Samstag, April 5, 2025
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Deutsche Krankenhausgesellschaft beklagt mangelnden Hitzeschutz

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, fordert angesichts zunehmender Hitzewellen die Bundesländer auf, mehr Geld in einen klimagerechten Umbau der Kliniken zu investieren.

„Ursache, dass Hitzeschutz ein Problem in deutschen Krankenhäusern bleibt, ist vor allem, dass die Länder seit Jahrzehnten nicht mehr ihrer Pflicht der vollständigen Investitionskostenfinanzierung nachkommen und so die Mittel für Hitzeschutz der Gebäudehülle sowie für aktive Kühlungssysteme fehlen“, sagte Gaß dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben). Die oft alte und schlecht gedämmte Bausubstanz deutscher Krankenhäuser, die zu einem großen Teil aus Gebäuden der 1970er bis 1990er Jahre bestünden, sei auf den Klimawandel nicht vorbereitet.

„Ein Gutachten für das Land Nordrhein-Westfalen kommt zu dem Ergebnis, dass rund 40 Milliarden Euro bundesweit für CO2-Neutralität und Hitzeschutz investiert werden müssen“, sagte Gaß. Die Krankenhäuser versuchten, Hitze mit Ventilatoren, Fensterverschattung, Kühlakkus und anderen leicht umsetzbaren Mitteln zu lindern. „An sehr heißen Tagen gelingt dies aber nur unzureichend.“

Der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, Bernd Meurer, sieht die Pflegeeinrichtungen vor immer größeren Herausforderungen. Es müsse mehr Geld für Hitzeschutzmaßnahmen ausgegeben werden. „Es kann in diesen Zeiten nicht sein, dass wir noch darüber diskutieren, ob Verschattungen auch an der Nordseite notwendig sind“, sagte Meurer.


Foto: Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Linke will deutsche Olympiabewerbung nicht unterstützen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Linke im Bundestag will eine deutsche Bewerbung zur Ausrichtung der Olympischen Spiele vorerst nicht unterstützen.

Der Obmann im Sportausschuss des Parlaments, André Hahn, sagte der „Rheinischen Post“ (Mittwoch): „Solange Bund, Länder und Kommunen in Deutschland keinen vernünftigen Schulsport und Schwimmunterricht absichern können und die Sportstättensanierung nicht endlich voranbringen, werden wir uns nicht für weitere deutsche Olympiabewerbungen engagieren.“

Es brauche laut Hahn zudem „weniger Gigantismus und Kommerz, mehr Nachhaltigkeit der Sportanlagen und nicht zuletzt auch die Zustimmung der Menschen im Land“. Gerade daran habe es bei den letzten Bewerbungen um die Spiele gefehlt.

Die Bundesregierung hatte angekündigt, nach den Spielen in Paris eine Bewerbung Deutschlands zur Ausrichtung der Olympischen Spiele im Jahr 2040 unterstützen und vorantreiben zu wollen.


Foto: Olympiastadion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Waldbesitzer rufen wegen Hitze zur Vorsicht auf

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts anhaltender Hitze in Teilen von Deutschland rufen die Waldbesitzer die Bürger zur Vorsicht auf.

Der Präsident des Verbandes der Waldeigentümer (AGDW), Andreas Bitter, sagte der „Rheinischen Post“ (Mittwoch): „Mit wieder gestiegenen Temperaturen und anhaltender Trockenheit in vielen Landesteilen hat die Waldbrandgefahr zugenommen.“ Die meisten Waldbrände würden nach wie vor „von Menschen verursacht, sei es durch Brandstiftung oder Fahrlässigkeit“, ergänzte Bitter. Trockenes Unterholz oder Gras seien derzeit leicht entzündbar. „Wer sich bei Fahrten durch den Wald oder bei Ausflügen an einfache Regeln hält, schützt sich, seine Mitmenschen und die Natur vor verheerenden Schäden.“

So sei das Rauchen im Wald tabu. „Das heißt auch: Keine Zigarettenkippen aus dem Autofenster werfen“, betonte Bitter. „Kein offenes Feuer, also auch kein Grillen, im Wald oder am Waldrand. Auch Laternen oder Fackeln haben im Wald nichts zu suchen.“


Foto: Ein Waldrand, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Munich-Re-Chef will "ein paar" gesetzliche Feiertage abschaffen

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München (dts Nachrichtenagentur) – Munich-Re-Chef Joachim Wenning spricht sich dafür aus, einige gesetzliche Feiertage abzuschaffen. „Warum werden nicht einfach ein paar gesetzliche Feiertage gestrichen? Es gibt keinen Grund, warum Bayern deutlich mehr Feiertage als Hamburg oder Deutschland als viele andere Länder benötigt“, sagte Wenning der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochausgabe).

Der Munich-Re-Chef ist davon überzeugt, dass die Deutschen mehr arbeiten müssen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. „Mehr arbeiten kommt nie gut an. Aber es wäre ein Beitrag zu der Lösung und hätte eine starke Signalwirkung“, sagte Wenning. Mit Blick auf das Renteneintrittsalter erklärter er: „Und warum können Deutsche nicht später in Rente gehen? Sie leben doch auch länger.“

Von der Bundesregierung forderte der Munich-Re-Chef einen sogenannten „Turnaround“: „Mit Turnaround will ich sagen: Deutschland ist im Moment im Abstieg begriffen. Das Wachstum geht zurück. Sie begegnen der maroden Infrastruktur tagtäglich an verschiedenen Stellen. Der Überschuss an Investitionen aus dem Ausland geht zurück. Wir brauchen eine Wende. Wir brauchen eine neue Agenda.“

Um Investitionen in Deutschland anzukurbeln, zeigt sich Wenning offen für eine Lockerung der Schuldenbremse: „Ich würde eine höhere Verschuldung jetzt in Kauf nehmen, aber unter strengen Auflagen: Investive, intelligente Verwendung, das würde Deutschland guttun.“


Foto: Munich Re (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen legen deutlich zu – Hoffen auf moderate Inflation

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag deutlich zugelegt, ihre kräftigen Verluste von Anfang August aber auch noch nicht wieder aufgeholt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 39.766 Punkten berechnet, 1,0 Prozent über Vortagesschluss.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 5.425 Punkten 1,6 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 am Ende mit 19.006 Punkten 2,5 Prozent im Plus.

Anleger hoffen nach neuen Zahlen aus dem schwächer als erwartet angestiegenen Erzeugerpreisindex darauf, dass auch die für Mittwoch erwarteten US-Inflationsdaten moderat ausfallen könnten – und die Chancen für die bereits angedeutete Zinssenkung im September damit erhöhen. Börsianer würden sich über frisches Geld freuen.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagabend stärker: Ein Euro kostete 1,0996 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9094 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ leicht nach, am Abend wurden für eine Feinunze 2.467 US-Dollar gezahlt (-0,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 72,13 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 80,80 US-Dollar, das waren 150 Cent oder 1,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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FDP fordert Aus für Entwicklungsministerium – Kritik auch von Union

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP bekommt von allen Seiten Kritik, nachdem aus der Bundestagsfraktion ein Papier bekannt worden war, welches naheliegt, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aufzulösen und mittelfristig dem Auswärtigen Amt (AA) unterzuordnen.

Ottmar von Holtz, Sprecher für Entwicklungspolitik der Grünen-Fraktion, sagt der „Welt“ (Mittwochausgabe): „Und wieder treibt die FDP eine neue Sau durchs Sommerloch. Sie präsentiert unabgesprochene sogenannte Argumentationshilfen, die sich einreihen in irrwitzige frühere Forderungen aus den Reihen der FDP.“

Die entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sanae Abdi, sagte: „Die Arbeit des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist fundamental für die Interessen Deutschlands und in keiner Weise der Diplomatie unterzuordnen.“

Und sogar die Union kritisierte die Liberalen: „Der Vorschlag der FDP zeigt, welch geringe Wertschätzung die Entwicklungspolitik in Teilen der Ampel genießt“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hermann Gröhe (CDU). „Notwendig ist nicht, das BMZ als eigenständiges Ministerium infrage zu stellen, sondern zu einem besser abgestimmten internationalen Handeln zu kommen, zum Beispiel durch einen Nationalen Sicherheitsrat, der diesen Namen auch wirklich verdient.“


Foto: Entwicklungsministerium am 13.08.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern in Teilen Deutschlands

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Offenbach (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Gewittern in Teilen Deutschlands.

Betroffen seien Teile der Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern, teilte die Behörde am Dienstagabend mit. Es seien Überflutungen von Kellern und Straßen und örtlich Blitzschäden möglich. Die Warnung gilt vorerst von Dienstag, 20 Uhr, bis Mittwochfrüh, 3 Uhr.

Zwischen einer nach Osten ziehenden Hochdruckzone und tiefem Luftdruck über Westeuropa hat sich heiße und feuchte Subtropikluft in Deutschland ausgebreitet. Nur im Nordosten hält sich noch trockenere Warmluft, so der Wetterdienst.


Foto: Unwetterwolke über einem Acker (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax fester – Ölpreis gibt deutlich nach

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax erneut zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 17.812 Punkten berechnet, 0,5 Prozent über Vortagesschluss. Der Dax befindet sich aber immer noch knapp vier Prozent tiefer als kurz vor Beginn der dramatischen Verlustserie rund um den Monatswechsel.

Die Zweifel bleiben damit im Markt. Papiere von Sartorius waren am Dienstag mit einem Abschlag von über einem Prozent kurz vor Handelsende größter Verlierer, aber auch Finanztitel wie Commerzbank oder Deutsche Bank waren gegen den Trend im Minus.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0950 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9132 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 80,80 US-Dollar, das waren 150 Cent oder 1,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Chef von Globalfoundries kritisiert Subventionen für Rivalen TSMC

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Dresden (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Chipherstellers Globalfoundries, Thomas Caulfield, sieht die deutsche Staatshilfe für den Wettbewerber TSMC kritisch. „Es kann nicht sein, dass der Branchenführer Subventionen bekommt für eine Fabrik, und die anderen erhalten nichts. Damit wird die Wettbewerbsgrundlage verzerrt“, sagte der Manager dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

TSMC legt nächste Woche den Grundstein für eine zehn Milliarden Euro teure Fabrik in Dresden. Fünf Milliarden steuert die Bundesregierung bei. TSMC aus Taiwan ist der weltgrößte Auftragsfertiger der Chipindustrie und Konkurrent von Globalfoundries.

Der US-Konzern Globalfoundries produziert bereits seit einem Vierteljahrhundert in der sächsischen Landeshauptstadt. Nach Ansicht von Caulfield ist die High-Tech-Region an der Elbe, das sogenannte Silcon Saxony, maßgeblich durch Globalfoundries zu einem attraktiven Halbleiterstandort geworden. Dass TSMC überhaupt Dresden ausgewählt habe, liege an dem Umfeld aus Forschung und Zulieferern, das sein Unternehmen mit aufgebaut habe, sagte Caulfield. Globalfoundries sei in der jüngsten Runde an Subventionen für die Halbleiterindustrie hierzulande bislang nicht berücksichtigt worden, schreibt das Blatt.


Foto: Euroscheine (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD will Entwicklungsministerium erhalten – "Absolute Luftnummer"

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD hat den Vorstoß der Liberalen zur Abschaffung des Entwicklungsministerium klar zurückgewiesen.

„Das ist eine absolute Luftnummer der FDP, die hofft, damit ein paar mehr Stimmen zu erhalten“, sagte der stellvertretende entwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Manuel Gava, dem Tagesspiegel (Mittwochausgabe). „Diese Pseudodiskussion hilft niemandem. Es ist ja nicht so, dass wir in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit losziehen und ein paar Brunnen bauen. Es geht um die Wirtschaftsinteressen, die die FDP angeblich verteidigen will.“

In Südamerika etwa helfe die Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen, in der Lithium-Gewinnung gegen China anzukommen. „Und wo soll konkret gespart werden, wenn Ministerien fusionieren?“, fragte Gava und argumentierte: „Die Fixkosten sind jetzt schon verschwindend gering. Dieser Vorschlag ist einfach nicht fundiert.“


Foto: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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