Freitag, April 4, 2025
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Hannover 96 entlässt Cheftrainer Leitl

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Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Der Fußball-Zweitligist Hannover 96 hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Stefan Leitl getrennt. Der 47-Jährige sei ebenso wie Co-Trainer Andre Mijatovic von seinen Aufgaben freigestellt worden, teilte der Verein am Sonntag mit.

„Mit Blick auf die Tabelle haben wir definitiv den Anschluss nach oben, eine echte Konstanz haben wir ehrlicherweise aber nicht hinbekommen und wir hatten extreme Ausreißer nach unten“, sagte Sportdirektor Marcus Mann. „Um die größtmögliche Wahrscheinlichkeit auf Erfolg zu haben, sind die absolute Überzeugung und der volle Rückhalt im ganzen Klub und Umfeld notwendig.“ Der Glaube daran, in der bisherigen Konstellation bis zum Schluss um den Aufstieg spielen zu können, sei allerdings „nicht mehr vorbehaltlos vorhanden“ gewesen. Man wolle mit „neuen Impulsen“ in die Rückrunde gehen, so Mann.

Leitl und Mijatovic waren zu Beginn der Saison 2022/23 von der SpVgg Greuther Fürth zu Hannover 96 gekommen. Nach Rang zehn mit 44 Punkten im ersten Jahr folgte in der zweiten Spielzeit ein sechster Platz mit 52 Punkten. Aktuell liegt Hannover 96 in der Zweitligatabelle mit 27 Zählern an siebter Stelle, vier Punkte hinter Spitzenreiter Köln, zwei hinter dem zweitplatzierten Karlsruher SC.

Zur Nachfolge Leitls wurden zunächst keine Angaben gemacht. Man werde die neue Lösung für die Position des Cheftrainers „zeitnah“ bekannt geben, so der Verein.


Foto: Spieler von Hannover 96 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Söder verlangt nach Anschlag in Magdeburg Sicherheitswende

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München (dts Nachrichtenagentur) – Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht sich als Konsequenz aus dem Anschlag von Magdeburg für eine massive technische und personelle Aufrüstung der Sicherheitsbehörden im Zuge einer neuen „Zeitenwende“ im Kampf gegen Kriminalität aus. Es sei für die Union „ganz zentral, in einer neuen Regierung ein neues Sicherheitspaket zu machen“, sagte Söder der „Bild am Sonntag“. Die Politik müsse nach Magdeburg endlich aufwachen.

Es gebe zwar nie eine hundertprozentige Sicherheit „bei solchen kranken Gehirnen, die versuchen, Menschen zu töten und Leid und Attentate verursachen“, doch müssten jetzt die richtigen Konsequenzen gezogen werden. Söders Appell: „Wir müssen endlich aufwachen. Wir leben in einer anderen Zeit. Wir brauchen auch eine Zeitenwende für die innere Sicherheit.“ Ohne die US-Geheimdienste wäre man ohnehin blind. „Aber wir kleben uns auch noch zusätzlich die Augen ständig zu. Wir nutzen nicht die technischen Möglichkeiten, die wir hätten, um das Land sicherer zu machen.“

Söder kündigte an, die Debatte um notwendige Maßnahmen zum Themenschwerpunkt des Bundestagswahlkampfs zu machen: „Das Sicherheitskonzept der Union trägt die Handschrift der CSU. Und wir sind Friedrich Merz von der CDU sehr dankbar, dass wir da einen neuen Weg gehen. Recht und Sicherheit, Schutz der Unversehrtheit der Bürger ist die Voraussetzung für Freiheit. Und das ist zentrales Thema im Wahlkampf.“

Söder nannte die Vorratsdatenspeicherung elementar wichtig, um Kriminalität und Terrorismus einzuschränken. Die Speicherung von IP-Adressen sei entscheidend, um am Ende auch Täter zu finden. „Beispielsweise nicht nur Terroristen, sondern auch im Bereich der Kinderpornografie.“ Außerdem sagte Söder: „Der biometrische Abgleich mit den vorhandenen Kameras, die wir in Deutschland haben, an Bahnhöfen, an öffentlichen Plätzen, muss mittels KI endlich möglich sein, um schnell fahnden zu können und zu wissen, wer sich wo bewegt“. Außerdem müsse die Bundespolizei massiv verstärkt werden, um insbesondere an Bahnhöfen eine neue Sicherheit zu entwickeln.

Das alles sei „technisch möglich“ und „rechtlich erlaubt“, scheitere bislang aber „am Widerstand von Grünen und vor allem FDP“, so Söder. Die Vorschläge von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) für Änderungen der Sicherheitsarchitektur gingen „nicht weit genug“. Diese sähen vor, „dass bei bestimmten Maßnahmen der Präsident des BKA selbst die Entscheidung treffen muss, ob weiterverfolgt wird oder nicht“.

„So bindet man Ermittlern, die täglich ihre Arbeit machen, die Hände.“ Aber es brauche auch „einen neuen Geist in der Justiz mit stärkeren und härteren Gesetzen“, so Söder. „Nicht nur die schweren Straftaten sollten zur Zurückführung führen, sondern auch einfache Straftaten. Wer hier Recht und Gesetz bricht, hat auf Dauer keine Zukunft in Deutschland.“


Foto: Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

SPD-Generalsekretär kritisiert Musk und Springer-Verlag

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Generalsekretär Matthias Miersch hat scharfe Kritik am US-Unternehmer und Trump-Berater Elon Musk geübt, nachdem dieser seinen Wahlaufruf für die AfD in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“ erneuert hatte.

„Es ist inakzeptabel, dass ausländische Milliardäre versuchen, unsere politische Landschaft zu beeinflussen und dabei Parteien unterstützen, die unsere demokratischen Werte untergraben“, sagte Miersch dem „Handelsblatt“. Deutschland brauche keine Einmischung von außen und „schon gar keine Unterstützung für rechtsextreme Positionen“.

Musk hatte behauptet, die AfD sei der letzte Funken Hoffnung für Deutschland. „Dass der Springer-Verlag Elon Musk überhaupt eine offizielle Plattform bietet, um Wahlwerbung für die AfD zu machen, ist beschämend und gefährlich“, sagte Miersch. Der Vorgang zeige, „wie weit rechte Netzwerke inzwischen vorgedrungen sind“.

Zugleich lobte Miersch das Verhalten der „Welt“-Redakteuren, die gegen die Veröffentlichung des Artikels protestiert hatten. Die Reaktionen innerhalb der Redaktion der „Welt am Sonntag“ gäben Hoffnung – sie zeigten, dass es auch in schwierigen Zeiten Journalisten gebe, „die Verantwortung übernehmen und klar Haltung zeigen“.

Der Gastbeitrag von Musk hatte breite Kritik ausgelöst, unter anderem auch vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV). „Die Verantwortlichen der `Welt` haben alles falsch gemacht, was man falsch machen kann“, sagte der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster. „Als Journalismus verpackte Wahlwerbung für eine rechtsextreme Partei, eine schmeichelnde Distanzierung, die keine ist, und das Kaltstellen der redaktionsinternen Kritiker – unglaublich.“ Der DJV-Chef rief alle Redaktionen auf, sich im Bundestagswahlkampf nicht „instrumentalisieren“ zu lassen und „extrem sorgfältig mit Gastbeiträgen umzugehen“.


Foto: Axel-Springer-Hochhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Offenbar nur zwei Überlebende bei Flugzeugunglück in Südkorea

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Seoul (dts Nachrichtenagentur) – Bei dem Flugzeugunglück in Südkorea ist offenbar ein Großteil der 181 Insassen ums Leben gekommen. Vermutlich seien bis auf zwei Personen, die gerettet werden konnten, alle gestorben, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Behördenangaben.

Offiziell bestätigt wurden zunächst 124 Tote, die Suche nach den Opfern lief zunächst noch auf Hochtouren. Das Flugzeug war bei der Katastrophe fast vollständig zerstört worden – es sei schwierig, die Verstorbenen zu identifizieren, so die Feuerwehr. Man sei dabei, die Überreste zu bergen, was einige Zeit in Anspruch nehmen werde.

Bei der Unglücksmaschine handelt es sich um eine Boeing 737-800 der Jeju Air, die 175 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord gehabt haben soll. Sie kam aus Bangkok in Thailand und legte in Südkorea am Muan International Airport um kurz nach 9 Uhr Ortszeit (1 Uhr deutscher Zeit) am Sonntagmorgen eine Bruchlandung hin.

Offenbar hatte das Flugzeug versucht, ohne ausgefahrenes Fahrwerk zu landen. Das Flugzeug schlitterte in der Folge über den Boden und prallte gegen eine Betonwand, bevor es in Flammen aufging. Die Behörden gehen davon aus, dass das Versagen des Fahrwerks möglicherweise auf einen Vogelschlag zurückzuführen sein könnte, die Ermittlungen dazu wurden eingeleitet.

Bei den meisten Passagieren an Bord handelte es sich um Koreaner, mit Ausnahme von zwei thailändischen Staatsangehörigen. Bei den beiden Überlebenden soll es sich um zwei Frauen handeln – beides Besatzungsmitglieder. Sie konnten unmittelbar nach dem Absturz gerettet werden, ihre Verletzungen sollen Medienberichten zufolge nicht lebensbedrohlich sein.


Foto: Südkorea (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dutzende Tote bei Flugzeugunglück in Südkorea

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Seoul (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem Flugzeugunglück in Südkorea sind dutzende Menschen ums Leben gekommen. In verschiedenen Berichten war von bis zu 47 Toten die Rede, die Zahlen werden aber wahrscheinlich noch weiter steigen. Mindestens zwei Menschen sollen gerettet worden sein.

Bei der Unglücksmaschine handelt es sich um eine Boeing 737-800 der Jeju Air, die 175 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord gehabt haben soll. Sie kam aus Bangkok in Thailand und legte in Südkorea am Muan International Airport um kurz nach 9 Uhr Ortszeit (1 Uhr deutscher Zeit) am Sonntagmorgen eine Bruchlandung hin.

Laut ersten Informationen soll der Unfall durch eine Fehlfunktion des Fahrwerks verursacht worden sein, dadurch kam die Maschine womöglich von der Landebahn ab.


Foto: Start- und Landebahn an einem Flughafen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Melnyk weist Vorwurf der Intrige gegen seinen Nachfolger zurück

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Brasilia (dts Nachrichtenagentur) – Der designierte ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk hat Berichte zurückgewiesen, er stehe hinter der Abberufung seines Nachfolgers in Berlin, Oleksii Makeiev. „Diese Spekulationen weise ich zurück. Zwar stehe ich zu der sachlichen Kritik, die ich in der Vergangenheit geäußert habe. Aber in die Entscheidung der Botschafter-Rotation war ich zu keinem Zeitpunkt involviert“, sagte Melnyk den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

„Nie habe ich mit dem Präsidenten sowie mit dem alten oder neuen Außenminister über meinen Nachfolger in Deutschland gesprochen. Niemand hat meinen Rat in dieser Frage gesucht. Es war daher zu lesen, dass ich beschuldigt wurde, gegen Makeiev intrigiert zu haben. Das ist eine reine Verschwörungstheorie.“

Nach Medienberichten soll Makeiev im Rahmen einer großen Botschafter-Rotation aus Berlin abgezogen werden. Er ist seit Oktober 2022 Botschafter in der deutschen Hauptstadt. Ukrainische Medien hatten geschrieben, dass Melnyks Kritik an dem aus seiner Sicht zu zurückhaltenden Auftritt Makeievs dessen Auswechslung mit beeinflusst habe.


Foto: Botschaft der Ukraine (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Noch eine halbe Million schriftliche Punkte-Abfragen in Flensburg

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Flensburg (dts Nachrichtenagentur) – Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) stöhnt über eine gewaltige Postflut, obwohl schon seit acht Jahren eine kostenlose Punkteabfrage in Flensburg online möglich ist. „Jährlich erreichen uns rund 500.000 schriftliche Anfragen nur zur Punkteauskunft. Das sind pro Arbeitstag rund 2.000 Briefe, die für diese Auskünfte im KBA eingehen, und auf diesem Weg das Amt wieder verlassen“, sagte KBA-Präsident Richard Damm der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Sonntagausgabe).

„Obwohl wir seit 2016 für Privatpersonen eine kostenlose Online-Abfrage der Punkte in Flensburg anbieten, wird weiter schriftlich angefragt“, so Damm. Die Online-Option sei schnell, digital und gebührenfrei möglich. „Trotzdem sind Anwaltskanzleien unterwegs, die 15 Euro und mehr für die Registerauskünfte verlangen, die beim KBA kostenfrei erhältlich sind, und zwar binnen zwei Minuten mit Smartphone und Personalausweis.“ Einzige Bedingung: Die Online-Funktion des Ausweises muss aktiviert sein, was nachträglich nur durch einen Termin beim Bürgeramt möglich ist.

Immerhin: Die Zahl der Privatpersonen, die das Online-Angebot nutzen, sei in den letzten drei Jahren von rund 36 Prozent auf über 60 Prozent gestiegen, sagte Damm. Er könne die Bürger „nur dazu ermuntern, den digitalen Weg zu nutzen – er ist nachhaltig, spart Papier, Kosten und Zeit, denn er ist viel schneller als ein Brief“. Rechtsanwälten steht der Online-Weg nicht offen, sie müssen Briefe nach Flensburg schicken.


Foto: Starenkästen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Klingbeil verlangt hartes Vorgehen gegen gewaltbereite Flüchtlinge

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Kurz vor der Sondersitzung des Bundestags-Innenausschusses zum Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg hat SPD-Chef Lars Klingbeil ein hartes Vorgehen gegen Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge gefordert, die mit Terror-Attacken drohen. „Wer mit Terroranschlägen droht, verliert das Recht, in Deutschland zu bleiben“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

Auf den Hinweis, dass der Magdeburger Attentäter in der Vergangenheit bereits einer Ärztekammer mit einem Anschlag gedroht hatte und später dennoch Schutz erhielt, sagte der Sozialdemokrat: „Solche Fragen müssen in die Gewährung von Asyl einfließen.“

Klingbeil widersprach ausdrücklich nicht den jüngsten Forderungen von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU), wonach Ausweisungen auch dann möglich sein müssten, wenn keine Straftatbestände festgestellt sind.

Der SPD-Chef sagte vielmehr mit Blick auf Initiativen der Ampel-Koalition: „Das ist keine neue Erkenntnis. Wir haben dafür gesorgt, dass das Ausweisungsrecht verschärft wurde. Wer mit Terror droht oder ihn verherrlicht, muss das Land verlassen.“

Der Innenausschuss des Deutschen Bundestags und das Parlamentarische Kontrollgremium, das die Aufsicht über die Geheimdienste führt, kommen am Montag in Berlin zu Sondersitzungen zusammen. Die Abgeordneten wollen Aufklärung darüber, wie es Ende vergangener Woche zu dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in der Magdeburger Altstadt mit fünf Toten und mehr als 200 Verletzten kommen konnte.

Der Täter Taleb A. war den Sicherheitsbehörden seit vielen Jahren bekannt SPD-Chef Klingbeil warnte im Gespräch mit den FUNKE-Titeln gleichzeitig davor, Sicherheitsfragen mit Migrationsfragen zu vermengen. Das Gegeneinander in der Gesellschaft dürfe nicht verstärkt werden. „Alice Weidel und die AfD versuchen, den Anschlag von Magdeburg für ihre rechte Hetze zu instrumentalisieren. Dabei verschweigen sie, dass der Täter selbst AfD-Ideologie geteilt hat.“

Klingbeil ergänzte: „Das Klinikum in Magdeburg hat darauf die richtige Antwort gegeben: Menschen aus über 20 Nationen haben gemeinsam die Opfer und Verletzten versorgt.“ Der Parteivorsitzende erneuerte das Angebot, noch vor der für den 23. Februar geplanten Bundestagswahl neue Sicherheitsgesetze zu beschließen. „Wenn die Ermittlungen nach Magdeburg zeigen, dass die Sicherheitsbehörden mehr Befugnisse brauchen, dann können wir noch vor der Bundestagswahl im Bundestag handeln.“

Er sei generell dafür, die Behörden technisch und personell besser auszustatten. Im Bundesrat liege ein Gesetzespaket, mit dem die Kompetenzen der Bundespolizei und die elektronische Gesichtserkennung massiv ausgeweitet werden sollen.

Zur Sondersitzung des Innenausschusses am Montag wird neben Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) auch die Ressortchefin aus Sachsen-Anhalt, Tamara Zieschang (CDU), erwartet. Klingbeil sagte nun, alles müsse auf den Tisch. „Die Innenministerin von Sachsen-Anhalt hat viele Fragen zu beantworten. Etwa warum das Sicherheitskonzept vor Ort nicht richtig umgesetzt wurde. Für mich ist klar: Wir müssen schnell, konsequent und schonungslos aufklären, was da schiefgelaufen ist.“


Foto: Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Baerbock sichert Ukraine unabhängig von Wahl Unterstützung zu

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat der Ukraine unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl langfristige Unterstützung zugesichert. „Die Ukraine kann sich auf Deutschland verlassen, auch über die Bundestagswahlen hinaus“, sagte Baerbock der „Bild am Sonntag“.

„Keine Bundesregierung, der die Sicherheit Deutschlands und Europas am Herzen liegt, wird die Menschen in der Ukraine allein lassen. Denn nur ein gerechter Frieden für die Ukraine sichert unseren Frieden in Freiheit in Europa.“

„Die Brutalität der Angriffe der letzten Tage“ zeige, dass Putin weiter „auf absolute Zerstörung aus“ sei, so Baerbock. „Die Unterstützung der Ukraine ist daher weiterhin ein absoluter Selbstschutz unserer eigenen Sicherheit und unseres Friedens.“

Klar sei, so die Außenministerin: „Ein echter Frieden bedeutet, dass kein Unrecht zementiert wird.“ Für eine „verhandelte Friedenslösung“ brauche die Ukraine deshalb „mehr als Worte“. Baerbock ist sicher: „Nur verlässliche, langfristig angelegte und vor allem wirklich belastbare Sicherheitsgarantien werden Putin von weiteren Eroberungsfeldzügen abhalten. Nur dann wird es für die Ukraine einen nachhaltigen Frieden und Stabilität geben.“


Foto: Annalena Baerbock (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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WHO beklagt Ausfall des Kamal-Adwan-Krankenhauses im Gazastreifen

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Genf (dts Nachrichtenagentur) – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beklagt den Ausfall eines Krankenhauses im Norden des Gazastreifens. „Die WHO ist entsetzt über den gestrigen Überfall auf das Kamal-Adwan-Krankenhaus, durch den die letzte größere Gesundheitseinrichtung im nördlichen Gazastreifen außer Betrieb gesetzt wurde. Die systematische Zerschlagung des Gesundheitssystems und die seit über 80 Tagen andauernde Belagerung des nördlichen Gazastreifens gefährden das Leben der 75.000 Palästinenser, die in diesem Gebiet leben“, teilte die Organisation am Samstag mit.

Ersten Berichten zufolge seien bei der Razzia einige Bereiche des Krankenhauses verbrannt und schwer beschädigt worden, darunter das Labor, die chirurgische Abteilung, die Technik- und Wartungsabteilung, der Operationssaal und das medizinische Lager, teilte die WHO mit.

Im Laufe des Tages seien zwölf Patienten und eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens in das „zerstörte und nicht mehr funktionsfähige indonesische Krankenhaus“ gebracht worden, wo sie nicht mehr versorgt werden könnten. Der Großteil des Personals, die stabilen Patienten und ihre Begleiter seien in einen nahe gelegenen Ort gebracht worden. Außerdem seien Berichten zufolge einige Menschen entkleidet und gezwungen worden, zu Fuß in den südlichen Gazastreifen zu gehen, hieß es seitens der Gesundheitsorganisation.

In den letzten zwei Monaten war die Gegend um das Krankenhaus laut WHO „weiterhin sehr unruhig, und es gab fast täglich Angriffe auf Krankenhäuser und medizinisches Personal“. In dieser Woche wurden bei Bombardierungen in der Umgebung des Krankenhauses Berichten zufolge 50 Menschen getötet, darunter fünf Angestellte des Kamal Adwan Krankenhauses, das nun leer steht.

„Am Freitagabend wurden die verbleibenden 15 kritischen Patienten, 50 Pflegekräfte und 20 Mitarbeiter des Gesundheitswesens in das indonesische Krankenhaus verlegt“, hieß es. „Die WHO ist zutiefst besorgt um ihr Wohlergehen sowie um den Direktor des Kamal-Adwan-Krankenhauses, der Berichten zufolge während der Razzia festgenommen wurde. Die WHO hat seit Beginn der Razzia den Kontakt zu ihm verloren“, erklärte die Organisation.

Für Sonntag sei eine dringende WHO-Mission zum indonesischen Krankenhaus geplant, um die Patienten zur weiteren Versorgung sicher in den südlichen Gazastreifen zu bringen.

Das indonesische Krankenhaus war 2011 durch Spenden der Bevölkerung Indonesiens und von Organisationen wie der indonesischen Rotkreuzgesellschaft und Muhammadiyah finanziert worden. Im November 2023 war es Berichten zufolge nach einem Angriff der israelischen Armee jedoch schwer beschädigt worden.


Foto: Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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