung

Auch bei Unternehmen, deren Produkte nicht wie bei BMW direkt klimaschädliche Emissionen produzieren, ist es wichtig, auf eine Veränderung bei deren Geschäftstätigkeiten hinzuwirken. Ein Beispiel ist die Publicis Groupe, deren PR- und Werbedienstleistungen eine negative Klimawirkung haben. So tragen z. B. Rebranding-Kampagnen für Energiekonzerne dazu bei, deren wirklichen Fußabdruck zu verschleiern, und durch die mit Marketing erzeugte Nachfrage für klimaschädliche Produkte entstehen “advertised emissions”.

Diese gilt es zu reduzieren, und zwar aus zwei Gründen: erstens, um die Fähigkeit, das Verhalten der Konsumierenden zu beeinflussen, dafür zu nutzen, dass sie klimafreundlichere Alternativen kaufen. Zweitens, damit man auch der nächsten Generation, die deutlich klimabewusster ist, einen attraktiven Arbeitsplatz bieten kann, in einer Branche, deren wichtigste Ressource junges, kreatives Talent ist.

Alle Anlegenden sind Anteilsinhabende der größten Unternehmen unserer Zeit durch ihr Geld in den Rentensystemen, Lebensversicherungen und letztlich der direkten Kapitalanlagen. Die Vielzahl der Investierenden übt ihre Eigentumsrechte derzeit noch nicht aus. Das Ergebnis ist eine zu starke Fokussierung auf kurzfristige Ergebnisse anstatt auf eine langfristige Wertentwicklung und den notwendigen Wandel. Klimaaktivistisches Investieren kann das ändern.

Klimaaktivistisches Investieren als notwendiger Hebel

Foto von Andreas von Angerer (Quelle: Inyova)

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Umfrage: Mehrheit stützt Israels Vorgehen im Gazastreifen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mehrheit der Deutschen hat Verständnis für das Vorgehen Israels im Gazastreifen. In einer Erhebung von Forsa für die Sender RTL und ntv äußerten sich 62 Prozent der Befragten entsprechend.

31 Prozent haben für die Reaktion Israels auf den Großangriff der Hamas kein Verständnis. In der Umfrage wurde auch die Meinung zu einer Resolution der UN-Vollversammlung abgefragt, in der Israel zu einem sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen aufgefordert, der Überfall der Hamas auf Israel gleichzeitig aber nicht verurteilt wurde; Deutschland hatte sich bei der Abstimmung der Stimme enthalten: 39 Prozent der Bundesbürger finden das Abstimmungsverhalten Deutschlands richtig, 30 Prozent hingegen meinen, Deutschland hätte die Resolution in dieser Form ablehnen sollen. 24 Prozent sind der Meinung, Deutschland hätte der Resolution zustimmen sollen. Die Daten für die Umfrage wurden am 3. und 6. November erhoben.

Datenbasis: 1.003 Befragte.


Foto: Gazastreifen (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Verdi macht Druck auf Signa-Eigentümer

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Gewerkschaft Verdi macht Druck auf die Eigentümer des Signa-Konzerns. „Die Eigentümer müssen jetzt schnellstmöglich Gewissheit schaffen, damit klar wird, welche Perspektiven die Beschäftigten haben und wie groß die möglichen Auswirkungen drohender Veränderungen auf den stationären Einzelhandel in den betroffenen Innenstädten und deren Erscheinungsbild ist“, sagte Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe).

„Natürlich führen die aktuellen Nachrichten zu großer Unruhe und Unsicherheit unter den Beschäftigten.“ Zimmer fügte hinzu: „Uns als Gewerkschaft ärgert, dass es am Ende häufig die Beschäftigten sind, die für Fehler des Managements gerade stehen und die Zeche zahlen müssen.“ Falls es neue staatliche Hilfen für Signa geben solle, müssten diese an Auflagen geknüpft werden: „Eine unserer Forderungen lautet, dass die Vergabe von öffentlichen Geldern an Unternehmen an Bedingungen geknüpft werden – das heißt, es muss um eine langfriste Perspektive der Unternehmen gehen, verbunden mit Arbeitsplatzgarantien für die Beschäftigten und der Verpflichtung zu tariflicher Entlohnung“, so die Verdi-Vorständin.


Foto: Verdi (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax bleibt am Mittag im Minus – Konjunktursorgen bleiben

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstag nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 15.090 Punkten berechnet, was einem Abschlag von 0,3 Prozent im Vergleich zum Handelsschluss am Vortag entspricht.

An der Spitze der Kursliste befanden sich die Aktien von SAP, Eon und Symrise entgegen dem Trend im Plus. Die größten Abschläge gab es bei Daimler Truck, Fresenius und Siemens Energy. „Die europäischen Marktteilnehmer müssen am Dienstag mit viel Licht und Schatten auskommen“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. Die konjunkturelle Situation scheine sich sowohl in China als auch in Deutschland nicht so schnell zu erholen, wie es sich einige Marktteilnehmer gewünscht hätten.

„Auch in den USA ist das Zinsthema viel zu früh von der Agenda gestrichen worden. An den Börsen kommt es aber oft anders als man denkt und so steht ein erneuter Paradigmenwechsel bevor.“ Deutsche Standardtitel dürften es in diesem Umfeld relativ schwer haben, sich weiterhin als Anlagefavoriten positionieren zu können. „Es braucht wesentlich mehr als eine Aussicht auf Besserung“, so Lipkow.

Die Investoren benötigten handfeste Fakten und eine nachhaltige Beruhigung auf der Zinsseite. „Heute stehen noch einige Konjunkturdaten aus den USA an, welche den Nachmittagshandel beeinflussen werden“, fügte der Marktexperte hinzu.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Refurbed erhält 54 Millionen Euro in Serie-C-Investmentrunde

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Refurbed, das im Juni 2023 – nur sechs Jahre nach seiner Gründung – mehr als 1 Milliarde Euro Außenumsatz erreichte, hat sein Serie-C-Investment mehr als erfolgreich abgeschlossen: 54 Millionen Euro (57 Millionen US-Dollar) wurden eingesammelt, die bislang größte Summe in einer Investmentrunde. Das Geld stammt von den bestehenden Investoren Evli Growth Partners, C4 Group, All Iron Venture und Speedinvest, aber auch mehrere neue Investor:innen schenkten refurbed ihr Vertrauen. Mit dieser Serie-C-Investition erhöht sich die Gesamtinvestition inklusive Seed-Finanzierung seit der Unternehmensgründung im Jahr 2017 auf knapp 116 Millionen Euro (130 Millionen US-Dollar).

Das immense Investitionsvolumen ist Bestätigung des erfolgreichen Wegs von refurbed, mit dem Ziel, weltweit führender Marktplatz für refurbished elektronische Produkte in allen Bereichen des Lebens, Wohnens und Arbeitens zu werden und Verbraucher:innen ein Kauferlebnis auf einfache, risikofreie und nachhaltigere Weise zu bieten.

„Unser skalierbares Geschäftsmodell ermöglicht es uns, sowohl profitabel zu wachsen als auch den Konsum nachhaltiger zu gestalten.“
„Dieser Meilenstein markiert nicht nur einen bedeutenden Erfolg für refurbed, sondern signalisiert auch die Verlagerung des breiteren Marktes hin zur Akzeptanz von Nachhaltigkeit bei Verbraucher- entscheidungen“, so Peter Windischhofer, Mitbegründer und CEO von refurbed zur Serie-C- Investmentrunde. Und ergänzt: „Unser skalierbares Geschäftsmodell ermöglicht es uns, sowohl profitabel zu wachsen als auch den Konsum nachhaltiger zu gestalten. So sieht für uns die Zukunft nachhaltiger Wirtschaft aus.“
„Refurbishment muss das ‚neue Normal‘ werden.“
Kilian Kaminski, Mitgründer von refurbed, fügt hinzu: „Unsere Vision ist es, dass das Vertrauen aller Verbraucher:innen in refurbished Produkte selbstverständlich ist. Refurbishment muss das ‚neue Normal‘ werden, denn wir als Verbraucher:innen müssen unseren Konsum überdenken, um die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.“

Refurbed ist Marktführer in seinen Segmenten und treibt die Unternehmensexpansion in ganz Europa voran, darunter Italien, Schweden, Dänemark, Irland, die Niederlande sowie Deutschland und Österreich. Das in Österreich gegründete Unternehmen weist exponentielles Wachstum auf – bei gleichzeitiger Konzentration auf Rentabilität in einem bekanntermaßen volatilen Marktumfeld. In seinen Kernmärkten Österreich und Deutschland erreichte refurbed 2022 vorzeitig die Rentabilität.

„Wir sind unglaublich stolz auf unser außergewöhnliches Team, eine Mischung aus intern geförderten Talenten und von extern hinzugezogenen Expert:innen. Die Expertise und die Leidenschaft unseres Teams haben unsere herausragende Entwicklung vorangetrieben und die Idee von uns Gründern Realität werden lassen – und tun es jeden Tag weiter. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist unser starkes Netzwerk und unsere enge Beziehung zu unseren professionellen Refurbishment-Partner:innen in ganz Europe, die hochqualitative Produkte aus verschiedenen Produktkategorien auf refurbed anbieten“, so Kaminski zur Erfolgsstory von refurbed.

„Das außergewöhnliche Team unter der Leitung von Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl zeigt ein beispielloses Engagement für die Förderung der Kreislaufwirtschaft in Europa.“

Riku Asikainen, Gründer und Managing Partner von Evli Growth Partners, zur Investitionsentscheidung: „Wir freuen uns, unsere Teilnahme und Unterstützung für refurbed in dieser Finanzierungsrunde in Höhe von 54 Millionen Euro heute bekannt zu geben. Das außergewöhnliche Team unter der Leitung von Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl zeigt ein beispielloses Engagement für die Förderung der Kreislaufwirtschaft in Europa. Wir sind zuversichtlich, dass diese Investition refurbed noch mehr Wachstum und Marktanteil im Segment für wiederaufbereitete Elektronik bringen wird.“

Boris Bakech, Managing Partner der C4 Ventures, fügt hinzu: „Viele Gründer, die ihr Unternehmen skalieren wollen, stehen vor großen Herausforderungen. Gerade 2023 war für viele Tech-Unternehmen ein schwieriges Jahr. In diesem anspruchsvollen Umfeld hat refurbed nicht nur Erfolg gehabt, sondern sich auch innerhalb der Branche weiter etabliert und dabei Nachhaltigkeit in den Fokus jeder Entscheidung gestellt. Wir bei C4 freuen uns und sind stolz darauf, die vielversprechende Reise von refurbed zu begleiten.“

Refurbished Produkte haben messbaren Impact auf den Umweltschutz
In diesem Jahr wurde der Impact von refurbed in Zusammenarbeit mit Fraunhofer Austria, Europas größter anwendungsorientierter Forschungsorganisation, messbar gemacht. Die im Frühjahr 2023 vorgestellten Ergebnisse der Studie lieferten konkrete Daten, die die Bestrebungen von refurbed, einen Impact auf die Umwelt zu erzielen, unabhängig und leicht verständlich deutlich machen.
160.000 Tonnen CO2 wurden eingespart, ebenso 34 Milliarden Liter Wasser und 495 Tonnen Elektroschrott – und dies in „nur“ etwas mehr als sechs Jahren seit der Gründung von refurbed (Stand: 02. November 2023).

Refurbed wurde im Sommer 2023 für seine Erfolgsgeschichte zum Gewinner des Tech Tour Growth50 Sustainability Award gekürt und setzte sich dabei gegen mehr als 300 europäische Unternehmen durch. Kilian Kaminski, Jürgen Riedl und Peter Windischhofer, das Gründungsteam von refurbed, wurden zudem erst im Oktober als „EY Entrepreneur of the Year 2023“ ausgezeichnet.

Bild refurbed-Gründer-Trio Peter Windischhofer, Jürgen Riedl und Kilian Kaminski (v.l.n.r.)

Quelle pi creative