Donnerstag, April 3, 2025
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Deutschland zu Waffenlieferungen an Israel bereit

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Obwohl die Bundesregierung erhebliche Zweifel an der Verhältnismäßigkeit von Israels Militäroffensive in Gaza hat, will sie nicht ausschließen, weiter deutsche Rüstungsgüter nach Israel zu liefern.

Das geht aus der Antwort des Auswärtigen Amts auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen vom Bündnis Sahra Wagenknecht hervor. Auf die Frage, ob die Bundesregierung einen Exportstopp verhängen wolle, um dem Schutz für Palästinenser nachzukommen, der vom Internationalen Gerichtshof angemahnt wird, verweist das Auswärtige Amt auf die Praxis von Einzelfallentscheidungen. Diese erfolgten „im Lichte der jeweiligen Situation nach sorgfältiger Prüfung unter Einbeziehung außen- und sicherheitspolitischer Erwägungen nach den rechtlichen und politischen Vorgaben, einschließlich der Berücksichtigung völkerrechtlicher Verpflichtungen“.

Genehmigungen für Rüstungsexporte nach Israel sind demnach weiterhin möglich. Zugleich beteuert das Auswärtige Amt, dass Berlin Israel „sowohl in direkten Gesprächen als auch öffentlich“ auffordere, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und „mehr humanitäre Hilfe in Gaza zuzulassen“. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hatte zuletzt von der „Hölle von Gaza“ gesprochen. Die Abgeordnete Dagdelen pocht auf einen Exportstopp: „Vor dem Hintergrund der Resolution des Uno-Sicherheitsrats für eine sofortige Waffenruhe in Gaza ist die Bundesregierung gefordert, umgehend einen Waffenexportstopp zu verhängen, statt der israelischen Armee mit der Lieferung von Waffen weiter Beihilfe zu deren rücksichtsloser Kriegsführung zu leisten.“


Foto: Bundeswehr-Panzer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Aqua erhält drei MICHELIN-Sterne

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Aqua erhält drei MICHELIN-Sterne Bild Sven Elverfeld © Kirchgasser Photography

Das renommierte Restaurant Aqua im The Ritz-Carlton, Wolfsburg in der Autostadt, ein Symbol für kulinarische Exzellenz und gastronomische Raffinesse, hat seine drei Michelin-Sterne bei der prestigeträchtigen Gala des MICHELIN Guide 2024 verteidigt.

Mit einer unermüdlichen Hingabe zur Perfektion und einem unvergleichlichen Engagement für die höchsten Standards in der Kochkunst haben Sven Elverfeld und sein talentiertes Team erneut die Herzen und Gaumen der Kritiker erobert. Somit zählt das Aqua, gemeinsam mit nur zehn weiteren Restaurants in ganz Deutschland, weiterhin zur absoluten kulinarischen Spitzenklasse.

Edith Gerhardt, Mitglied der Geschäftsführung der Autostadt: „Es ist beeindruckend, mit welcher Konstanz Sven Elverfeld mit seinem Team seit vielen Jahren im Restaurant ‚Aqua’ Kulinarik auf höchstem Niveau bietet. Und nicht nur das: Immer wieder hat er Talente in seiner Küche ausgebildet, die inzwischen selbst zu Sterneköchen avanciert sind.“

„16 Jahre drei Sterne – das ist ein unglaubliches Gefühl. Ohne mein großartiges Team und die Kontinuität in unserer Qualität wäre dieser Meilenstein nicht zu erreichen gewesen. Ich danke jedem Einzelnen von ganzem Herzen“, sagte Sven Elverfeld. „Es ist eine Ehre, unsere drei Michelin-Sterne zu behalten und diese Anerkennung für die harte Arbeit und Hingabe unseres Teams zu bekommen. Wir sind unseren treuen Gästen dankbar, die uns stets inspirieren und unterstützen.“

Christian Fomm, General Manager des The Ritz-Carlton, Wolfsburg sagt: „Die erneute Anerkennung mit den drei Michelin-Sterne bestätigt das unermüdliche Engagement für kulinarische Exzellenz. Sie ist das Ergebnis der harten Arbeit und der grenzenlosen Leidenschaft unseres gesamten Teams.“

Das Aqua hat ein überaus talentiertes und erfolgreiches Team: Neben der Gastgeberin Stefanie Weidner und der zur Sommelière des Jahres ausgezeichneten Anna-Helene Herpers hat Sven Elverfeld mit Sous Chef Marvin Böhm den deutschen Bocuse d’Or Germany Gewinner an Bord. Patissière Hella Eggers und Junior Sous Chefin Simone Kubitzek, Siegerin der „Junge Wilde“ im vergangenen Jahr, können ebenfalls mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen aufwarten.

Seit seinen Anfängen hat sich das Restaurant Aqua als Vorreiter der feinen Küche etabliert und bietet seinen Gästen stets eine unvergessliche kulinarische Reise. Durch die raffinierte Kombination von erstklassigen Zutaten, innovativen Techniken und einer Leidenschaft für das Kochen auf höchstem Niveau hat das Restaurant seine Position als führende Adresse in der internationalen Gourmetszene gefestigt.

Das Restaurant bleibt weiterhin bestrebt, seine Gäste mit unvergesslichen kulinarischen Erlebnissen zu verwöhnen und seine Position als ein führendes Ziel für Feinschmecker weltweit zu festigen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Bild Sven Elverfeld © Kirchgasser Photography

Quelle Marriott Hotel Holding GmbH

Porsche Showroom setzt auf Slow Retail

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Porsche Showroom

Am Ammersee bei München ticken die Uhren aus unternehmerischer Sicht anders: Als langjähriger Experte betreibt Gründer und Branchenkenner Michael Schnabl dort einen der exklusivsten Porsche-Showrooms. Und beschreitet damit einen unternehmerischen Pioniersweg, denn: Michael Schnabl ist kein Händler. Schnelles Verkaufen oder das Umsetzen hoher Stückzahlen, endet irgendwann in einer Sackgasse”, sagt er.

„Die Zeit ist reif, hier umzudenken und einen Gang zurückzuschalten“.

Das Konzept, das er mit Motorlegenden verfolgt, basiert daher ganz bewusst auf dem “Slow Retail” Prinzip. „Besonders beruflich aktive und erfolgreiche Menschen erleben den ganzen Tag über enormen Zeit- und Erfolgsdruck. Zahlen steigern, schneller und mehr umsetzen – unsere Wirtschaftswelt und unsere Gesellschaft bewegen sich in einem rasanten Tempo. Es gibt immer mehr das Bedürfnis nach Entschleunigung.

Der Wunsch sich einen Traum aus der Kindheit zu erfüllen, anzukommen bei sich oder einem Gefühl der Zugehörigkeit unter Gleichgesinnten wird wichtiger als das ständige “Höher, Weiter, Mehr“, sagt er.

Nach dem Motto: “Porsche kaufen mit gutem Gefühl”, schlägt Schnabl mit seinem Porsche-Showroom seit 2018 daher bewusst einen ganz anderen Weg ein. Wer sich für eines seiner Sammlerfahrzeuge interessiert, kommt zu ihm, weil er sich informieren und beraten lassen möchte. Statt bei einem verkaufsorientierten Händler zu kaufen, geht es seinem Klientel um den Ausgleich zum Alltag. Man möchte sich etwas gönnen. Und genau das findet man in seinem entschleunigtem Unternehmensmodell: Ein Austausch auf Augenhöhe.

Für Schnabl bedeutet die Gründung von Motorlegenden damit auch eine 180 Gradwende. Denn in seinem vorherigen Berufsleben war er 20 Jahre Miteigentümer eines mittelständischen Familienunternehmens in der Modebranche. Sein Alltag drehte sich um “Fast Fashion” nach dem Vorbild der vertikalen Modeketten und um den Absatz großer Stückzahlen. “Dies führte irgendwann vermehrt zu einem Absatzdruck um jeden Preis. Nachhaltigkeit und der Sinn für das eigentliche Produkt und den Konsumenten, waren zweitrangig.”

Die Erkenntnisse, die er daraus gewonnen hat, setzt er in seinem Loft aus Beton, das geschmückt wird mit Fotokunst und Exponaten, bewusst in ein ganz anderes Geschäftsmodell um. Es gibt hier keine klassischen Kunden oder Abnehmer mehr, sondern hier treffen sich Gleichgesinnte und Enthusiasten der Marke, die die Faszination klassischer und seltener Porsche verbindet.

Wer zu ihm kommt, wird mit keinerlei Verkaufserwartung begrüßt. Schnabl berät und steht mit seinem umfassenden Porsche-Fachwissen bei einem guten Kaffee zur Seite. Und genau darin beruht sein Erfolg. Mehr als 200 seltener Fahrzeuge hat er so bereits weltweit an Liebhaber in der ganzen Welt geliefert.

Die Kunst liegt im Gespür für Langsamkeit und für Perfektion.

Denn auch bei der Auswahl der Porsche, die im Motorlegenden-Showroom zu bestaunen sind, setzt Schnabl auf Klasse statt Masse. Wer zu ihm kommt, findet eine sorgfältige und überschaubare Auswahl an echten Sammlerstücken – sie haben trotz ihres Alters von oft über 30 Jahren noch ein Original-Scheckheft, die Vorbesitzer lassen sich alle nachvollziehen, oftmals es gibt es sogar noch die Original-Auslieferrechnung. “Das oberste Ziel ist Transparenz in der Historie und ein Zustand, der so nah wie möglich an der Auslieferung ist. Daher suche ich ausschließlich Exemplare, die bis ins Detail noch im Originalzustand erhalten sind.”

Diese seltenen Fundstücke ausfindig zu machen, ist jedoch die schwierigste und die größte Herausforderung. Der Markt ist unübersichtlich und es benötigt einen vertrauensvollen Partner mit viel Fachkenntnis. Die meisten Fahrzeuge werden von Händlern und Privatkunden auf einer Vielzahl an Plattformen angeboten, bei denen es meist keine Möglichkeit gibt, den tatsächlichen Zustand nachzuvollziehen. „Unfallfahrzeuge, gefälschte Tachostände und schlecht gewartete Fahrzeuge, sind oft auch auf den zweiten Blick nicht erkennbar und benötigen Erfahrung. Auch Reimporte sind oft nicht vergleichbar mit Fahrzeugen aus deutscher Auslieferung“, weiß Schnabl. Daher entscheidet nur er selbst welcher Wagen das Prädikat “Ausnamefahrzeug” erhält und sich als zukünftige Legende eignet.

Seine Kunden – darunter auch ehemalige Porsche-Vorstände, international bekannte Rennfahrer und Unternehmer – wissen seine Expertise um die feine Selektion zu schätzen.

Sie alle verbindet die Leidenschaft für die zeitlose Perfektion und Zuverlässigkeit, die einen Porsche ausmacht in Kombination mit einer bedachten Investition in ein Sammlerstück. „Manche Kunden hatten Tränen in den Augen, als sie ihr Auto bei mir zum Verkauf abgegeben haben“, sagt Schnabl. „Ein Steuerberater hat seinen Porsche 911 Targa aus 1984 mit nur 17.000 km so gut wie nie gefahren, sondern saß nur Stunden lang in seiner Garage darin. Der Wagen hatte so zwar kaum Kilometer auf dem Tacho, dafür aber einen etwas stärker beanspruchten Fahrersitz”, schmunzelt Schnabl. Die Sammlung eines Ingenieurs umfasste Porschemodelle aus allen Epochen, weil ihn das Detailwissen und die Entwicklung fasziniert hat und er dies selbst so erfahren wollte. Solche Geschichten, Emotionen und Hintergründe sind im klassischen Autohaus gar nicht möglich”, sagt er.

“Um möglichst vielen Menschen den Zugang und den Spaß für Ihr Hobby mit einer sinnvollen Investition in einen Porsche zu ermöglichen, liegt es mir langfristig daran die Kultur und das Erbe der luftgekühlten Porsche Ära fortzuführen.”

Schnabl und sein Unternehmen, sind ein Beispiel dafür, wie man mit konsequenter Ausrichtung auf Qualität und Nachhaltigkeit für Konsumenten wie Unternehmer nachhaltig wirtschaften kann und damit eine Rendite erzielt, ohne seine Grundwerte zu vernachlässigen.

Bildquelle: Yorck Dertinger

Quelle Rosenheim Rocks

Studie: E-Autos kosten Fiskus bis 2030 fast 50 Milliarden Euro

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Umstieg auf Elektroautos könnte den Bund bis 2030 fast 50 Milliarden Euro an Steuergeldern kosten – trotz Streichung der Elektroautoprämie. Das hat die Unternehmensberatung EY in einer Studie berechnet, über die der „Spiegel“ berichtet.

Der Großteil davon, rund 36 Milliarden Euro, könnte dem Fiskus demnach verloren gehen, weil die erwarteten Steuermindereinnahmen bei der Mineralölsteuer nicht annähernd durch Mehreinnahmen bei der Stromsteuer kompensiert werden können. Zusätzlich fördert der Bund Dienstwagen mit Elektromotor. Zwei Drittel der Elektroautos in Deutschland werden auf Gewerbetreibende zugelassen. Auch das führt zu Mindereinnahmen. Dem Bund könnten durch die verringerten Einkommensteuereinnahmen zwischen 2024 und 2030 rund 11,8 Milliarden Euro entgehen, schätzt EY.

Die Berater gehen in ihrem Szenario davon aus, dass bis 2030 rund 13,2 Millionen rein batteriebetriebene Autos und Plug-in-Hybride auf deutschen Straßen fahren werden. Derzeit sind es 2,3 Millionen. „Knapp zwei Prozent der Steuereinnahmen der Bundesrepublik wurden bislang an der Tankstelle generiert“, sagte Constantin Gall, Managing Partner bei EY. Zwar sei die Förderung der Elektromobilität aus Klimaschutzgründen sinnvoll. „Die Folgen bei den Steuereinnahmen werden allerdings schmerzhaft sein.“


Foto: E-Auto-Ladestation (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

FDP bringt nach Konjunkturprognose Soli-Abschaffung ins Spiel

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der enttäuschenden Konjunkturprognose führender Wirtschaftsforschungsinstitute fordert FDP-Fraktionschef Christian Dürr weitere Steuersenkungen.

„Mit dem Wachstumschancengesetz und dem Bürokratieabbaupaket haben wir eine erste Etappe auf dem Weg zur Wirtschaftswende erreicht, das reicht aber nicht aus“, sagte Dürr den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „In einem zweiten Schritt könnte der Soli unkompliziert per Beschluss im Bundestag abgeschafft werden, ohne dass wir monatelange Blockaden durch CDU und CSU hinnehmen müssen.“

Deutschland brauche spürbare Entlastung bei Steuern, Abgaben und Bürokratie, so Dürr. „Das bedeutet auch, dass wir im kommenden Bundeshaushalt die richtigen Prioritäten setzen müssen, um den Pfad der Konsolidierung weiter zu beschreiten.“

Die Wirtschaftsforschungsinstitute hatten ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr von 1,3 auf nur noch 0,1 Prozent gesenkt.


Foto: Christian Dürr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Berichte: Mehrere Tote bei Busunfall auf A 9 bei Leipzig

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Leipzig (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Leipzig: Berichte: Mehrere Tote bei Busunfall auf A 9 bei Leipzig. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

Foto/Quelle: dts

Union verlangt Sofortprogramm für Wirtschaftswende

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Frühjahrsprognose der Wirtschaftsinstitute mit lediglich einem Plus von 0,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts fordert die Union ein Sofortprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft. „Es braucht ein Wirtschaftswende-Sofortprogramm“, sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Julia Klöckner (CDU), der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe).

Darin enthalten sein müssten strukturelle Veränderungen bei Bürokratie und Belastungen sowie bei Steuern und Abgaben, „bei Arbeitsrecht und Fachkräften, Anreize für Arbeit statt Bürgergeld, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren statt schleppenden Infrastrukturausbau“, sagte Klöckner.

Die Union mache sich Sorgen um die Kraft des Standorts Deutschland, ergänzte die CDU-Politikerin. „Um unseren Wohlstand zu halten, um Relevanz in der Welt zu haben, sind wir nachhaltig auf Wachstum angewiesen.“ Mit den aktuellen Rahmenbedingungen werde sich das nicht von selbst einstellen, sagte Klöckner.


Foto: Bauarbeiten an einer Bahnstrecke (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Studie: Deutschland hat enormes Potenzial beim Rohstoff-Recycling

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutschlands Abhängigkeit von Rohstoffimporten ließe sich durch mehr Recycling offenbar signifikant senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Ifeu-Instituts im Auftrag der Nichtregierungsorganisation Powershift, über die der „Spiegel“ berichtet. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Metalle Kupfer, Aluminium, Eisen und Stahl sowie Nickel. 94 Prozent des „gesamten metallischen Rohstoffkonsums“ in Deutschland entfalle auf diese Basismetalle, so die Autoren.

Bislang gilt Rohstoffrecycling häufig als zu aufwendig und zu teuer. Durch Pandemien oder Naturkatastrophen infolge des Klimawandels sei aber künftig immer wieder mit Lieferunterbrechungen aus rohstoffreichen Ländern zu rechnen. Zudem erfordere der Klimawandel, dass bis zum Jahr 2030 „Peak Mining“ erreicht werde, also der Höhepunkt des treibhausgasintensiven Abbaus primärer Rohstoffe. Anders seien die weltweiten Klimaziele nicht zu erreichen. Die Wiederverwendung von Rohstoffen werde dadurch zunehmend wichtig.

Deutschlands Potenzial ist laut der Studie enorm, kann jedoch nur genutzt werden, wenn ein Ausbau des Recyclingsektors erfolgt. Der Recyclinganteil von Eisen etwa ließe sich demnach bis 2050 mehr als verdoppeln. Wurde 2010 rund ein Drittel des hierzulande verwendeten Eisens aus sogenannten Sekundärrohstoffen gewonnen, könnten es in einigen Jahren schon 75 Prozent sein. Bei Aluminium ließe sich die Quote von 54 Prozent im Jahr 2010 auf 67 Prozent bis 2050 steigern, bei Kupfer immerhin noch von 56 auf 59 Prozent.


Foto: Container für Schrott und Abfall (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Mehr Pflege-Ausbildungsverträge abgeschlossen

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Zum Jahresende 2023 haben sich insgesamt 147.000 Personen in Deutschland in der Ausbildung zum Beruf der Pflegefachfrau beziehungsweise des Pflegefachmanns befunden. Davon hatten 53.900 Auszubildende im Jahr 2023 einen Vertrag unterschrieben, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Mittwoch mit. Gegenüber dem Vorjahr waren das drei Prozent oder 1.800 mehr neu abgeschlossene Ausbildungsverträge (2022: 52.100 Neuverträge).

Ende 2023 befanden sich insgesamt rund 110.000 Pflegefachfrauen und 37.000 Pflegefachmänner in Ausbildung. Das entsprach einem Frauenanteil von 75 Prozent. Auch bei den Neuabschlüssen verzeichnete dieses Berufsbild mit 38.900 neuen Verträgen einen Frauenanteil von knapp drei Vierteln (72 Prozent) – nur 15.100 Männer schlossen 2023 einen Ausbildungsvertrag als Pflegefachmann neu ab. Mit einem Anteil von 28 Prozent im Jahr 2023 stieg der Männeranteil bei den Neuabschlüssen gegenüber 2020 (24 Prozent) leicht. Der Ausbildungsberuf wird seit 2020 angeboten.


Foto: Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

SPD für Änderungen bei Umsetzung der Kindergrundsicherung

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Chef Lars Klingbeil spricht sich für Änderungen bei der Umsetzung der geplanten Kindergrundsicherung aus.

„Ich halte den Gedanken der Kindergrundsicherung für richtig und man sollte auch alles aus einer Hand machen: Kindergeld, Kinderzuschlag, Kindergrundsicherung“, sagte Klingbeil dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Aber als ich gehört habe, dass dafür 5.000 Stellen geplant sind, war ich etwas verwundert. Ich glaube, dass man da noch reduzieren kann.“

Die Ampelkoalition verhandelt seit Monaten über die Einführung der im Koalitionsvertrag festgelegten Kindergrundsicherung. Vor allem zwischen der FDP und den Grünen hatte es heftigen Streit über das neue Instrument gegeben.


Foto: Drachensteigen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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